HANNOVER / LONDON (IT BOLTWISE) – Continental profitiert im zweiten Quartal weiter vom starken Geschäft mit großen und teuren Reifen. Finanzchef Roland Welzbacher warnt jedoch, dass Rohmaterialkosten künftig spürbar Rückenwind in Gegenwind verwandeln. Laut Angaben des Konzerns wird die Profitabilität im Reifengeschäft in der zweiten Jahreshälfte schwächer ausfallen. Die Aktie reagierte mit Kursverlusten und reduziert damit den Jahresgewinn.

Continental zeigt im zweiten Quartal noch die typischen Effekte eines gut durchlaufenden Premium-Reifengeschäfts: Der DAX-Konzern profitiert weiterhin davon, dass der Anteil großer, teurer Reifen steigt und die Materialkosten im Vergleich noch günstiger ausfallen. Genau an dieser Stelle steckt jedoch das Kernrisiko für den weiteren Jahresverlauf. Denn der Finanzchef macht deutlich, dass der bisher spürbare Kostenvorteil bei Rohstoffen nicht dauerhaft so bleiben dürfte, gerade weil sich das Umfeld durch den Iran-Konflikt und höhere Rohölpreise eintrübt.
Beim Blick auf die Börsenreaktion wird es konkret: Nach anfänglichen Gewinnen fiel die Aktie zuletzt um 1,7 Prozent auf 71,10 Euro. Damit schrumpft der Kursgewinn im laufenden Jahr auf 4,5 Prozent. Für Investoren ist das weniger eine Überraschung als eine Preisanpassung: Wenn die operative Marge im Reifengeschäft bereits nach oben zieht, werden Erwartungen für das dritte Quartal besonders sensibel. Welzbacher formulierte entsprechend, dass die im zweiten Quartal erreichte operative Marge von 15,3 Prozent im dritten Quartal voraussichtlich nicht mehr zu erreichen sein wird.
Operativ liefert Continental dennoch robuste Zahlen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 570 Millionen Euro um ein gutes Drittel über dem Vorjahreswert. Dafür nennt der Konzern mehrere Treiber: Neben dem besseren Mix bei großen Reifen spielten auch geringere Zoll- und Wechselkurseffekte eine Rolle. Gleichzeitig zeigt der Blick auf den Konzernumsatz eine andere Baustelle: Der Umsatz sank von 4,9 auf 4,4 Milliarden Euro, vor allem wegen des Verkaufs eines Unternehmensteils der Kunststofftechniksparte. Auf vergleichbarer Basis wäre der Umsatz lediglich um 0,3 Prozent zurückgegangen.
Unter der Oberfläche wirkt allerdings die Kostenwende. Welzbacher verweist auf die Rohmaterialkosten als maßgeblichen Produktionshebel, weil Rohöl ein zentraler Faktor für Reifen- und Kunststoffhersteller ist. Im ersten Halbjahr habe der Konzern laut Aussagen des Managements „sehr viel Rückenwind“ durch Rohmaterialkosten im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten; für die zweite Jahreshälfte erwartet er im Vorjahresvergleich eine Belastung ebenfalls im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dazu kommt ein weiteres Gegenmoment aus der Nachfrageseite: Die Automärkte sollten sich in diesem Jahr nicht so stark erholen wie ursprünglich erhofft, die Aussichten für die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen hätten sich weiter eingetrübt.
Auch der Ergebnisverlauf im Konzern deutet auf strukturelle Effekte hin. Der Nettogewinn sank um fast die Hälfte auf 274 Millionen Euro, unter anderem weil das im vergangenen Herbst abgespaltene Autozuliefergeschäft (Aumovio) im Vorjahreszeitraum noch zum Konzern zählte. Gleichzeitig hat Continental den Ausblick nach der vereinbarten milliardenschweren Veräußerung der restlichen Kunststofftechniksparte Contitech angepasst. Insgesamt soll der Umsatz 2026 zwischen 13,2 und 14,2 Milliarden Euro liegen, während die bereinigte operative Marge bei 12,0 bis 13,5 Prozent erwartet wird; im Reifenbereich bleiben die Aussichten hingegen unverändert, weil die Reifen künftig der zentrale verbleibende Konzernblock sein sollen.
Spannend für das nächste Quartal ist vor allem, wie Continental die Nachfrage in den Regionen und das Produktmix-Risiko ausbalanciert. Welzbacher sieht bei großen Reifen ab 18 Zoll weiterhin gute Chancen, weil diese schwerer und teurer sind und insbesondere bei batteriebedingt schwereren Elektroautos zum Einsatz kommen. Das ist nicht nur eine Produktstrategie, sondern eine Antwort auf die Marktmechanik: Je mehr Elektroautos mit größeren Radgrößen auf die Straße kommen, desto stärker wirkt das Austausch- und Nachrüstgeschäft. Der Finanzchef nennt für diesen Markt im Jahr ein Wachstum zwischen 7 und 8 Prozent, während andere Segmente eher stagnieren.
In China setzt Continental dabei auf eine Kombination aus Absatzdynamik und Kapazitätsausbau. Laut Aussagen des Managements laufen die Geschäfte dort erfreulich, trotz zuletzt einbrechender Verkäufe von Neuwagen. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Jahre seien viele Fahrzeuge bereits im Bestand, oftmals eben mit Elektroantrieb und größeren Reifen; daraus ergibt sich laut Welzbacher Rückenwind durch das Reifenersatzgeschäft. Konkret investiert der Konzern weiter in den „lukrativen Markt China“ und baut die Produktion im Werk in Hefei von 15 auf 18 Millionen Reifen jährlich aus. Für den Markt ist das eine klare Aussage: Continental hält trotz kurzfristiger Rohstoffvolatilität an seiner langfristigen Wachstumslogik fest, auch wenn die zweiten und dritten Quartale zeigen könnten, wie schnell sich Kostenschocks in der Marge abbilden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Continental: Reifen-Gewinn hält noch an, doch Rohstoffwind dreht sich" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Continental: Reifen-Gewinn hält noch an, doch Rohstoffwind dreht sich" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Continental: Reifen-Gewinn hält noch an, doch Rohstoffwind dreht sich« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!