SEOUL / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein massives Datenleck bei Coupang, dem führenden E-Commerce-Unternehmen Südkoreas, hat die persönlichen Daten von fast 33,7 Millionen Kunden offengelegt. Die Sicherheitsverletzung, die monatelang unentdeckt blieb, hat die südkoreanische Öffentlichkeit alarmiert und die Regierung dazu veranlasst, die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen durch das Unternehmen zu überprüfen.

In einem der größten Cybersecurity-Vorfälle der letzten Jahre in Südkorea hat Coupang, ein führendes E-Commerce-Unternehmen, ein massives Datenleck bestätigt. Die persönlichen Informationen von fast 33,7 Millionen Kunden wurden kompromittiert, was die Öffentlichkeit und die Regierung gleichermaßen alarmiert hat. Die Sicherheitsverletzung, die monatelang unentdeckt blieb, hat die südkoreanische Öffentlichkeit alarmiert und die Regierung dazu veranlasst, die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen durch das Unternehmen zu überprüfen.
Der CEO von Coupang, Park Dae-jun, entschuldigte sich öffentlich und erklärte, dass das Datenleck auf einen unautorisierten Zugriff zurückzuführen sei, der möglicherweise über Monate hinweg unentdeckt blieb. Das Unternehmen, oft als das “Amazon von Südkorea” bezeichnet, arbeitet eng mit den Strafverfolgungsbehörden und Regulierungsbehörden zusammen, um den Vorfall zu untersuchen.
Die unautorisierten Zugriffe begannen am 24. Juni über ausländische Server und wurden erst am 18. November entdeckt. Zunächst ging man davon aus, dass nur etwa 4.500 Konten betroffen seien. Eine eingehendere Analyse ergab jedoch, dass die Daten von 33,7 Millionen Nutzern, darunter Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Lieferadressen, offengelegt wurden. Coupang betonte, dass keine Zahlungsinformationen oder Zugangsdaten kompromittiert wurden.
Die südkoreanische Polizei hat den Hauptverdächtigen, einen ehemaligen Coupang-Mitarbeiter und chinesischen Staatsangehörigen, identifiziert. Der Verdächtige hat Südkorea bereits verlassen, und die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, ob er allein gehandelt hat oder Teil eines größeren Plans war. Die Behörden prüfen auch, ob der Verdächtige mit einer E-Mail in Verbindung steht, die Coupang mit der Veröffentlichung der gestohlenen Informationen drohte.
Die Regierung hat auf die wachsende Besorgnis der Öffentlichkeit reagiert und eine Notfallsitzung einberufen, um das Ausmaß des Vorfalls zu bewerten und zu prüfen, ob Coupang gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen hat. Die Korea Internet & Security Agency (KISA) hat eine öffentliche Warnung herausgegeben, in der Nutzer aufgefordert werden, wachsam gegenüber Phishing-Versuchen zu sein, die vorgeben, von Coupang zu stammen.
Der Vorfall bei Coupang reiht sich in eine Serie von Datenlecks ein, die in diesem Jahr in Südkorea für Frustration gesorgt haben. Große Unternehmen wie SK Telecom waren ebenfalls von ähnlichen Cybersecurity-Vorfällen betroffen, was den Druck auf Unternehmen erhöht, ihre internen Sicherheitskontrollen zu verstärken.
Coupang hat begonnen, die betroffenen Kunden per E-Mail und SMS zu benachrichtigen und in einem FAQ klargestellt, welche Informationen offengelegt wurden und welche Schritte die Kunden unternehmen sollten. Das Unternehmen betonte, dass keine Zahlungsdaten oder Passwörter betroffen seien und dass die Nutzer keine weiteren Maßnahmen ergreifen müssen, außer wachsam gegenüber unaufgeforderten Anrufen oder Nachrichten zu sein.
Die Ermittlungen sind noch in einem frühen Stadium, und es gibt bisher keine Hinweise auf einen finanziellen Missbrauch der gestohlenen Daten. Die Behörden analysieren weiterhin Serverprotokolle und grenzüberschreitende Aktivitäten, um das volle Ausmaß des Datenlecks zu verstehen.
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