FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete am Freitag erhebliche Verluste, da der anhaltende Konflikt im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe treibt und die Inflationssorgen verstärkt. Der DAX fiel um 2 Prozent auf 22.380 Punkte, während die Marktteilnehmer die Auswirkungen auf die europäische Konjunktur und die Lieferketten im Blick haben.

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag mit deutlichen Verlusten aus dem Handel verabschiedet. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die Ölpreise in die Höhe getrieben, was die Inflationssorgen verstärkt und die Anleger verunsichert hat. Der DAX fiel um 2 Prozent auf 22.380 Punkte. Laut CMC Markets erhöht sich mit jeder Woche auf diesem Preisniveau der Druck auf die Inflationsdynamik und die europäische Konjunktur.
Die gestiegenen Ölpreise haben insbesondere die Flugkerosinpreise beeinflusst, was sich negativ auf die Luftfahrtindustrie auswirken könnte. Zudem wird erwartet, dass die bereits beschädigte Infrastruktur im Nahen Osten die Lieferketten für Öl, Gas und andere Rohstoffe über Monate hinweg stören wird. Der Große Verfalltermin am Freitag verlief weitgehend geräuschlos, da viele Anleger ihre Positionen bereits in den Tagen zuvor glattgestellt hatten.
Besonders betroffen von den gestiegenen Marktzinsen waren die Versorger im DAX, Eon und RWE, die um 4,2 bzw. 2,7 Prozent nachgaben. Versorgeraktien gelten als stabile Dividendenzahler und werden in Zeiten steigender Zinsen weniger attraktiv, da Anleihen dann eine bessere Rendite bieten. Im Gegensatz dazu konnte Elmos Semiconductor um 8,6 Prozent zulegen, nachdem Berichte über einen möglichen Verkauf des Unternehmens bekannt wurden.
Infineon, ein potenzieller Käufer von Elmos, konnte sich um 1,5 Prozent verbessern, was vor allem auf eine Hochstufung durch JP Morgan zurückzuführen ist. Die Deutsche Post hielt sich dank überzeugender Geschäftszahlen und eines positiven Ausblicks des US-Wettbewerbers Fedex besser als der Markt und schloss 0,1 Prozent höher. Die Aktien der Rüstungsfirma Vincorion feierten ein erfolgreiches Börsendebüt, während PNE mit einer optimistischen Prognose für das laufende Jahr aufwartete.
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