BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert deutlich höhere Bußgelder für Telefonieren mit dem Handy am Steuer. Im Zentrum steht dabei ein Mindestbetrag von 500 Euro, der sich an der 0,5-Promille-Grenze orientieren soll. Gleichzeitig unterstützt der DVR das Vorhaben von Verkehrsminister Steffen Bilger, Monocams einzuführen, die Mobiltelefone in der Handhaltung während der Fahrt automatisiert erkennen. Der Verband verweist auf Rückgänge bei festgestellter Handynutzung in Tests und auf Unfallzahlen, bei denen elektronische Geräte als Ursache erfasst wurden.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) will die Abschreckung beim Handy am Steuer spürbar erhöhen. Im Gespräch mit Zeitungen der Funke Mediengruppe erklärte DVR-Präsident Manfred Wirsch, es sei gefährlicher, das Mobiltelefon während der Fahrt in der Hand zu halten, als das Fahren mit 0,8 Promille Alkohol im Blut. Mit der Forderung nach deutlich höheren Geldbußen reagiert der Verband auf eine Lücke zwischen wahrgenommener Alltagsgefahr und der bisherigen juristischen Sanktion: Nach Angaben aus dem Umfeld der Verkehrsüberwachung bewegen sich die Bußen für ertappte Fahrer bislang häufig im niedrigen zweistelligen bis dreistelligen Bereich.
Technisch setzt der DVR dabei nicht nur auf Strafe, sondern auf Messbarkeit. Der Verband unterstützt den Vorstoß von Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU), sogenannte Monocams einzuführen: Kamerasysteme, die durch die Frontscheibe in das Fahrzeug hinein fotografieren. Laut Beschreibung des Systems achten diese hochauflösenden, schräg nach unten gerichteten Kameras sowohl auf Mobiltelefone im Bereich des Fahrenden als auch auf die passende Handhaltung; sobald beide Kriterien erfüllt sind, wird ausgelöst. Anschließend bewerten geschulte Polizisten die Bilder, wodurch das Verfahren zwischen automatisierter Erkennung und menschlicher Plausibilisierung aufgeteilt wird.
Dass zusätzliche Kontrolldichte überhaupt Wirkung entfalten kann, belegt der DVR mit Beispielen aus dem In- und Ausland. Wirsch verwies auf Testeinsätze: In Trier sei die festgestellte Handynutzung am Steuer um rund 70 Prozent zurückgegangen; im australischen Bundesstaat New South Wales habe die Zahl der Verstöße seit 2019 um etwa 82 Prozent sinken können. Die Logik dahinter ist simpel und zugleich entscheidend für die Akzeptanz in der Bevölkerung: Wer häufiger und verlässlicher damit rechnet, dass ein konkreter Verstoß erkannt wird, greift im Zweifel eher zum risikofreien Umgang mit dem Smartphone während der Fahrt. In diesem Zusammenhang sagte Wirsch: „Wer weiß, dass ein Verstoß jederzeit erkannt werden kann, wird eher darauf verzichten, das Smartphone während der Fahrt in die Hand zu nehmen.“
Bei der Argumentation greift der DVR zudem auf Unfall- und Risikoindikatoren zurück. Wie gefährlich Ablenkung am Steuer ist, macht der Verband nach eigenen Angaben an Daten des Statistischen Bundesamtes fest: Für 2025 nennt Wirsch mehr als 1.100 Unfälle mit Personenschaden, bei denen die Nutzung elektronischer Geräte als Unfallursache erfasst wurde. Dabei seien 15 Menschen ums Leben gekommen, 199 schwer und 1.257 leicht verletzt worden; diese Werte beziehen sich allerdings ausdrücklich auf elektronische Geräte insgesamt und nicht ausschließlich auf Smartphones. Ergänzend beruft sich der DVR auf eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie: Demnach sei das Kollisionsrisiko bei Ablenkung durch Smartphones, Touchscreens und andere digitale Anwendungen höher gewesen als unter einem simulierten Alkoholeinfluss von 0,8 Promille.
Aus dieser Gegenüberstellung leitet der DVR seine zentrale Forderung ab: Die bisherigen Geldbußen seien zu niedrig. Als Maßstab nennt Wirsch das bereits bekannte Sanktionsniveau bei 0,5 Promille. „Wir sprechen uns deshalb für eine deutliche Anhebung des Bußgeldes auf mindestens diesen Betrag aus.“ Hintergrund ist die Annahme, dass die Gefährdungswirkung von Handy-Ablenkung bei Alltagsfahrten nicht als „leichtes Vergehen“ behandelt werden sollte. Konkreter wird die Diskussion auch durch den ADAC: Wer am Steuer mit dem Handy telefoniert, müsse demnach mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen; bei Gefährdung oder dem Verursachen eines Unfalls steigt das Bußgeld auf 150 beziehungsweise 200 Euro. Hinzu kommen zwei Punkte sowie ein einmonatiges Fahrverbot.
Für die Umsetzung bedeutet das: Wenn Monocams flächiger eingesetzt werden, verschiebt sich die Praxis von Stichproben hin zu häufigerem, datenbasierterem Enforcement. Das kann die Compliance stärken, stellt aber auch Anforderungen an Verfahrensqualität und Schulung, weil am Ende Polizisten die ausgelösten Bilder bewerten müssen. Unabhängig von der exakten künftigen Bußgeldhöhe wird dabei klar, worauf der DVR abzielt: weniger „graue Zone“ im Alltagsverhalten, dafür ein schneller, zuverlässiger Rückkanal zwischen Beobachtung, Bewertung und Sanktion. Für Unternehmen und Flottenbetreiber wiederum ist das relevant, weil Fahrverhalten schnell in Richtlinien, Schulungen und technische Flottenregeln übersetzt werden kann – und weil Kontrolldichte unmittelbar die Risiken für Fahrer und Arbeitgeber verändert.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "DVR fordert 500 Euro Bußgeld fürs Handy am Steuer und mehr Monocams" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "DVR fordert 500 Euro Bußgeld fürs Handy am Steuer und mehr Monocams" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »DVR fordert 500 Euro Bußgeld fürs Handy am Steuer und mehr Monocams« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!