MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Beim „Female Founders Circle“ im SCE InnovationsCafé dreht sich alles um die härtesten Frühphasen-Themen von Startups: Kunden gewinnen und Investoren überzeugen. Von 18:00 bis 21:00 Uhr teilen Gründerinnen und Investorinnen ihre konkreten Erfahrungen aus den ersten Gesprächen und den typischen Stolpersteinen im Pitch. Der Austausch richtet sich ausdrücklich an Gründerinnen, die selbstbewusster in Verhandlungen gehen und ihren ersten Kundenzugang systematisch aufbauen wollen. Veranstaltungsort ist die SCE Creative Hall in der Heßstraße 89, Anmeldung ist kostenlos.

Gründen klingt nach Freiheit, ist im Alltag aber vor allem eine Serie von Entscheidungen unter Unsicherheit. Genau an diesem Punkt setzt der „Female Founders Circle“ an, der am 10. November 2026 von 18:00 bis 21:00 Uhr gemeinsam mit dem SCE InnovationsCafé in München stattfindet. Veranstaltet wird die Runde im Umfeld des SCE-Ökosystems, und sie adressiert eine Frage, die in vielen frühen Gründungsphasen wiederkehrt: Wie gewinnt man die ersten Kunden, bevor sich der Produktnutzen sauber genug in Zahlen, Referenzen oder wiederkehrenden Ergebnissen abbildet? Gleichzeitig geht es um die zweite Baustelle, die unmittelbar mit der ersten verknüpft ist: Wie überzeugt man Investoren von einer Idee, wenn der Markt noch nicht „beweist“, sondern erst aufgebaut werden muss.
Der Abend ist so konzipiert, dass Perspektiven bewusst zusammenkommen, die in klassischen Startup-Formaten oft getrennt voneinander auftreten. Statt nur Pitch-Feedback zu geben, stehen sowohl Gründerinnen als auch Investorinnen im Mittelpunkt. Das bedeutet: Es geht nicht nur darum, wie man ein Deck präsentiert, sondern wie ein Gespräch über Probleme, Lösungsansatz und Go-to-Market aus Investorensicht typischerweise bewertet wird. Der Fokus liegt dabei auf dem ersten Kundenkontakt – also auf genau den Situationen, in denen Gründerteams häufig zwischen „zu früh“ und „zu vage“ landen: zu frühe Annahmen, zu wenig konkrete Kundennutzen-Story, oder eine Kontaktstrategie, die zwar viele Gespräche erzeugt, aber keine echten Validierungen liefert.
Technisch oder methodisch wird Künstliche Intelligenz bei solchen Formaten zwar selten als reines Tool-Thema behandelt, aber die Logik hinter guten Pitch-Strategien und sauberer Kundenakquise bleibt in der Praxis oft dieselbe: Hypothesen müssen in messbare Signale übersetzt werden. Wenn Gründerinnen im ersten Kundenkontakt Fragen nach Bedarf, Kontext und Entscheidungswegen beantworten, bauen sie automatisch die Grundlage für ihr Investorennarrativ. Für Investoren ist dabei entscheidend, ob das Team aus Kundensignalen lernt und ob sich eine Pipeline an qualifizierten Gesprächen abzeichnet. Ein überzeugender Pitch entsteht daher nicht allein durch PowerPoint-Ästhetik, sondern durch die Kette aus Problemverständnis, Proof-Ansatz und Glaubwürdigkeit bei der Umsetzung – und genau diese Kette wird im Female Founders Circle in der Zusammensetzung aus Erfahrungsberichten und offenem Austausch greifbar.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verhandlungsrealität: Viele Verhandlungen starten nicht mit dem finalen Angebot, sondern mit dem ersten „Ja, wir sollten das anschauen“ – und schon dort entscheidet sich, ob ein Deal später trägt. Im Programm werden deshalb unter anderem Themen angesprochen wie die Frage, worauf Investorinnen wirklich achten, und was ein Pitch über die reine Marktgröße hinaus leisten muss. Gerade in der frühen Phase zählt, ob eine Story klar macht, warum der Markt dieses Problem jetzt adressieren sollte. Ebenso wichtig ist, dass Gründerinnen selbstbewusst auftreten, ohne in Überversprechen oder Technik-Overload zu rutschen. Die Veranstaltung bietet dafür eine konkrete Bühne: Im offenen Austausch können Teilnehmende eigene Fragen stellen, sich mit anderen Gründerinnen vernetzen und direkt von den Erfahrungen anderer Frauen aus der Startup-Szene profitieren.
Historisch betrachtet haben sich Startup-Meetings stark verändert: Früher dominierten Demo-Tage mit Fokus auf Sichtbarkeit, heute verlangen viele Ökosysteme strukturierte Gespräche zu Validierung, Vertrieb und Kapitalbedarf. Der Female Founders Circle wirkt in diesem Spannungsfeld bewusst wie ein Bindeglied zwischen beiden Welten. Einerseits geht es um Sichtbarkeit und Empowerment, andererseits um operative Details wie den Kundenkontakt und die Qualität von Investorengesprächen. Diese Mischung ist gerade für Teams relevant, die nicht nur „irgendwann“ Kunden gewinnen wollen, sondern eine planbare Sequenz aus Outreach, Discovery, Lösungsvorschlag und Abschluss brauchen. Wer diese Sequenz intern nicht sauber formulieren kann, tut sich im Pitch oft schwer, weil sich die Argumentation dann nur auf Annahmen statt auf erprobte Schritte stützt.
Für Investorinnen wiederum verschiebt sich der Blick häufig von der Frage „Ist die Idee gut?“ hin zu „Ist das Team in der Lage, Tempo und Lernkurve zu erzeugen?“. Das klingt banal, hat aber praktische Konsequenzen: Investoren bewerten, wie schnell Gründerteams Feedback in Produktanpassungen übersetzen, wie sie mit Einwänden umgehen und ob ihre Kontaktstrategie qualifizierte Daten liefert. Wenn der erste Kundenkontakt gezielt geführt wird, ergeben sich nicht nur Testimonials, sondern auch konkrete Hinweise für Pricing, Onboarding und typische Kaufhemmnisse. Im Verlauf des Abends wird genau dieser Mechanismus als Erfahrungsschatz nutzbar gemacht: Er zeigt, wie Gründerinnen aus dem Alltag mit Kunden und aus Gesprächen mit Investorinnen ein konsistentes Bild formen können, das im Pitch standhält.
Für Teilnehmende mit technischen Projekten – ob datengetrieben, KI-gestützt oder im klassischen Software-Stack – ist der Mehrwert besonders dann hoch, wenn sie ihren Pitch als Lerninstrument begreifen statt als Endprodukt. Am Veranstaltungstag treffen sie auf einen Mix aus Perspektiven, der häufig die blinden Flecken in der eigenen Vorbereitung aufdeckt: Wo ist der Nutzen für die Zielgruppe konkret genug? Welche Fragen werden wahrscheinlich kommen, wenn Investorinnen nach dem Warum und nicht nur nach dem Was fragen? Und wie formuliert man Verhandlungssituationen so, dass aus Unsicherheit ein klarer nächster Schritt wird? Wer sich für den Female Founders Circle interessiert, sollte sich daher nicht nur auf die „Redezeit“ vorbereiten, sondern vor allem eigene Fragen zu Kundenkontakt, Investorensicht und Verhandlungsführung mitbringen.
Organisatorisch bietet der Event klare Rahmenbedingungen: Start ist am 10. November 2026 um 18:00 Uhr, Ende um 21:00 Uhr. Der Ort ist die SCE Creative Hall in der Heßstraße 89. Die Teilnahme ist als Anmeldung kostenlos angekündigt, wodurch sich auch für kleinere Teams mit begrenztem Budget der Zugang öffnet. Wer im Herbst 2026 an der Schwelle zur Skalierungsphase steht, findet hier eine Gelegenheit, konkrete Gesprächsführung, Pitch-Logik und Netzwerkaufbau in einem Abend zu verbinden. In einer Szene, in der Sichtbarkeit oft schnell zur Pflicht wird, kann genau diese Mischung aus Erfahrungsaustausch und konkreter Vorbereitung dabei helfen, aus ersten Gesprächen robuste nächste Schritte zu machen.
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