LONDON (IT BOLTWISE) – First Majestic veräußert die stillgelegte Silbermine San Martin in Mexiko für insgesamt 90 Millionen US-Dollar. Die Transaktion umfasst eine gestaffelte Zahlungsstruktur bis 2032 und überträgt alle ausstehenden Anteile an der Minengesellschaft, die die Mine hält. Laut Vereinbarung soll der Deal nach kartellrechtlicher Prüfung im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Für Investoren bedeutet das vor allem Liquidität und die Möglichkeit, Ressourcen in profitablere Projekte zu verlagern.

First Majestic Silver Corp. Setzt im mexikanischen Minenportfolio einen klaren Schnitt: Das Unternehmen verkauft die vollständig in seinem Besitz befindliche Silbermine San Martin für 90 Millionen US-Dollar. Die Mine liegt im Bergbaurevier San Martin de Bolaños im Bundesstaat Jalisco. Die Käuferseite ist das private mexikanische Unternehmen Flextronics Supply and Service, S. De R.L. De C.V. Aus Sicht der Kapitalmärkte ist vor allem die Höhe der Transaktionssumme sowie die Tatsache relevant, dass es sich um eine seit Juli 2019 stillgelegte Anlage handelt. Damit wird ein Kapitel abgeschlossen, das zuvor vor allem Kosten und Instandhaltung gebunden hat.
Strukturell ist die Vereinbarung so ausgelegt, dass First Majestic Liquidität zeitnah aufbauen kann, ohne den gesamten Wert sofort „abzugeben“. Der Gesamtbetrag von 90 Millionen US-Dollar beinhaltet eine Vorauszahlung von 2, 5 Millionen US-Dollar bei Abschluss der Transaktion sowie weitere 87, 5 Millionen US-Dollar in Form künftiger Zahlungen. Erwirbt Flextronics damit alle ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Minera El Pilon, S.A. De C.V., der Tochtergesellschaft, die die 100%ige Beteiligung an San Martin hält. Operativ entspricht das einem „Asset-to-Equity“-Übergang über die Gesellschaftsebene.
Die Zahlungsflüsse sind detailliert geplant und geben Einblick, wie Käufer und Verkäufer das Projektrisiko bewerten. Neben dem Betrag von 2, 5 Millionen US-Dollar bei Vertragsabschluss sind innerhalb von 180 Tagen nach Closing weitere 2, 5 Millionen US-Dollar vorgesehen. Danach folgen jährliche Zahlungen in Höhe von 10 Millionen US-Dollar für die nächsten fünf Jahre. Die Schlusszahlung wird auf den 31. August 2032 datiert. Für First Majestic kann diese Gliederung helfen, finanzielle Stabilität zu verbessern und die Planungssicherheit zu erhöhen, während Flextronics einen langfristigen Hebel auf die spätere Wertrealisierung behält.
Wie bei solchen Deals üblich, hängt der Vollzug von formalen Prüfungen ab. Der Abschluss ist an die Genehmigung der mexikanischen Kartellbehörde geknüpft; First Majestic erwartet, den Deal im vierten Quartal 2026 abzuschließen. Für Unternehmen im Rohstoffsektor ist das Kartellrecht vor allem deshalb wichtig, weil es sicherstellt, dass Markt- und Versorgungsstrukturen nicht unzulässig verdichtet werden. Gleichzeitig verweist die lange Phase im „Pflege- und Wartungszustand“ seit Juli 2019 auf eine technische Realität: Stillgelegte Bergwerke benötigen kontinuierliches Monitoring, um geotechnische Risiken, Infrastrukturzustand und regulatorische Auflagen im Griff zu behalten.
Strategisch passt der Schritt in eine Portfolio-Logik, die auch bei Wettbewerbern sichtbar ist. Größere Player wie Pan American Silver oder Endeavour Silver haben in den vergangenen Jahren regelmäßig nicht-kernige Assets geprüft, modernisiert oder abgestoßen, um Kapital in geprüfte Lagerstätten und effizientere Betriebsmodelle zu lenken. In diesem Kontext wirkt der Verkauf von San Martin wie eine Konzentration auf Standorte, die bereits in der Produktion stehen oder absehbar in die Gewinnzone führen. First Majestic nennt weiterhin aktive Minen wie Santa Elena, Los Gatos und San Dimas als Basis für Wachstum – ein Signal, dass das Unternehmen seine operativen Ressourcen nicht auf eine nicht fördernde Anlage ausrichten will.
Neben dem Marktargument gibt es einen technischen Vergleichspunkt: Der Aufwand für Wiederanlauf und die damit verbundenen Kosten unterscheiden sich stark von der Strategie „Projekte selektieren“. Während ein bestehender Produktionsstandort seine Wertschöpfung über laufende Fördermengen und bekannte Kostenstrukturen abbildet, ist die Reaktivierung einer stillgelegten Mine oft mit zusätzlichen Engineering- und Umweltauflagen verbunden. Für Käufer wie Flextronics, die Teil der Meridian Capital-Gruppe sind, könnte das attraktiv sein, weil sie – je nach Know-how und Finanzierung – gezielter in Wiederinbetriebnahme, Sicherheitskonzepte und Prozessoptimierung investieren können. Für First Majestic hingegen reduziert der Verkauf die Komplexität im Konzern.
Aus Expertensicht ergibt sich daraus vor allem ein Bilanz- und Kapitalallokationsvorteil: Der Erlös kann genutzt werden, um in Technologien zu investieren, die Effizienz und Ausbeute verbessern, etwa bei Förder- und Aufbereitungsprozessen oder bei Automatisierung und Qualitätsmonitoring in der Produktion. Gleichzeitig bleibt die Risikoexposition von First Majestic gegenüber einem Standort, der derzeit keine Erträge liefert, geringer. In der Gesamtschau verschiebt der Deal den Schwerpunkt auf Projekte, die schneller in Ergebnisse übersetzbar sind. Branchenanalysten erwarten deshalb häufig, dass solche Portfolio-Entscheidungen das Investmentprofil stabilisieren – nicht, weil Wachstum „automatisch“ steigt, sondern weil Cashflow-Planung und Kostenkontrolle besser steuerbar werden.
Für die Zukunft ist zudem entscheidend, wie der Käufer die Mine weiterführt. Da Flextronics Zahlungen über einen langen Zeitraum bis 2032 leistet, deutet das auf eine langfristige Werterwartung hin. Das kann bedeuten, dass San Martin entweder später wieder in Betrieb genommen wird oder die Beteiligung anderweitig entwickelt wird, etwa durch erneute geologische Bewertungen, die Optimierung von Fördermethoden oder eine effizientere Prozesskette. Für First Majestic heißt das: Der Konzern kann sich auf die nächste Projektphase konzentrieren, ohne parallel einen stillgelegten Standort „durchzuschleppen“. Gleichzeitig gilt weiterhin: Umwelt-, Sicherheits- und Genehmigungsanforderungen bleiben ein zentrales Regulierungsthema in Mexiko.
Unterm Strich ist der Verkauf der Silbermine San Martin für First Majestic ein pragmatischer Schritt, der Liquidität schafft und das Portfolio auf operativere Schwerpunkte ausrichtet. Die 90 Millionen US-Dollar sind dabei nicht nur ein isolierter Erlös, sondern eine Planungsgröße mit klaren Zahlungszeitpunkten. Wenn der Deal wie erwartet im vierten Quartal 2026 genehmigt und abgeschlossen wird, kann das Unternehmen in der Zwischenzeit seine Kapitalstrategie konsistent halten. Gleichzeitig bleibt für den Markt spannend, wie Flextronics San Martin technisch und wirtschaftlich wieder in den Wertstrom integrieren wird – denn genau dort entscheidet sich, ob der Käufer die stillgelegte Anlage zum Ergebnislieferanten macht.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "First Majestic verkauft Silbermine San Martin für 90 Millionen US-Dollar" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "First Majestic verkauft Silbermine San Martin für 90 Millionen US-Dollar" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »First Majestic verkauft Silbermine San Martin für 90 Millionen US-Dollar« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!