LONDON (IT BOLTWISE) – AVM verteilt kurz vor dem Wochenende neue Labor-Updates für FritzOS 8.40. Betroffen sind weitere FritzBox-Modelle, drei FritzRepeater sowie ein FritzMesh Set, die jeweils mit konkreten Verbesserungen und Fehlerbehebungen ausgestattet werden. Besonders bei der Stabilität im WLAN, bei der DECT-Audioverbindung und in der DNS-Filterung nennt AVM konkrete Anpassungen. Wer eine Beta testet, kann das Update entweder direkt in der Benutzeroberfläche anstoßen oder über die Labor-Webseite manuell installieren.

AVM bringt seine FritzOS 8.40-Dynamik weiter in Bewegung: Nachdem bereits in dieser Woche verschiedene Router mit Labor-Versionen versorgt wurden, rollt das Unternehmen zum Wochenabschluss erneut mehrere Beta-Updates aus. Im Fokus stehen diesmal nicht nur weitere FritzBoxen, sondern auch drei FritzRepeater sowie ein FritzMesh Set. Damit wächst die Zahl der Geräte, die im gleichen Software-Stand testen, was für Administratoren und Power-User vor allem eines bedeutet: Man kann Fehlerbilder konsistent über unterschiedliche Funk- und Netzwerkrollen hinweg beobachten.
Die aktuelle Beta trägt für die betroffenen Modelle jeweils eine eigene Versionskennung. Konkret erhalten FritzBox 5690 Pro (8.40-135932) und FritzBox 5590 Fiber (8.40-135922) die neue FritzOS-Variante. Bei der Repeater-Seite geht AVM ebenfalls in die Breite: FritzRepeater 6000 wird auf 8.40-136003 aktualisiert, FritzRepeater 3000 AX auf 8.40-135996 und FritzRepeater 1200 AX auf 8.40-135985. Komplettiert wird das Paket durch das FritzMesh Set 1600 mit der Version 8.40-135988.
Bei den beiden FritzBoxen fällt der Changelog laut AVM vergleichsweise schlank aus, dafür aber gezielt in Bereichen, die im Alltag häufig auffallen: Zum einen reduziert eine Optimierung der Kommunikation zwischen FritzBox und App die Wahrscheinlichkeit von Nachrichtenverlusten. Das ist besonders relevant, wenn Mobilgeräte in wechselnden WLAN-Umgebungen arbeiten oder Push- und Statusmeldungen zuverlässig ankommen sollen. Zum anderen hebt AVM die Audio-Anbindung von DECT-Telefonen mit der Einstellung „HD bevorzugt“ hervor: Die Verbindung soll künftig schneller zu anderen HD-Telefonen aufgebaut werden. Zusätzlich beseitigt die Beta einen Fehler, bei dem nach Aktivierung des DNS-Filters unter Umständen eine falsche Fehlermeldung bezüglich nicht ausreichendem Speicher erschien.
Die Repeater-Updates und das Mesh Set adressieren dagegen Stabilitäts- und Interoperabilitätsfragen, die typischerweise bei Mesh-Übergängen und wechselnden Funkbedingungen auftreten. AVM nennt mehrere Anpassungen: So soll die WLAN-Stabilität beim Wechsel der Verbindungseinstellungen besser werden, außerdem steigt die Systemstabilität generell. Darüber hinaus behebt die Beta zwei konkret beschriebene Probleme. Zum einen war in der Vergangenheit sporadisch keine Anmeldung von WLAN-Geräten über das 5-GHz-Band mehr möglich; zum anderen wurden WLAN-Namen mit bestimmten erlaubten Sonderzeichen nicht in der Stationsliste angezeigt. Genau diese Kombination aus „selten aber spürbar“ und „UI-/Verfügbarkeitsproblem“ macht Labor-Updates in Mesh-Setups besonders interessant, weil solche Symptome sonst schwer reproduzierbar bleiben.
Technisch steckt hinter diesen Punkten meist nicht ein einzelnes Feature, sondern eine Mischung aus Kommunikationsebene, Funk-Handling und Fehlerbehandlung. Wenn AVM die App-Kommunikation zwischen FritzBox und Mobilgerät optimiert, betrifft das typischerweise die Interaktion über die Netzwerkpfade und die Reihenfolge bzw. Zustandslogik von Nachrichten. Bei DECT wirkt sich eine schnellere Audioverbindung auf die Signalisierung und die Auswahl/Übergabe von Kommunikationsparametern aus. Im WLAN-Kontext sind Stabilität bei Übergängen und Anmeldefähigkeit über 5 GHz dagegen klassische Themen von Roaming-Entscheidungen, Treiber-/Stack-Interaktionen und Timing innerhalb des Funkcontrollers. Dass parallel auch die DNS-Filter-Fehlermeldung korrigiert wird, ist weniger „sichtbar“ als WLAN-Performance, verhindert aber im Support-Fall unnötige Fehlinterpretationen.
Für die Installation im Labor gibt AVM einen klaren Pfad vor. Wer bereits eine frühere Beta-Version auf FritzBox oder Repeater nutzt, kann das neue Update direkt über die Benutzeroberfläche suchen lassen. Wer dagegen von einer stabilen Firmware auf eine Labor-Version wechselt, findet die benötigten Dateien auf der Labor-Webseite, lädt das Zip-Archiv herunter und spielt die enthaltene Image-Datei im Router-Interface ein. Dabei wählt man in der Benutzeroberfläche „System“, anschließend „Update“ und dort den Reiter „FritzOS-Datei“ aus. Für die erste Beta-Installation empfiehlt AVM zudem, vorab sicherzustellen, dass die aktuellste stabile FritzOS-Version auf dem Gerät läuft.
Damit die Tests im Betrieb nicht unnötig riskant werden, rät AVM außerdem zum Anlegen einer Sicherung der Geräteeinstellungen. Das ist in der Praxis ein wichtiger Sicherheitsgurt: Sollte es nach dem Rollout zu unerwarteten Problemen mit der Test-Firmware kommen, lässt sich der vorherige Konfigurationszustand deutlich einfacher wiederherstellen. Gerade in Umgebungen, in denen Mesh-Komponenten bereits produktiv im Einsatz sind, kann diese Vorbereitung darüber entscheiden, ob ein Labor-Test vor allem Erkenntnisse liefert oder zusätzlich Aufwand durch manuelles Zurücksetzen erzeugt.
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