BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – FRITZ!OS 8.51 ist jetzt für die FRITZ!Box 5690 XGS verfügbar und baut auf FRITZ!OS 8.50 auf. Neu sind unter anderem Domain-Blockierung per DNS-Filterlisten, ein Smart-Check in der MyFRITZ!-App sowie eine automatische Priorisierung zeitkritischer Anwendungen. Ergänzt wird das Update durch FRITZ! Failsafe auch für FRITZ!Box-4G/5G-Modelle und eine Matter-Bridge-Funktion über die FRITZ!Box 5690 Pro. Nutzer erhalten zudem mit dem „Einfache Modus“ ein vereinfachtes Telefon-Menü inklusive SOS-Notrufkonzept.

Mit FRITZ!OS 8.51 rückt AVM gleich mehrere Themen zusammen, die im Alltag von Heimnetzbetreibern oft gleichzeitig relevant sind: Sicherheit, Bedienbarkeit und spürbarere Stabilität bei Anwendungen mit striktem Zeitbudget. Der Berliner Netzwerkspezialist hatte zuvor bereits Ende September mit der Auslieferung von FRITZ!OS 8.50 begonnen und nach einem mehrmonatigen Betatest die finale Betriebssystemaktualisierung nun auch für die FRITZ!Box 5690 XGS bereitgestellt. Für den konkreten Roll-out bedeutet das: Wer eine 5690 XGS einsetzt, erhält die Version 8.51 über die Aktualisierungsfunktion des Routers, während die in FRITZ!OS 8.50 gebündelten Neuerungen in den kommenden Wochen schrittweise für weitere aktuelle FRITZ!-Box- und FRITZ!-Repeater-Modelle folgen sollen.
Im Bereich „Sicherheit im Heimnetz“ setzt AVM dabei auf eine Funktion, die weniger nach reiner Firewall-Kosmetik aussieht, sondern gezielt den DNS-Zugriff betrifft. Mit FRITZ!OS 8.50 kann die FRITZ!Box den Zugriff von Heimnetzgeräten auf bestimmte Internetadressen (Domains) blockieren. Technisch verknüpft das Gerät dabei übliche Standards, um Listen unerwünschter Domainnamen einzulesen und zu verarbeiten. Praktisch erweitert das die Möglichkeiten von Anwendern, indem sie auf öffentlich verfügbare DNS-Filterlisten zurückgreifen können, um beispielsweise Werbung, Tracker und Schadsoftware auszufiltern – oder auch Phishing-Seiten, Botnet-Inhalte und andere unerwünschte Ziele. Sobald ein Gerät im Heimnetz eine gesperrte Adresse anfragt, blockiert die FRITZ!Box die Anfrage automatisch, ohne dass der Anwender jedes Ziel einzeln per App oder Browser-Aufruf manuell verwalten muss.
Daneben legt AVM den Fokus auf Transparenz und schnelle Umsetzung: Der neue Smart Check zeigt den aktuellen Zustand direkt auf dem Startbildschirm der MyFRITZ!-App. Nutzer finden dort in Themenkategorien wie Internet, Telefonie, Heimnetz, WLAN, LAN, USB, Smart Home und Sicherheit Hinweise, Empfehlungen und Warnungen – und das jeweils mit konkreten Hilfestellungen. Ein Beispiel aus den Versionsanmerkungen: Der Smart Check weist auf eine fehlende Mesh-Verbindung zu einem Repeater hin. Ebenso zeigt er, wie sich unerwünschte Anrufe zu Sonderrufnummern blockieren lassen. Gerade bei gemischten WLAN-Setups mit Mesh-Komponenten ist diese Art von Diagnose wertvoll, weil man Fehlerbilder schneller in verständliche Handlungsoptionen übersetzt. In der App wird der Smart-Check-Status auf einen Blick sichtbar; ein Tipp auf „Smart Check“ öffnet die vollständige Auswertung.
Für die Alltagsleistung kommt mit FRITZ!OS 8.50 außerdem eine doppelte Priorisierung hinzu, die nicht nur Geräte, sondern auch Anwendungen adressiert. Bisherige Gerätepriorisierung ergänzt AVM um eine automatische Priorisierung echtzeitrelevanter Anwendungen: Die FRITZ!Box erkennt Situationen wie Gaming oder Videokonferenzen automatisch und priorisiert diese innerhalb des Heimnetzes. Die Zielsetzung ist klar: Die Verbindung soll stabil bleiben, auch wenn parallel andere Geräte im Hintergrund laden oder streamen. Läuft bereits eine solche priorisierte Verbindung, erscheint die automatische Priorisierung direkt in der Benutzeroberfläche am jeweiligen Netzwerkgerät. Für Nachvollziehbarkeit und Fehlersuche kann sie noch bis zu 24 Stunden später nachvollzogen werden. Eingeführt wird die automatische Priorisierung nach Angaben des Herstellers in den kommenden Wochen für ausgewählte Modelle.
Auch die Ausfallsicherheit wird breiter gedacht. Mit FRITZ! Failsafe war die Idee schon länger: FRITZ!-Anwender bleiben im Problemfall online. Ab FRITZ!OS 8.50 lässt sich FRITZ! Failsafe nun auch auf FRITZ!Box-4G- und -5G-Modellen nutzen. Interessant ist dabei der technische Hebel: Diese Mobilfunkgeräte erhalten erstmals die Möglichkeit, einen Internetzugang über einen LAN-Anschluss zu verwenden – etwa über einen vorgeschalteten ONT an einem Glasfaseranschluss. Genau dadurch kann die Mobilfunkverbindung bei Störungen der Festnetzverbindung vorübergehend die Internetversorgung im Heimnetz übernehmen. Ergänzend geht AVM auf Bedienbarkeit in der Telefonie ein: Der neue „Einfache Modus“ reduziert die Menüführung auf das Wesentliche. Auswahltasten werden zu Schnellwahltasten, jede Taste kann mit einer Rufnummer oder Funktion belegt werden. Beim Sicherheits- und Komfortthema ergänzt ein integrierter SOS-Ruf das Paket: Bis zu vier Notfallkontakte lassen sich hinterlegen, die das Telefon im Ernstfall automatisch nacheinander kontaktiert; über Konfigurationen der Anrufintervalle soll so wertvolle Zeit gewonnen werden.
Im Smart-Home-Teil zeigt FRITZ!OS 8.50 zudem, wie sich Router-Funktionen zunehmend als Automatisierungs-Hub verstehen lassen. Smart Switches wie FRITZ!Smart Energy 200 und 210 sowie eine bald erscheinende smarte Indoor-Steckdose (FRITZ!Smart Energy 201) können ab FRITZ!OS 8.50 bei Überschreiten einer definierten Leistung nach einer festgelegten Dauer zur Sicherheit ausgeschaltet werden. Routinen wie „Haus verlassen“, „Nach Hause kommen“ oder „Urlaub“ lassen sich mit wenigen Klicks anlegen – und die Auslösung kann über Geofences erfolgen, die in der FRITZ!App Smart Home eingerichtet wurden. Künftig, mit dem nächsten Update für Routinen, sollen sich mehrere Auslöser kombinieren lassen, darunter auch Zonen, die per Smartphone definiert werden. So wird im Alltag etwa möglich, dass eine Routine erst dann aktiv ist, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben. Außerdem kann die FRITZ!Box 5690 Pro als Matter-Bridge eingesetzt werden, wodurch FRITZ!-Smart-Home-Geräte und kompatible Produkte anderer Hersteller, die an der FRITZ!Box 5690 Pro angemeldet sind, in ein bestehendes Matter-Netzwerk von Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa integriert werden; die Sprachsteuerung gehört in diesem Setup damit zum erwartbaren Komfortumfang.
Abgerundet wird die Veröffentlichung von FRITZ!OS 8.51 durch eine spürbare Erweiterung der abgedeckten Hardware: Neben der FRITZ!Box 5690 XGS gibt es laut Nachtrag nun auch die Freigabe für FRITZ!Box 7632 und FRITZ!Repeater 6000. Für IT-Verantwortliche in kleinen Unternehmen und für anspruchsvolle Heimanwender ist das relevant, weil ein stabiler Router-Betrieb selten isoliert betrachtet wird: DNS-Filter, Echtzeit-Priorisierung, Notfalltelefonie und Fallback-Internet greifen in der Praxis ineinander. Wer jetzt aktualisiert, bekommt damit nicht nur „mehr Funktionen“, sondern ein geschlossenes Maßnahmenpaket, das sowohl Sicherheitsanliegen als auch Performance und Ausfallszenarien im Heimnetz adressiert – und es dabei so operationalisiert, dass weniger manuelle Konfiguration nötig ist als in vielen fragmentierten Setups.
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