WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hat das Verbot für Scott Zuckerman, den Gründer von Support King, aufrechterhalten. Zuckerman, der durch eine Datenpanne in die Schlagzeilen geriet, darf keine Überwachungssoftware mehr vertreiben. Diese Entscheidung folgt auf einen Antrag Zuckermans, das Verbot aufzuheben, der jedoch abgelehnt wurde.

Die Entscheidung der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC), das Verbot gegen Scott Zuckerman aufrechtzuerhalten, hat in der Tech-Branche für Aufsehen gesorgt. Zuckerman, der Gründer von Support King und seinen Tochtergesellschaften SpyFone und OneClickMonitor, war 2021 von der FTC aus der Überwachungsindustrie verbannt worden. Diese Maßnahme folgte auf einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, bei dem sensible Daten von Kunden und deren Überwachungszielen offengelegt wurden.
Die FTC hatte Zuckerman untersagt, Überwachungssoftware zu bewerben oder zu verkaufen und verpflichtete ihn, alle von SpyFone gesammelten Daten zu löschen. Zudem musste er regelmäßige Sicherheitsprüfungen durchführen lassen. Trotz dieser strengen Auflagen versuchte Zuckerman, das Verbot im Juli 2026 aufheben zu lassen, was die FTC jedoch ablehnte.
Der Vorfall, der zu diesem Verbot führte, ereignete sich 2018, als ein Sicherheitsforscher eine ungesicherte Amazon S3-Bucket von SpyFone entdeckte. Diese enthielt hochsensible Informationen wie Selfies, Textnachrichten und Standortdaten, die für jedermann zugänglich waren. Insgesamt waren 44.109 E-Mail-Adressen betroffen, und die Daten stammten von über 3.600 Geräten, auf denen die Stalkerware installiert war.
In der Tech-Community wurde die Entscheidung der FTC begrüßt. Eva Galperin, eine Expertin für Stalkerware, äußerte sich positiv über die Aufrechterhaltung des Verbots. Sie betonte, dass Zuckerman offenbar gehofft hatte, die Vorfälle würden in Vergessenheit geraten. Doch die Enthüllungen von 2022, dass Zuckerman möglicherweise gegen das Verbot verstoßen hatte, zeigten, dass er seine Lektion nicht gelernt hatte.
Stalkerware-Apps ermöglichen es Nutzern, heimlich die Geräte ihrer Angehörigen auszuspionieren. Diese Praktiken sind nicht nur ethisch fragwürdig, sondern auch rechtlich umstritten. In den letzten acht Jahren wurden mindestens 26 Stalkerware-Unternehmen gehackt oder ließen sensible Daten ungeschützt im Netz. Diese Vorfälle verdeutlichen die anhaltenden Sicherheitsprobleme in der Branche.
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