WILDAU / LONDON (IT BOLTWISE) – Die FUSION 2026 bringt am 17. September 2026 im Luft- und Raumfahrtzentrum Wildau Akteure aus Startup, Wissenschaft, Mittelstand, Investoren und Politik zusammen. Im Fokus stehen Deep-Tech, Energy Transition sowie KI-gestützte Roll-Ups und Modelle für die Unternehmensnachfolge. Damit adressiert die Veranstaltung gleich mehrere Transformationsdruckpunkte, die in Brandenburgs Unternehmen gerade besonders spürbar sind. Parallel können Startups über die STAR*PARADE Pitch Stage ihre Geschäftsmodelle vor einer Jury präsentieren.

Die Frage, wie wissenschaftliche Innovationen schneller den Sprung vom Labor in echte Unternehmen schaffen, steht bei der FUSION 2026 nicht als abstraktes Leitmotiv auf dem Programm, sondern als roter Faden über mehrere Themenstränge hinweg. Die Veranstaltung lädt am 17. September 2026 ins Luft- und Raumfahrtzentrum Wildau ein und macht dort genau das möglich, was bei vielen Innovationsformaten sonst zu kurz kommt: direkte Kontaktpunkte zwischen Forschung und Marktreife, zwischen Kapital und Umsetzung sowie zwischen etablierten Betrieben und neuen Teamstrukturen. Wer sich mit Startup-Ökosystemen beschäftigt, kennt die klassische Lücke: Forschungsergebnisse sind technisch oft überzeugend, aber der Weg zur skalierbaren Wertschöpfung bleibt in der Praxis häufig zu lang oder zu fragmentiert. Genau diese Engstelle greift die FUSION unter dem Leitgedanken „Connecting the dots of Science, Innovation and Entrepreneurship in the Capital Region“ auf.
Brandenburg bringt dafür mehrere strukturelle Voraussetzungen mit, die sich im Programm sichtbar spiegeln. Der Text verweist ausdrücklich auf leistungsfähige Hochschulen und Forschungseinrichtungen, innovative Startups, Industrieunternehmen und einen starken Mittelstand. Gleichzeitig beschreibt er die Rahmenbedingungen, unter denen diese Akteure heute arbeiten: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern Geschäftsmodelle, die Energiewende zwingt zu neuen technologischen Lösungen, und in vielen mittelständischen Firmen steht in den kommenden Jahren ein Generationenwechsel an. Aus Tech-Sicht ist daran besonders relevant, dass es sich nicht um drei getrennte Herausforderungen handelt. Stattdessen entstehen Abhängigkeiten: Wer Energiesysteme dekarbonisieren will, braucht neue Betriebs- und Automatisierungslogiken; wer Nachfolge sichern will, muss gleichzeitig Prozesse und Datenströme modernisieren; und beides profitiert von KI-gestützten Ansätzen, die frühzeitig in Produkt- und Serviceentwicklung eingebunden werden.
Mit drei Zukunftsthemen setzt die FUSION genau an den Schnittstellen an, an denen Entscheider typischerweise Informationen suchen: Deep-Tech, Energy Transition sowie AI Roll-Ups & Unternehmensnachfolge. Im Deep-Tech-Track geht es laut Beschreibung um den Weg „vom Forschungsergebnis über die Ausgründung bis zum skalierbaren Unternehmen“. Das klingt zunächst nach einem klassischen Startup-nahen Pfad, gewinnt aber an Substanz, wenn man darunter die technischen und organisatorischen Schritte versteht: Ein Forschungsergebnis muss als Technologie so verdichtet werden, dass es sich testen, integrieren und wirtschaftlich vermarkten lässt. Für viele Teams ist das weniger ein reines „Beweisen“-Problem, sondern ein Transfer-Problem. Es braucht die Fähigkeit, aus Prototypen Produktions- und Deploymentszenarien zu machen, also auch Fragen wie Robustheit, Datengrundlage, Wartbarkeit und der passende Go-to-Market-Weg zu klären. Dass im Track Wissenschaftler, technologieorientierte Gründer, Investoren und Unternehmen gemeinsam diskutieren sollen, adressiert genau diese mehrseitige Logik.
Der Bereich Energy Transition konzentriert sich auf neue Technologien und Geschäftsmodelle rund um Energieversorgung und Dekarbonisierung – und macht dabei den Tempo-Aspekt zum Kern. Denn selbst wenn Lösungen technisch vorhanden sind, scheitert die Skalierung in der Praxis oft an der Frage, wie schnell sie in Unternehmen und industrielle Anwendungen gelangen. Genau dafür braucht es laut Programm nicht nur technische Kompetenz, sondern auch Übergänge zwischen Branchen, etwa von Pilotprojekten hin zu wiederholbaren Implementierungen. An dieser Stelle schließt der dritte Themenstrang an: AI Roll-Ups & Unternehmensnachfolge. Hier geht es um Unternehmensübernahmen und neue Konsolidierungsmodelle sowie um den Einsatz Künstlicher Intelligenz als zusätzlichen Hebel, um Perspektiven für die Nachfolge im Mittelstand zu schaffen. Besonders interessant ist dabei die Kombination aus Roll-up-Mechanik und KI: Konsolidierungen funktionieren nur, wenn Prozesse standardisiert werden können; KI kann helfen, Datenflüsse, Qualitätsmetriken oder Service-Workflows zu harmonisieren, sodass Unternehmen nach einer Übernahme nicht nur „zusammengezählt“, sondern operativ integrierbar werden.
Auch der Veranstaltungsort ist nicht nur Kulisse, sondern Teil der Transfer-Story. Die FUSION wird bewusst am Standort des Reaktor Wildau ausgerichtet. Genannt werden dabei die Nähe zur Technischen Hochschule Wildau, technologieorientierte Unternehmen in der Umgebung sowie die Lage beim Flughafen BER und die Einordnung zwischen Berlin und wirtschaftlichen Zentren Brandenburgs. Für Technologie-Events ist das ein wichtiger Punkt: Kurze Wege bedeuten weniger Reibungsverluste zwischen Gesprächsrunden, Terminen mit Gründern und spontanen Fachdiskussionen. Zudem will die Veranstaltung Akteure aus der gesamten Hauptstadtregion gezielt nach Brandenburg holen. Wer sowohl Venture- und Mittelstandslogik als auch Transferrealitäten abbilden will, braucht ein Setting, in dem Austausch nicht in reinen Networking-Floskeln endet, sondern in konkrete Folgeformate überführt wird.
Operativ startet die FUSION um 9:00 Uhr im Luft- und Raumfahrtzentrum Wildau. Nach dem Vormittagsprogramm auf der Main Stage folgen ab 13:00 Uhr parallele Deep Dive-Sessions zu Deep-Tech, Energy Transition sowie AI Roll-Ups & Nachfolge und außerdem die Pitch Stage. Dort kommt mit der STAR*PARADE Pitch Stage by Reaktor Wildau ein Format ins Spiel, das auf Sichtbarkeit und Anschlussfähigkeit setzt: Startups präsentieren ihre Geschäftsmodelle vor einer Jury und einem Publikum aus Investoren, Unternehmern und Akteuren des Innovationsökosystems. Erfolgreiche Teams können sich laut Beschreibung für das Finale der STAR*PARADE im November in Cottbus qualifizieren. Für Investoren und Unternehmensentscheider ist das relevant, weil Pitch-Kontexte häufig nur dann Wirkung entfalten, wenn sie sauber an die Themen passen, die im späteren Betrieb tatsächlich zählen – also Reifegrad, Marktannahme, technische Differenzierung und Umsetzbarkeit. Am späten Nachmittag wechselt die Veranstaltung dann in das Volkshaus Wildau, wo die FUSION auf das „Treffen der Generationen – Nachfolge im Dialog“ trifft.
Damit erweitert die FUSION den Blick über das reine Startup-Spektrum hinaus. Das „Treffen der Generationen – Nachfolge im Dialog“ wird gemeinsam von IHK und Handwerkskammern getragen, wodurch die Nachfolgeperspektive aus dem Mittelstand heraus geerdet wird. Genau hier kann der KI-Teil des Programms besonders praktisch werden: Nicht jede KI-Initiative passt direkt in ein Nachfolgeprojekt, aber KI-gestützte Automatisierung, Prozessanalyse oder datenbasierte Entscheidungsunterstützung können die Reibung in Übergaben messbar reduzieren. Das Programm kündigt außerdem ein gemeinsames Abschlusspanel zum Thema „AI Driven Roll Ups als alternative Strategie zur Nachfolgesicherung“ sowie anschließendes Networking an, das Startup-, Investment- und Mittelstandsszenen zusammenbringen soll. Für Brandenburgs Unternehmen ist das ein starkes Signal, weil Nachfolge in der Praxis selten nur eine rechtliche oder organisatorische Frage ist. Sie ist häufig auch eine Produkt- und Technologiefrage: Welche Fähigkeiten bleiben erhalten, welche werden neu aufgebaut, und wie wird die Transformation trotz Eigentümerwechsel fortgesetzt.
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