LONDON / LONDON (IT BOLTWISE) – Samsung bringt mit der Galaxy Watch9 und der Galaxy Watch Ultra2 zwei neue Smartwatches in den Handel. Auf dem Unpacked-Event in London kündigte der Hersteller den Wechsel zu einem Qualcomm-Chip an, der mehr Rechenleistung bereitstellen und KI direkt auf dem Gerät ermöglichen soll. Zusätzlich erhöht Samsung die Akkukapazität spürbar, ohne die Gehäuse größer zu machen. Wer vorbestellt, kann sich bis zum 27. Juli mit einem Rabattcode 15 Prozent sichern.

Samsung hat auf seinem Galaxy Unpacked-Event in London am 22. Juli nicht nur neue faltbare Geräte vorgestellt, sondern auch die nächste Generation seiner Galaxy-Watch-Familie auf die Bühne gebracht: die Galaxy Watch9 und die Galaxy Watch Ultra2. Für Käufer ist dabei weniger der klassische „Smartwatch-Update-Zyklus“ entscheidend, sondern die Richtung, die Samsung mit dem Plattformwechsel einschlägt. Denn beide Modelle setzen künftig auf einen Qualcomm-Prozessor statt auf Samsungs hauseigenen Exynos-Chip, was in der Praxis vor allem die Frage nach Leistung, Energieprofil und der Art der KI-Workloads beantwortet, die direkt auf der Uhr laufen können.
Der zentrale Architekturpunkt ist der Einsatz des Snapdragon Wear Elite. Samsung positioniert den Chip explizit als Grundlage für mehr Rechenpower und dafür, mehr Künstliche Intelligenz direkt auf den Geräten auszuführen. Genau hier trennt sich der Mehrwert gegenüber rein cloudbasierten Ansätzen: On-Device-KI kann Reaktionszeiten verkürzen, reduziert die Abhängigkeit von Netzwerkverbindungen und vereinfacht datenschutzfreundlichere Betriebsmodelle, weil weniger Rohdaten extern verarbeitet werden müssen. Technisch bedeutet das typischerweise, dass zumindest Teile der Inferenz – etwa für intelligente Fitness-Analysen oder Kontext-Erkennung – in eine dedizierte Laufzeitumgebung auf dem Wearable verlagert werden. Für Unternehmen ist das auch strategisch relevant: Je mehr Funktionen lokal laufen, desto weniger müssen sie sich bei Flotten- oder Unternehmenseinsatz auf stabile Mobilfunk- oder WLAN-Anbindungen verlassen.
Auch beim Thema Energiehaushalt setzt Samsung einen Akzent, obwohl das Design in den Dimensionen nach außen stabil bleibt. Laut Meldung wurde die Akkukapazität bei beiden Modellen „spürbar“ aufgestockt, ohne dass die Gehäuse dafür wachsen. Besonders bemerkenswert ist, dass die Galaxy Watch Ultra2 sogar rund 2 Millimeter dünner geworden ist. Dieser Widerspruch – mehr Laufzeit bei weniger Bautiefe – deutet darauf hin, dass Samsung neben der reinen Zellkapazität auch Effizienzgewinne in der Hardware- und Software-Pipeline adressiert. In der Produktentwicklung ist das häufig ein Mix aus optimierten Display-Power-Modi, angepasstem Scheduling für Hintergrundprozesse und einer besseren Lastverteilung zwischen Sensorik, Signalverarbeitung und CPU/GPU-Domänen.
Damit rückt die Ultra2 auch stärker in Richtung aktiver Outdoor- und Wassernutzung. Samsung schreibt, dass die Uhr jetzt auch zum Tauchen geeignet ist. Für Nutzer heißt das: Der Mehrwert der „Ultra“-Positionierung ist nicht nur die Robustheit nach außen, sondern die praktische Erweiterung um klar definierte Einsatzszenarien, bei denen Wasserdichtigkeit und Belastbarkeit entscheidend sind. Gleichzeitig ist gerade bei Wearables die Kombination aus Echtzeit-Sensorik (z. B. für Aktivitäts- und Gesundheitsfunktionen), dichten Rechenaufgaben und hoher Energieeffizienz ein Balanceakt. Wenn der Snapdragon Wear Elite gleichzeitig mehr Rechenleistung liefert und KI-Elemente lokal ermöglicht, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Samsung die Rechenlast intelligenter taktet, um Temperaturspitzen und unnötige CPU-Zyklen zu vermeiden.
Während die technischen Änderungen vor allem für Technikfans relevant sind, entscheidet der Kaufpreis darüber, ob der Sprung tatsächlich viele Nutzer erreicht. Für Vorbestellungen startet Samsung ab sofort mit der Galaxy Watch9 bei 409 Euro und der Galaxy Watch Ultra2 bei 749 Euro. Noch stärker ins Gewicht fällt aber der aktuelle Rabattmechanismus: Mit dem Code „netzweltz8“ sollen sich 15 Prozent Preisnachlass sichern lassen, gültig bis zum 27. Juli. Die genannten Beispielpreise zeigen, wie sich der Rabatt konkret auswirkt: Die Galaxy Watch Ultra2 wird bereits ab 636,65 Euro gelistet, die Watch9 ab 347,65 Euro. In der Praxis ist das ein wichtiger Hebel, weil Wearables häufig erst dann „breiter“ gekauft werden, wenn das Gesamtpaket aus Hardware-Upgrade und Preisniveau stimmt.
Unternehmensseitig lässt sich aus der Kombination aus Qualcomm-Plattform, mehr On-Device-KI und verbessertem Energieprofil eine klare Linie ableiten: Smartwatches werden zunehmend zu Edge-Geräten. Das bedeutet, dass sie nicht nur Statusdaten übertragen, sondern als eigenständige Rechner funktionieren, die Muster erkennen, Ereignisse bewerten und Inhalte anpassen – etwa bei Training, Gesundheitsindikatoren oder personalisierten Benachrichtigungen. Genau in diesem Feld können Architekturentscheidungen wie der Wechsel von Exynos zu Snapdragon langfristig Wirkung entfalten, weil Tools, Entwickler-Ökosysteme und Laufzeitmodelle auf bestimmte Hardware-Spezifika optimiert werden. Für Samsung ist der Schritt zudem ein Signal, dass der Hersteller Rechen- und KI-Fähigkeiten stärker „plattformgetrieben“ ausbaut, statt ausschließlich auf eigene Chip-Iterationen zu setzen.
Für Käufer bleibt zuletzt die „Timing“-Frage. Der Rabatt ist zeitlich begrenzt bis zum 27. Juli, während Vorbestellungen ab sofort möglich sind. Wer die neuen Funktionen insbesondere im Alltag testen will – etwa die erwartete Performance-Verbesserung durch mehr Rechenpower und die konkrete Form der On-Device-KI – profitiert oft davon, früh zuzugreifen, weil erste Software-Updates die Anfangsphase glätten können. Gleichzeitig sollten Interessenten die Laufzeit realistisch im Blick behalten: Akkukapazität bedeutet immer auch, dass Display, Sensorik und KI-Funktionen im Tagesprofil unterschiedlich stark beansprucht werden. Mit den angekündigten Effizienz- und Kapazitätsanpassungen versucht Samsung genau diesen Praxisfaktor zu verbessern – und macht damit die Galaxy Watch9 sowie die Galaxy Watch Ultra2 zu einem Upgrade, das nicht nur „mehr Funktionen“ verspricht, sondern auf ein messbares Nutzererlebnis zielt.
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