LONDON (IT BOLTWISE) – Der Forensik-Anbieter Magnet Forensics stellt offenbar mit „GrayKey Preserve“ eine neue Hardware und einen Beweissicherungsmodus vor. Damit soll sich der automatisch ausgelöste iPhone-Neustart nach 72 Stunden ohne Entsperren aushebeln lassen. Das Ziel ist, den entsperrten Systemzustand im Arbeitsspeicher länger im Zugriff zu halten und dadurch Datenextraktion zu erleichtern. Unabhängige Tests stehen bislang aus und die technische Umsetzung bleibt nach den vorliegenden Angaben unklar.

GrayKey Preserve: Neue Methode soll iPhones nach 72 Stunden entsperrt halten
GrayKey Preserve: Neue Methode soll iPhones nach 72 Stunden entsperrt halten (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die Diskussion um GrayKey bekommt neue Dynamik: Nach Angaben aus einem Schulungsvideo für Ermittler soll das Unternehmen mit „GrayKey Preserve“ einen Mechanismus bereitstellen, der iPhones nicht nur für die Erstentsperrung, sondern danach möglichst lange in einem zugriffsnahen Zustand hält. Zentral ist dabei Apples Sicherheitslogik auf aktuellen iOS-Versionen: Das System macht nach einer bestimmten Leerlaufzeit einen Neustart, der einen Sicherheitsübergang auslöst. Wenn dieser Übergang gezielt verzögert oder „eingefroren“ werden kann, verändert sich das Zeitfenster, in dem ein forensisches Tool ohne erneute Benutzerauthentifizierung an sensible Zustände und Schlüsselmaterial herankommt.

Technisch bezieht sich die Meldung auf den Wechsel zwischen zwei Modi, die in der iOS-Terminologie eng mit dem Entsperrverlauf verbunden sind. Nach dem ersten Entsperren befindet sich das Gerät im Zustand „After First Unlock“ (AFU). Wird das iPhone anschließend 72 Stunden lang nicht erneut entsperrt, startet iOS gemäß Berichten selbstständig neu und versetzt das Gerät in den Zustand „Before First Unlock“ (BFU) zurück. Der Schutzgedanke dahinter ist vergleichsweise klar: Während im AFU-Zustand kryptografische Schlüssel im Arbeitsspeicher verbleiben, sollen sie im BFU-Zustand bis zur erneuten Passcode-Eingabe nicht mehr zugänglich sein. Genau hier würde „GrayKey Preserve“ ansetzen, indem es den AFU-Zustand dauerhaft konservieren soll.

Laut den Herstellerangaben in dem Schulungsmaterial soll GrayKey Preserve den entsperrten Zustand im AFU-Fenster „einfrieren“ und auch über Ereignisse wie Neustarts, automatische Speicherwartungen oder sogar einen Stromausfall hinweg erhalten. Für Ermittlungspraktiker ist das vor allem deshalb relevant, weil forensische Workflows häufig eine zeitliche Lücke zwischen dem ersten Zugriff und der eigentlichen Datensicherung haben. Wenn Schlüssel oder zustandsbezogene Informationen über diese Lücke hinweg verfügbar bleiben, könnten Analyse und Extraktion vereinfacht werden, ohne dass zusätzliche Anmeldedaten eingegeben werden müssten. Gleichzeitig bleibt offen, ob das Einfrieren ausschließlich auf einen Teil der Schlüssel- und Zustandsdaten abzielt oder ob es eine breitere Sicherheitskette umfasst, die typischerweise an App-Lifecycle-Events, Hintergrundprozesse und OS-interne Timer gekoppelt ist.

Ergänzend soll ein Beweissicherungsmodus auch auf bestehenden GrayKey-Geräten wirken. Der Kern des Versprechens: Daten, die iOS normalerweise automatisch entfernt oder überschreibt, sollen in einer Art „unbegrenztem“ Zugriff bzw. einer späteren Wiederherstellung konserviert werden können. Genannt werden dabei zwischengespeicherte Standortdaten, kürzlich gelöschte Fotos sowie iMessage-Nachrichten. In der Praxis ist diese Art von Aussicht heikel, weil sie nicht nur die technische Hürde (Zugriff auf entsperrte Zustände) betrifft, sondern auch das Timing der Datenlebenszyklen: Viele dieser Artefakte unterliegen eigenen Aufbewahrungs- und Aufräummechanismen. Ohne eine präzise Spezifikation, welche Dateisystembereiche, Datenbanken oder Schlüsselzustände betroffen sind, lässt sich die tatsächliche Effektivität auf neuen Geräten nicht verlässlich abschätzen.

Aus der Sicherheitsforschung kommt zugleich eine deutliche Bremse gegenüber vorschnellen Schlussfolgerungen. Die iPhone-Sicherheitsforscherin Jiska Classen vom Hasso-Plattner-Institut stuft die Entwicklung nach den vorliegenden Informationen als potenziell sehr bedeutend ein, bewertet die aktuellen Hinweise aber als nicht ausreichend. Als Hypothese deutet sie an, dass Magnet Forensics möglicherweise die interne Systemuhr manipulieren oder Hintergrundprozesse anhalten könnte, die den Ablauf von Datenfristen steuern. Diese Einordnung ist aus technischer Sicht plausibel: Ein „Einfrieren“ kann auf mehreren Ebenen umgesetzt werden – etwa durch Zeitmanipulation, selektives Stoppen von Services oder durch ein gezieltes Verhalten gegenüber iOS-eigenen Schutzroutinen. Entscheidend ist jedoch, dass bislang keine unabhängige Demonstration vorliegt und Magnet Forensics die Methode nicht offiziell bestätigt hat.

Für den Markt und die IT-Sicherheitspraxis bedeutet das: Auf der einen Seite verschiebt sich der Fokus von „Wie schnell gelingt die Erstentsperrung?“ hin zu „Wie lange bleibt ein Zugriff technisch nutzbar, bevor das Betriebssystem Sicherheitszustände zurücksetzt?“. Genau diese zweite Frage wird mit „GrayKey Preserve“ adressiert, zumindest nach den vorliegenden Angaben. Auf der anderen Seite zeigt die Debatte, wie wichtig die eigene Gerätekonfiguration bleibt: Apples Schutzarchitektur ist nicht nur ein internes Räderwerk, sondern hängt auch an Nutzer- und Geräteeinstellungen, die nach Updates häufig übersehen werden. Unternehmen, Behörden und auch einzelne Nutzer stehen damit vor einem doppelten Anspruch: Sie müssen sowohl Phasen der Gerätesicherheit verstehen als auch die Risiken durch forensische Werkzeuge realistisch einordnen.

Offen bleibt zudem, welche technischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen: kompatible iPhone-Modelle, betroffene iOS-Versionen, genaue Implementierungsschritte und die Wirksamkeit auf dem aktuellsten Stand. Berichtet wird auch, dass Anfragen an Apple und Magnet Forensics unbeantwortet blieben und keine öffentliche Stellungnahme von Apple vorliegt. Als Gegenmaßnahme gelten iOS-Updates zwar als wahrscheinlich, aber ohne Details ist unklar, ob Schutzmechanismen bereits vorbereitet wurden oder erst mit einem späteren Patch nachgereicht werden. Für Teams in IT-Security und Digital Forensics heißt das vor allem eines: Solche Claims sollten bis zu belastbaren Tests als technische Hypothese behandelt werden – zugleich sollten Verteidiger die zugrunde liegenden Konzepte wie AFU/BFU-Übergänge und Datenlebenszyklen aktiv in ihre Threat-Modelle einbauen, weil sich gerade dort entscheidet, wie lange ein kompromittierender Zugriff praktisch verwertbar ist.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - GrayKey Preserve: Neue Methode soll iPhones nach 72 Stunden entsperrt halten - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "GrayKey Preserve: Neue Methode soll iPhones nach 72 Stunden entsperrt halten".
Stichwörter AI Apple Arbeitspeicher Artificial Intelligence Beweissicherung Entsperren Forensik Graykey IOS KI Kryptografie Künstliche Intelligenz Mobile Security Schlüssel Untersuchung
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Ripple gründet XRP Asia in Singapur – mehr Zahlungen ab 2027


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "GrayKey Preserve: Neue Methode soll iPhones nach 72 Stunden entsperrt halten" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "GrayKey Preserve: Neue Methode soll iPhones nach 72 Stunden entsperrt halten" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »GrayKey Preserve: Neue Methode soll iPhones nach 72 Stunden entsperrt halten« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.844 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs