LONDON (IT BOLTWISE) – In Großbritannien wird intensiv über ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren diskutiert. Nach einer Abstimmung im Oberhaus, die eine deutliche Mehrheit für eine entsprechende Gesetzesänderung ergab, wächst der Druck auf die Regierung, Maßnahmen zu ergreifen. Die Debatte wird durch prominente Unterstützung, wie die des Schauspielers Hugh Grant, weiter angeheizt.

In Großbritannien steht die Diskussion über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren im Mittelpunkt der politischen Debatte. Nach einer Abstimmung im Oberhaus, bei der eine deutliche Mehrheit für eine entsprechende Gesetzesänderung stimmte, wächst der Druck auf die Regierung, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Diese Gesetzesänderung wird von prominenten Persönlichkeiten wie dem Schauspieler Hugh Grant unterstützt, was der Debatte zusätzliche Aufmerksamkeit verleiht.
Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer zeigt sich in dieser Frage zurückhaltend. Obwohl sie nicht mehr vollständig gegen ein Verbot ist, setzt sie zunächst auf eine dreimonatige Konsultationsphase. In dieser Zeit sollen die Vor- und Nachteile eines Verbots sowie alternative Möglichkeiten zur Einschränkung der Social-Media-Nutzung durch Kinder und Jugendliche geprüft werden. Diese abwartende Haltung steht im Kontrast zu den Entwicklungen in Australien, wo bereits ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wurde.
Australien, das ebenfalls zum britischen Commonwealth of Nations gehört, hat im Dezember ein Gesetz eingeführt, das die Nutzung von Social Media durch Kinder und Jugendliche erheblich einschränkt. Seit der Einführung des Gesetzes wurden nach Angaben der australischen Regierung über 4,7 Millionen Accounts von Kindern und Jugendlichen deaktiviert, gelöscht oder eingeschränkt. Diese drastischen Maßnahmen zeigen, dass eine nationale Umsetzung möglich ist, auch wenn sie in einem europäischen Kontext, wie in Deutschland, aufgrund des Binnenmarktes schwieriger wäre.
Die Abstimmung im britischen Oberhaus bezog sich auf einen Änderungsantrag zum Gesetzesvorschlag „Children’s Wellbeing and Schools Bill“, der insbesondere den Kinderschutz stärken soll. Mit einem Ergebnis von 261 zu 150 Stimmen muss der Antrag nun vom Unterhaus geprüft werden. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wären Social-Media-Anbieter verpflichtet, innerhalb von zwölf Monaten hochwirksame Altersüberprüfungen durchzuführen. Diese Maßnahmen könnten weitreichende Auswirkungen auf die Nutzung von Social Media durch junge Menschen haben und die Diskussion über den Schutz von Kindern im digitalen Raum weiter anheizen.
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