LONDON (IT BOLTWISE) – Der Startup Hiyd bringt ein schlankes Sensor-Disc-Konzept auf den Markt, das an die Rückseite einer bestehenden Uhr geklebt werden soll – aber ohne Magnet oder Kleber. Stattdessen setzt das Team auf Microsuction, bei der ein texturiertes Silikon mit winzigen Lufttaschen beim Anpressen einen Unterdruck erzeugt. Der Sensor misst biometrische Daten, synchronisiert sie per App und nutzt KI, um Aktivitäts- und Schlafmuster aus gelabelten Trainingsdaten zu lernen. In den Vorbestellungen wurden laut Unternehmensangaben bereits mehr als 16.000 Deposits gesammelt.

Wer täglich seine Uhr trägt, kennt das Problem: Fitness-Tracker sind funktional, aber oft sperrig – und sie wirken am Handgelenk wie ein zweites Gerät statt wie ein Teil des eigenen Stils. Genau hier setzt Hiyd an. Das Startup will Health Tracking „unsichtbar“ machen, indem es nicht die komplette Uhr ersetzt, sondern einen sehr flachen Sensor an die Rückseite der bestehenden Smartwatch oder analogen Uhr koppelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, dass sich Sensorik und Uhrmechanik nicht gegenseitig stören sollen, insbesondere dort, wo Magnetfelder oder Klebstoffe bisher als Kompromiss ins Spiel kamen.
Technisch betrachtet nutzt Hiyd eine Verbindung über Microsuction. Laut Gründer Salah Batroukh besteht das Material im Kern aus einem texturierten Silikon mit hunderten winzigen Taschen pro Quadratzoll, das als flexible Folie geformt wird. Wenn der Sensor an die Uhr gedrückt wird, verdrängt er die Luft aus diesen Taschen – ähnlich wie eine kleine Saugnapf-Wirkung, jedoch hochskaliert. Wichtig ist die Kombination aus Halt und Entnehmbarkeit: Der Grip soll vor allem Scherspannungen abfangen, sich aber durch ein kontrolliertes „Aufhebeln“ wieder lösen lassen. Damit bleibt die Uhrmechanik unberührt, die bei vielen Designs über Magnete und deren Positionierung funktioniert.
Die Hardware-Datenlage wirkt bewusst „uhrverträglich“: Der Sensor selbst ist 2,7 mm dick und wiegt 7 Gramm. Die eigentliche Microsuction-Schicht soll extrem flach ausfallen, mit einer angegebenen Stärke von 0,3 mm. Dazu kommt ein Messansatz, der an gängige Wearables angelehnt ist: Hiyd erfasst unter anderem Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Sleep Staging, Bewegungsdaten, verbrannte Kalorien sowie Schätzungen des VO2 max. Anschließend synchronisiert der Sensor die Werte in eine iOS- oder Android-App, die die Daten nicht nur darstellt, sondern sie auch in verwertbare Muster übersetzen soll.
Damit die KI-gestützte Auswertung funktioniert, trainiert Hiyd die Modelle mit selbst generierten Aktivitätsdaten. In der Darstellung des Gründers wird das Vorgehen konkret: Das Team filme sich bei verschiedenen Aktivitäten und labelt die so entstehenden Datensätze – etwa zwischen Gehen, Joggen und Laufen. Der Kern der Begründung ist dabei weniger „magische Modellleistung“, sondern Datenanalyse: Der Ansatz zielt darauf, in den gelabelten Datensätzen möglichst schnell heuristische Auswertungslogik in KI-Parameter zu überführen, statt nur auf starre Regelwerke zu setzen. Diese Kombination aus physikalisch sauberer Sensoranbindung und modellbasierter Einordnung ist für ein Add-on an einer bestehenden Uhr besonders relevant, weil Nutzer keinen zusätzlichen Sensorplatz aufgeben oder ihr Handgelenk neu „kalibrieren“ möchten.
Auch bei der App verschiebt Hiyd den Fokus weg vom reinen Kalorienzählen hin zu Kontext und Wirkung. Statt jedes Essen als Zahl zu katalogisieren, geht es laut Ankündigung darum, Hinweise zu liefern, wie Essgewohnheiten Schlafqualität und Trainingsleistung beeinflussen. Das Beispiel aus der Beschreibung ist typisch für eine personalisierte Empfehlungsklasse: Wenn jemand an Tagen abends um 22 Uhr statt morgens um 10 Uhr trainiert, könnte die Schlafqualität schlechter ausfallen – und zwar nicht als generische Regel, sondern als Muster, das sich auf die eigenen Verläufe bezieht. Ein weiteres Szenario nennt weniger tiefen Schlaf nach einer späten Nachspeise, verbunden mit der Idee, dass Zucker die Regeneration zeitlich verschiebt; genau diese Art von „Ursache-Wirkungs“-Hypothesen ist der Zielpunkt, den die App abdecken soll.
Dass das Projekt überhaupt so nah an der Hardware-Ästhetik arbeitet, hängt auch mit dem Profil des Teams zusammen. Batroukh war rund sieben Jahre als Manufacturing-Design-Engineer bei Apple tätig und beschreibt dabei den Wunsch, weniger Produkte zu bauen, „die ein Apple-Produkt“ sind, sondern stärker an die Kundenperspektive zurückzukehren. Auf der technischen Seite bringt Omar Shakir als CTO mechanische Erfahrung ein, während Mahamad Charawi die Softwareführung übernimmt; in der Darstellung wird zudem erwähnt, dass Charawi zuvor ein Startup mitinvestiert und als Co-Lead mit aufgebaut hat. Für das aktuelle Go-to-Market wird Hiyd zunächst auf einer großen Startup-Showcase-Bühne präsentiert und konkurriert dabei als eines der Top-Unternehmen im Rahmen eines Gründerwettbewerbs. Parallel läuft die nächste Finanzierungs- und Validierungsstufe: Im November soll ein Kickstarter-Start folgen, und bislang sollen laut Unternehmensangaben bereits über 16.000 Menschen Deposits hinterlegt haben, um die ersten Einheiten zu sichern.
Für die Marktstellung ist entscheidend, dass Hiyd das Wearable-Problem nicht über zusätzliche Geräte löst, sondern über eine neue Kopplungslogik: Eine Sensorplatte, die dünn genug ist, um nicht wie ein Fremdkörper zu wirken, und die sich ohne Kleber und ohne die üblichen magnetischen Eingriffe an die Uhr bindet. Genau diese „Formfaktor-Rückkopplung“ könnte für Unternehmen und Entwickler interessant werden, die Gesundheitssensorik modular anbieten wollen – von Softwarehäusern, die App-Funktionen auf mehrere Hardwarevarianten portieren, bis zu Zulieferern, die an Microsuction-Mechaniken für Alltagsprodukte weiterbauen. Gleichzeitig bleibt der Praxistest abzuwarten: Wie zuverlässig die Messqualität im Alltag bei variierenden Tragepositionen, Untergrundflächen und langfristigem Sitz bleibt, wird am Ende darüber entscheiden, ob das Konzept von „cooler Add-on-Idee“ zu einem wiederkehrend genutzten Gesundheitswerkzeug wird.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Hiyd: Unsichtbares Health-Tracking mit Microsuction am Smartwatch-Backplate" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Hiyd: Unsichtbares Health-Tracking mit Microsuction am Smartwatch-Backplate" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Hiyd: Unsichtbares Health-Tracking mit Microsuction am Smartwatch-Backplate« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!