SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – Science Corporation, ein Startup unter der Leitung von Max Hodak, bereitet sich darauf vor, seine erste biohybride Schnittstelle in ein menschliches Gehirn zu implantieren. Diese Technologie könnte die Art und Weise, wie wir mit Computern interagieren, revolutionieren und neue Möglichkeiten für die Behandlung neurologischer Erkrankungen eröffnen.

Science Corporation, das von Max Hodak gegründete Startup, steht kurz davor, seine erste biohybride Gehirn-Computer-Schnittstelle in einem menschlichen Gehirn zu testen. Diese bahnbrechende Technologie könnte die Art und Weise, wie wir mit Computern interagieren, grundlegend verändern. Dr. Murat Günel, ein führender Neurobiologe und Vorsitzender der Neurochirurgie an der Yale Medical School, wird die ersten klinischen Studien in den USA leiten.
Die Vision von Hodak, der zuvor Neuralink mitbegründete, geht über die Behandlung von Krankheiten hinaus. Er strebt an, die Kommunikation zwischen Gehirn und Computer zu verbessern und sogar neue Sinne zu schaffen. Science Corporation hat kürzlich eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, die das Unternehmen mit 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Ihr fortschrittlichstes Produkt, PRIMA, zielt darauf ab, das Sehvermögen bei Menschen mit Makuladegeneration wiederherzustellen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die elektrische Impulse über Metallsonden verwenden, verfolgt Science einen organischen Ansatz. Die biohybride Schnittstelle kombiniert laborgezüchtete Neuronen mit Elektronik, um eine natürliche Verbindung zum Gehirn herzustellen. Diese Neuronen können durch Lichtimpulse stimuliert werden und sollen sich nahtlos in das neuronale Netzwerk des Patienten integrieren.
Die bevorstehenden klinischen Studien werden sich zunächst auf die Sicherheit und Wirksamkeit des Sensors konzentrieren, der ohne die eingebetteten Neuronen getestet wird. Der Sensor wird auf der Hirnrinde platziert, um Gehirnaktivitäten zu messen. Diese Technologie könnte nicht nur bei der Behandlung von neurologischen Erkrankungen helfen, sondern auch neue Wege zur Überwachung und Stimulation von Gehirnaktivitäten eröffnen.
Dr. Günel sieht großes Potenzial in dieser Technologie, insbesondere für die Behandlung von Krankheiten wie Parkinson. Derzeitige Behandlungen wie tiefe Hirnstimulation und Zelltransplantationen haben sich als unzureichend erwiesen, um das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen. Die Kombination von Elektronik und biologischen Systemen könnte jedoch einen entscheidenden Fortschritt darstellen.
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