CAMBRIDGE / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein MIT-Forschungsteam schlägt eine Erklärung für die rätselhaften roten Punkte vor, die seit dem Start des James-Webb-Weltraumteleskops in Aufnahmen des frühen Universums auffallen. Die Objekte sollen demnach keine normalen Sterne oder Galaxien sein, sondern „Schwarzloch-Sterne“: Schwarzes Loch plus dichte Gashülle. Das erste identifizierte Kandidatenobjekt aus einer Zeit, als das Universum nur wenige hundert Millionen Jahre alt war, soll die Leuchtkraft der Sonne um das 100-Milliardenfache übertreffen. Eine Simulation und ein charakteristischer Balmer-Break sprechen für dieses Modell – andere Gruppen prüfen jedoch weiter alternative Ansätze.

JWST-Rätsel um rote Punkte: MIT erklärt sie als Schwarzloch-Sterne
JWST-Rätsel um rote Punkte: MIT erklärt sie als Schwarzloch-Sterne (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Seit dem Start des James-Webb-Weltraumteleskops hängt ein Haken an der Beobachtung der Frühzeit: In nahezu jeder Aufnahme, die das Teleskop zur Erde zurückschickt, tauchen auffällige, leuchtend rote Punkte auf. Astronomen mussten diese Signaturen lange einordnen, weil sie in späteren kosmischen Epochen nicht „einfach weitermachen“, sondern optisch verschwinden. Berichten zufolge hat ein Team vom MIT Kavli Institute nun eine Erklärung vorgestellt, die nicht nur einzelne Messwerte in Einklang bringt, sondern auch das typische „hell im Anfang, weg später“-Muster adressiert.

Im Kern geht es um eine Hypothese neuer Art: Es könnte sich um eine bis dahin unbekannte Kategorie kosmischer Hybride handeln, sogenannte Schwarzloch-Sterne. Statt eines einzelnen Sterns wäre ein schwarzes Loch von einer gewaltigen Gashülle umgeben, die das System im Lichtbild wie einen überdimensionalen Stern erscheinen lässt. Das erste identifizierte Objekt dieser Art soll aus einer Epoche stammen, in der das Universum gerade wenige hundert Millionen Jahre alt war. Dabei wirken die Ausmaße extrem: Nach Angaben des Forschungsteams ist das Objekt so groß wie das gesamte Sonnensystem, und die abgestrahlte Energie soll die Leuchtkraft der Sonne um das 100-Milliardenfache übertreffen.

Dass ein schwarzes Loch allein diese Größenordnung plausibel macht, ist für das Team zentral, weil andere Energiequellen wie die Kernfusion in normalen Sternen nicht ausreichen dürften. Naidu vom MIT Kavli Institute betont das explizit: „Man kann das nicht mit Kernfusion betreiben, der Energiequelle, die im Kern aller Sterne steckt, die wir kennen“, erklärt er. Im gleichen Atemzug wird klar, warum gerade diese Kandidaten so schwer zu klassifizieren waren: Das beobachtete Spektrum zeigt einen besonders markanten Balmer-Break. Diese spektrale Signatur tritt normalerweise in Atmosphären älterer Sterne auf – hier aber kommt sie mit einer Tiefe daher, die nach den Worten des Forschers („Der Break, den wir in diesem Objekt beobachtet haben, ist der tiefste Break, den wir jemals beobachtet haben“) selbst innerhalb der bisherigen Beobachtungslandschaft heraussticht.

Für das Modell spricht außerdem, was die Spektren nicht zeigen: Im analysierten Licht finden sich fast keine Hinweise auf Metalle, nachgewiesen werden vor allem Wasserstoff und Helium. Genau diese Kombination aus chemischer Einfachheit und dem ausgeprägten Spektralknick passt zu einer frühen kosmischen Entwicklungsphase, in der schwere Elemente noch nicht weit verbreitet waren. Ursprünglich sind die Daten aus einer gezielten Suche entstanden: Im Rahmen der „Mirage or Miracle“-Untersuchung suchte das Team nach den frühesten Galaxien des Universums, stieß dabei aber auf einen hellen roten Punkt, dessen Lichtsignatur zunächst keiner üblichen Erklärung entsprach. Selbst die anfängliche Deutung „Staub“ als Ursache für die Rotfärbung geriet ins Wanken, weil andere Merkmale der Beobachtung nicht dazu passten.

Die Schlussfolgerung zum Aufbau des Objekts stützt sich schließlich auf Computersimulationen. Das Team kommt demnach zu dem Ergebnis, dass ein schwarzes Loch mit der 100.000-fachen Masse der Sonne im Zentrum die Messungen erklären könnte. Dabei verschlingt das schwarze Loch fortlaufend Material und setzt bei der Akkretion große Energiemengen frei. Entscheidend ist aber die dichte Wasserstoffhülle: Sie soll die Strahlung so filtern, dass das System im Lichtbild wie ein Stern wirkt, obwohl sein „Motor“ ein schwarzes Loch ist. Naidu beschreibt diese Konstellation anschaulich: „Die Gashülle sieht wie ein Stern in der Größe des Sonnensystems aus. Er ist riesig“, sagt er, und ergänzt: „Unser Bild von diesem Objekt entwickelt sich sehr schnell.“ Aus der Sicht der Modellierung ist das ein wichtiger Punkt, denn nicht die Masse allein entscheidet über die beobachtete Spektratur, sondern auch Geometrie und optische Dicke der Hülle.

Wenn das Bild stimmt, sollte es sich nicht auf ein einziges Objekt beschränken. Laut den Angaben des Forschungsteams lassen sich mehrere weitere rote Punkte in den Webb-Aufnahmen ebenfalls konsistent als Schwarzloch-Sterne interpretieren. „Jeder kleine rote Punkt ist konsistent damit, ein Schwarzloch-Stern zu sein“, wird Naidu zitiert. Das Besondere am konkreten Kandidaten MoM-BH*-1 liegt demnach darin, dass der Schwarzloch-Stern seine Wirtsgalaxie praktisch vollständig überstrahlt, sodass im Teleskoplicht „reines Licht“ des Hybrids dominiert. Für die Interpretation des frühen Universums wäre das relevant, weil es die Beobachtungslogik von „rote Punkte = irgendetwas Unbekanntes“ in ein wiederholbares physikalisches Szenario übersetzt – und damit die Tür für Systematik öffnet.

Gleichzeitig bleibt die wissenschaftliche Prüfung in vollem Gange. Bisher handelt es sich um eine Hypothese, und andere Forschungsgruppen untersuchen laut Quelle alternative Erklärungsansätze, bevor man die Schwarzloch-Sterne als feste Kategorie im frühen Kosmos verbucht. Sollte die Modellannahme sich bestätigen, könnten solche Objekte in der Frühzeit deutlich häufiger gewesen sein, als es die derzeitige Beobachtung nahelegt. Darüber hinaus rückt ein größerer Zusammenhang in den Fokus: Dann hätten diese Hybride möglicherweise eine Rolle bei der Entstehung supermassereicher Schwarzer Löcher spielen können, die heute in nahezu jeder Galaxie zu finden sind. Auch am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) in Garching wird dem Thema mit Hochspannung nachgegangen; dort wird ebenfalls an Fragen gearbeitet, wie so kurz nach dem Urknall so große Massen entstehen konnten.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - JWST-Rätsel um rote Punkte: MIT erklärt sie als Schwarzloch-Sterne - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "JWST-Rätsel um rote Punkte: MIT erklärt sie als Schwarzloch-Sterne".
Stichwörter AI Akkretion Artificial Intelligence Astronomie Balmer-break Frühes Universum Jwst KI KI-Entwicklung Kosmologie Künstliche Intelligenz Schwarzes Loch Spektrum
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "JWST-Rätsel um rote Punkte: MIT erklärt sie als Schwarzloch-Sterne" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "JWST-Rätsel um rote Punkte: MIT erklärt sie als Schwarzloch-Sterne" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »JWST-Rätsel um rote Punkte: MIT erklärt sie als Schwarzloch-Sterne« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.037 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs