NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Mann aus North Carolina hat sich schuldig bekannt, Musikstreaming-Dienste und Musiker um Millionen betrogen zu haben. Er nutzte KI, um Tausende von Songs zu generieren und deren Streams künstlich zu erhöhen. Diese Praxis hat die Musikindustrie alarmiert, die sich nun mit der Bedrohung durch KI-generierte Musik auseinandersetzen muss.

Ein Mann aus North Carolina hat sich schuldig bekannt, Musikstreaming-Dienste und Musiker um Millionen von Dollar betrogen zu haben. Michael Smith, 52, nutzte Künstliche Intelligenz, um Tausende von Songs zu generieren und deren Streams mit automatisierten Bots künstlich in die Milliardenhöhe zu treiben. Diese Praxis führte zu erheblichen finanziellen Verlusten für echte Künstler und Rechteinhaber.
Der Fall gegen Smith ist einer der ersten erfolgreichen Strafverfolgungen im Zusammenhang mit KI-basiertem Betrug in der Musikbranche. Diese steht bereits unter Druck durch die zunehmende Verbreitung von KI-generierter Musik, die die Streaming-Dienste überschwemmt und legitime Musiker um ihre Einnahmen bringt. Smiths Vorgehen zeigt die Schwächen im aktuellen System auf, das darauf angewiesen ist, dass Streams von echten Nutzern stammen.
Smith wurde im September 2024 angeklagt, mehr als 10 Millionen Dollar an Tantiemen betrügerisch erlangt zu haben, indem er zwischen 2017 und 2024 täglich bis zu 661.440 Streams generierte. Diese Streams führten zu jährlichen Tantiemen von über einer Million Dollar. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass diese Millionen an Tantiemen eigentlich Musikern, Songwritern und anderen Rechteinhabern zustehen, deren Songs tatsächlich gestreamt wurden.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf ein wachsendes Problem für die Musikindustrie, die sich nach der Napster-Ära der frühen 2000er Jahre weitgehend erholt hatte. Nun sieht sie sich einer neuen Bedrohung durch KI-basierte Betrügereien gegenüber. Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Music stehen vor der Herausforderung, echte von gefälschten Streams zu unterscheiden, um sicherzustellen, dass die Einnahmen gerecht verteilt werden.
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