LONDON (IT BOLTWISE) – Ein neues Botnetz namens Kimwolf hat über 2 Millionen Android-Geräte infiziert, um ein Netzwerk für Wohn-Proxy-Dienste aufzubauen. Diese Bedrohung nutzt unsichere Android TV-Streaming-Geräte aus, um sie in Proxy-Knoten zu verwandeln, die für bösartige Aktivitäten genutzt werden können.

Das Kimwolf-Botnetz hat sich als eine der größten Bedrohungen der letzten Jahre erwiesen, indem es über 2 Millionen Android-Geräte infiziert hat. Diese Geräte, hauptsächlich unsichere Android TV-Streaming-Geräte, werden durch die Installation eines Software Development Kits (SDK) namens ByteConnect in Proxy-Knoten umgewandelt. Dies ermöglicht es den Angreifern, die Geräte für verteilte Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe und als Teil eines Wohn-Proxy-Netzwerks zu nutzen.
Die Bedrohung wurde erstmals von QiAnXin XLab detailliert analysiert, die aufzeigten, wie das Botnetz durch unsichere Android Debug Bridge (ADB)-Dienste auf den Geräten Zugang erhält. Diese Sicherheitslücke ermöglicht es den Angreifern, die Kontrolle über die Geräte zu übernehmen und sie in ein weitreichendes Netzwerk von Proxy-Knoten zu integrieren, das für verschiedene bösartige Zwecke genutzt werden kann.
Ein Bericht von Synthient hat zudem gezeigt, dass die Betreiber des Kimwolf-Botnetzes versuchen, die Bandbreite der Proxys gegen Vorauszahlungen zu verkaufen. Dies deutet darauf hin, dass das Botnetz nicht nur für Angriffe genutzt wird, sondern auch als kommerzieller Dienst für andere kriminelle Akteure fungiert. Die Betreiber nutzen dabei verschiedene Techniken, um die Geräte zu infizieren und die Kontrolle über sie zu erlangen.
Die Black Lotus Labs von Lumen Technologies haben seit Oktober 2025 Maßnahmen ergriffen, um den Datenverkehr zu über 550 Command-and-Control (C2)-Knoten des Botnetzes zu unterbrechen. Diese Bemühungen sind Teil eines größeren Versuchs, die Ausbreitung des Botnetzes zu stoppen und die betroffenen Geräte zu schützen. Trotz dieser Maßnahmen bleibt das Botnetz eine erhebliche Bedrohung, da es ständig neue Geräte infiziert und seine Infrastruktur anpasst, um der Entdeckung zu entgehen.
Die Betreiber des Botnetzes nutzen auch Schwachstellen in Proxy-Diensten aus, um die Kontrolle über Geräte zu erlangen. Diese Schwachstellen ermöglichen es ihnen, auf interne Netzwerke zuzugreifen und die Malware zu verbreiten. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Sicherheitslücken in solchen Diensten zu schließen und die Geräte vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
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