WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Hester Peirce, Kommissarin der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC), hat das Recht auf Krypto-Selbstverwahrung und finanzielle Privatsphäre als fundamentales Menschenrecht bekräftigt. In einem Interview betonte sie, dass es unverständlich sei, warum Menschen gezwungen werden sollten, ihre Vermögenswerte über Dritte zu verwalten. Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Digital Asset Market Structure Clarity Act, ein Gesetzesentwurf zur Strukturierung des Kryptomarktes, bis 2026 verzögert wurde.

Hester Peirce, eine der führenden Stimmen innerhalb der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC), hat kürzlich in einem Interview die Bedeutung der Selbstverwahrung von Kryptowährungen hervorgehoben. Sie bezeichnete die Möglichkeit, eigene Vermögenswerte zu verwalten, als ein fundamentales Menschenrecht. Peirce, die auch die Krypto-Taskforce der SEC leitet, äußerte sich besorgt darüber, dass in einem Land, das auf Freiheit basiert, die Selbstverwahrung von Vermögenswerten überhaupt infrage gestellt wird.
In der Diskussion um finanzielle Privatsphäre betonte Peirce, dass die Annahme, dass private Transaktionen automatisch verdächtig seien, überdacht werden müsse. Sie argumentierte, dass finanzielle Privatsphäre der Standard sein sollte und nicht die Ausnahme. Diese Aussagen kommen zu einer Zeit, in der das Digital Asset Market Structure Clarity Act, ein Gesetzesentwurf, der unter anderem Regelungen zur Selbstverwahrung und zur Bekämpfung von Geldwäsche umfasst, bis 2026 verschoben wurde.
Parallel dazu beobachten Experten einen Trend, bei dem sich große Bitcoin-Investoren von der Selbstverwahrung abwenden und stattdessen auf börsengehandelte Fonds (ETFs) setzen. Diese Entwicklung wird teilweise auf die Entscheidung der SEC zurückgeführt, die im Juli die Schaffung und Rücknahme von Krypto-ETFs ohne steuerliche Konsequenzen genehmigte. Dies hat dazu geführt, dass viele Investoren die steuerlichen Vorteile und die einfachere Verwaltung von ETFs gegenüber der traditionellen Selbstverwahrung bevorzugen.
Dr. Martin Hiesboeck, Leiter der Forschungsabteilung bei der Krypto-Börse Uphold, bemerkte, dass dies der erste Rückgang der selbstverwahrten Bitcoin-Bestände seit 15 Jahren sei. Diese Verschiebung wird von einigen als Abkehr vom ursprünglichen Geist der Kryptowährungen gesehen, der auf der Maxime ‘Nicht deine Schlüssel, nicht deine Coins’ basiert. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Debatte über die Bedeutung der Selbstverwahrung und der finanziellen Privatsphäre im Krypto-Sektor lebendig.
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