LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Welle von Kryptomining-Angriffen hat mehr als 1.500 PostgreSQL-Server ins Visier genommen. Die Angreifer nutzen Schwachstellen in der Konfiguration aus, um die Rechenleistung der Server für das Mining von Monero zu missbrauchen.

In der jüngsten Entwicklung der Cyberkriminalität haben Forscher von Wiz eine neue Kryptomining-Kampagne entdeckt, die sich auf PostgreSQL-Server konzentriert. Diese Server sind oft falsch konfiguriert und bieten so eine leichte Angriffsfläche für Hacker. Die Angreifer, die von den Forschern als JINX-0126 bezeichnet werden, nutzen schwache und leicht zu erratende Anmeldedaten, um Zugang zu den Servern zu erhalten.
Einmal eingedrungen, setzen die Hacker eine Variante des bekannten XMRig-Miners ein, um die Kryptowährung Monero zu schürfen. Monero ist besonders beliebt bei Cyberkriminellen, da es im Vergleich zu anderen Kryptowährungen schwerer nachzuverfolgen ist. Diese Aktivitäten führen zu einer erheblichen Belastung der Serverressourcen und erhöhen die Stromkosten der betroffenen Unternehmen erheblich.
Die Kampagne wurde erstmals von Aqua Security dokumentiert, hat sich jedoch seitdem weiterentwickelt. Die Angreifer haben zusätzliche Verteidigungsmechanismen implementiert und nutzen eine dateilose Methode, um die Erkennung zu umgehen. Laut den Forschern von Wiz wurde jedem Opfer ein einzigartiger Mining-Arbeiter zugewiesen, was es erleichtert, die Anzahl der kompromittierten Geräte zu bestimmen.
Die Analyse zeigt, dass mehr als 1.500 Geräte betroffen sind. Dies deutet darauf hin, dass falsch konfigurierte PostgreSQL-Instanzen weit verbreitet sind und eine einfache Einstiegsmöglichkeit für opportunistische Bedrohungsakteure bieten. Fast 90 % der Cloud-Umgebungen hosten PostgreSQL-Instanzen selbst, von denen ein Drittel mindestens eine Instanz hat, die öffentlich im Internet zugänglich ist.
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