LONDON (IT BOLTWISE) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine klare Warnung ausgesprochen: Künstliche Süßstoffe bieten keinen langfristigen Nutzen bei der Gewichtsreduktion und könnten sogar gesundheitliche Risiken bergen. Neue Studien deuten darauf hin, dass der Konsum von Light-Getränken wie Cola Light das Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnte. Besonders Aspartam steht im Verdacht, möglicherweise krebserregend zu sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich ihre Position zu künstlichen Süßstoffen überarbeitet und rät von deren langfristigem Einsatz zur Gewichtskontrolle ab. Diese Empfehlung basiert auf einer umfassenden Analyse aktueller Studien, die zeigen, dass der Ersatz von Zucker durch Süßstoffe weder Erwachsenen noch Kindern langfristig beim Abnehmen hilft. Stattdessen könnten diese Substanzen mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein.
Besonders besorgniserregend ist das potenziell erhöhte Risiko für chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die WHO hebt hervor, dass der regelmäßige Konsum von Süßstoffen wie Aspartam, Acesulfam K, Sucralose und Stevia möglicherweise die Sterblichkeit bei Erwachsenen erhöhen könnte. Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die weit verbreitete Verwendung von Light-Getränken und anderen zuckerfreien Produkten.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Einstufung von Aspartam durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“. Diese Bewertung basiert auf begrenzten Hinweisen aus Humanstudien, die einen Zusammenhang mit einer bestimmten Leberkrebsart andeuten. Trotz dieser Einstufung hält ein anderer Expertenausschuss an der bisherigen akzeptablen Tagesdosis fest, was die Notwendigkeit weiterer Forschung unterstreicht.
Die Diskussion um künstliche Süßstoffe geht jedoch über das Krebsrisiko hinaus. Wissenschaftler untersuchen auch andere Effekte, wie die mögliche Verwirrung des Stoffwechsels durch den süßen Geschmack ohne Kalorienzufuhr. Diese Fehlinformation könnte die Blutzuckerregulation stören und die Darmflora negativ beeinflussen, indem harmlose Bakterien pathogen werden.
Ernährungsexperten betonen, dass die Bewertung von Light-Produkten komplexer ist als ein einfacher Kalorienvergleich. Der Fokus sollte auf einer generellen Reduktion des süßen Geschmacks liegen, anstatt Zucker einfach durch Süßstoffe zu ersetzen. Der regelmäßige Konsum sehr süßer, kalorienfreier Getränke könnte die Vorliebe für Süßes sogar verstärken. Als nachhaltigere Strategie empfiehlt die WHO, den Zuckerkonsum generell zu reduzieren und auf Wasser oder ungesüßten Tee zurückzugreifen.
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