LARAMIE / LONDON (IT BOLTWISE) – Das Harry C. Vaughan Planetarium der University of Wyoming startet zum Semesterbeginn wieder mit Laser- und Full-Dome-Programmen in den September. Nach Tests und einer Nachrüstung ist das Lasersystem laut Direktor Max Gilbraith wieder einsatzbereit. Im Programm werden Raum-Meilensteine wie Voyager, der Cassini-Abschluss in Saturn sowie Sonnen- und Herbstäquinoktium als Live-Vorträge und Shows aufgegriffen. Tickets kosten für die Öffentlichkeit 5 US-Dollar, für Studierende 3 US-Dollar.

Der September im Harry C. Vaughan Planetarium der University of Wyoming ist vor allem eines: ein Neustart. Mit dem Beginn des Herbstsemesters sollen dort wieder verschiedene Laser-Lichtshows laufen – ergänzt um Programmpunkte, die konkrete Himmelsereignisse und Raumfahrt-Jubiläen aufgreifen. Direktor Max Gilbraith hebt dabei die Betriebsfähigkeit hervor: Nach Tests und einer Retro-Fit-Phase habe man das Lasersystem wieder zuverlässig in Gang bekommen und arbeite sich nun durch den Katalog klassischer Laser-Produktionen.
Technisch betrachtet besteht eine Laser-Show im Planetarium aus einem hochleistungsfähigen Laser-Projektor, der vorprogrammierte Kunst und Visuals in den Raum zeichnet. Gilbraith beschreibt das Zusammenspiel so, dass der Hintergrund „Raumflug-/Sternvisualisierungen“ liefern soll, die eigentliche Dramaturgie aber vom maßgeschneiderten Laserbild getragen wird. In der Praxis bedeutet das: Statt nur statischer Sternkulissen setzt das System einen dynamischen Lichtentwurf ein, der die Vollkuppel (Full Dome) als Projektionstuch nutzt. Für Besucher ist das spürbar, weil Musik und Animation nicht nur „begleiten“, sondern gemeinsam eine durchgehende Erlebnislogik bilden – besonders dann, wenn ein 5.1-Surround-Setup zum Einsatz kommt.
Inhaltlich ist der Monat zudem stark an realen Raumfahrtereignissen ausgerichtet. Das Programm nennt unter anderem die Mission Voyager, den finalen Sinkflug von Cassini in Richtung Saturn sowie den Herbstanfang über das Herbstäquinoktium. Auch die Entdeckung von Neptun wird in Live-Vorstellungen thematisiert. Damit wird aus dem sonst oft eher stimmungsorientierten Planetariumserlebnis auch eine Art „Zeitachse“ der Astronomie: Aus historischen Meilensteinen werden konkrete Interpretationsanker, an denen sich Vorführung, Talk und visuelle Einbindung festmachen lassen.
Für die Zielgruppe spielt außerdem die praktische Umsetzung eine Rolle: Tickets sind für die Öffentlichkeit und Online-Käufe mit 5 US-Dollar angegeben, Studierende, Seniorinnen und Senioren, Veteranen, First Responders sowie Jugendliche unter 18 zahlen 3. Kinder unter fünf können ohne Sitzplatzgebühr teilnehmen, das Planetarium bietet insgesamt Sitzplätze für 64 Personen. Reservierungen sind nicht zwingend, Walk-ins sind willkommen; bei größeren Gruppen ab sechs Personen ist eine private Show über ein Formular vorgesehen. Gleichzeitig wird der Zugang im Alltag stark vereinfacht: Kartenzahlung ist online möglich, außerdem lassen sich Reservierungen per E-Mail oder Telefon/Voicemail anstoßen; vor Ort werden zudem Bargeld oder Scheck akzeptiert.
Der technische und didaktische Charakter zeigt sich besonders an den Formaten, die im selben Atemzug genannt werden: Neben Laser-Shows sind wöchentliche Filme und spezielle Live-Talks eingeplant, die jeweils etwa eine Stunde dauern. Wenn es die Zeit erlaubt, wird das Programm um Live-Sky-Touren oder Zusatzinformationen erweitert, die den jeweiligen Filmtitel fachlich einordnen. Ein Beispiel ist die „Liquid Sky: ABBA“-Vorstellung, bei der die 4K-Auflösung der Planetariumskulisse zur Bühne für Muster und Bewegung wird – unterstützt durch Musikvisualisierungssoftware und „live VJ“-Talent. Auch „We Are Stars“ verbindet die Entstehung von Wasserstoffatomen mit der Synthese von Kohlenstoff und den Bausteinen des Lebens, während „Dark Biosphere“ eine extremen Lebensraum unterirdisch beschreibt.
Beim konkreten Ablauf im September wird das ganze Konzept aus Laser, Kuppel und Astronomie auch organisatorisch zusammengeführt. Am 3. September lädt das Planetarium gemeinsam mit dem Curt Gowdy State Park zu einem „Observing Night“-Event ein, das Lasers zur Zeichnung der Sommerbilder mit Teleskopen und Astro-Photography kombiniert; die Veranstaltung ist kostenlos und ohne Reservierung. Direkt danach geht es im Innenraum mit „Voyagers“ weiter, das die Voyager 1 Mission ab dem Start am 5. September 1977 nachzeichnet und den Blick in den äußeren Sonnensystembereich spannt. Danach folgen mehrere Musik-Laserabende, etwa „Best of Pink Floyd“, „Zeppelin Unbound“, „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“, „Daft Punk“ und das „Jimi Hendrix Experience Electric Ladyland“ – jeweils als Kombination aus Band-/Album-Bezug, Custom Laser Art und 5.1 Surround Sound.
Für Besucherinnen und Besucher, die nicht nur „zusehen“, sondern auch mitmachen wollen, liefert das Team gezielte Hinweise zum Mitbringen von Ausrüstung. Beim Outdoor-Event wird beispielsweise empfohlen, eine Taschenlampe oder Headlamp mit Rotlicht-Einstellung zu verwenden, dazu Insektenschutz, passende Kleidungsschichten und einen Campingstuhl. Auch nach einer Planetariumsvorstellung steht, sofern das Wetter mitspielt, zusätzlich informelles Teleskopbeobachten auf dem Dach des Physical Sciences Building am STAR Observatory auf dem Plan. So entsteht im September ein durchgängiges Konzept: Laser als visueller Einstieg, Full-Dome als erzählerischer Rahmen und astronomische Beobachtung als praktischer Abschluss.
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