LONDON (IT BOLTWISE) – Linde hat die Prognose für 2026 nach oben korrigiert und erwartet für das laufende Jahr einen bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von 17,70 bis 17,90 US-Dollar. Im zweiten Quartal lagen Umsatz und Ergebnis je Aktie über Vorjahr, gestützt durch eine operative Gewinnmarge von 29,5 Prozent. Besonders wichtig: Der Auftragsbestand stieg auf 11 Milliarden US-Dollar, während das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte über 20 Projekte mit rund 1,3 Milliarden US-Dollar Anlaufinvestitionen plant. Flankiert wird das operative Bild durch die Lieferung von 200.000 Gallonen flüssigem Sauerstoff für Artemis II sowie erhöhte Investitionsausgaben.

Linde setzt im laufenden Zyklus ein deutliches Signal: Der Industriegase-Konzern hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben angepasst und dabei trotz eines insgesamt schwierigen Marktumfelds sowie punktuellem Margendruck auf eine solide Ergebnisentwicklung verwiesen. Im Zentrum steht eine Kombination aus operativer Verbesserung und planbarer Projektarbeit. Das Management nennt für 2026 nun einen bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) in einer Spanne von 17,70 bis 17,90 US-Dollar, was einem Wachstum von 8 bis 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gerade bei Industriegasen gilt diese Kennzahl als Gradmesser dafür, ob Preisdynamik und Kostenentwicklung den laufenden Ausbau sowie Instandhaltung ausreichend tragen.
Für das zweite Quartal, das am 30. Juni endete, meldet Linde einen Umsatz von 9,3 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während das bereinigte Ergebnis je Aktie um 10 Prozent auf 4,50 US-Dollar anstieg. Besonders aufschlussreich sind die Marge-Werte: Die operative Marge lag bei 27,5 Prozent, die bereinigte operative Gewinnmarge bei 29,5 Prozent. Damit zeigt sich, dass das Unternehmen nicht nur Umsatzvolumen bewegt, sondern auch den Ergebnishebel über die Kostenstruktur und die Zusammensetzung der Geschäfte stützt. Für Investoren ist das in der Regel relevant, weil sich im Industriegasebereich Ergebnisstabilität häufig weniger über kurzfristige Konjunkturbewegungen als über Vertragsmix, Auslastung und Projektmeilensteine erklärt.
Der nachhaltige Anker der aktuellen Mitteilung ist der Auftragsbestand: Linde beziffert ihn auf insgesamt 11 Milliarden US-Dollar. Der Bereich „Sale-of-Gas“ liegt dabei mit 8,1 Milliarden US-Dollar auf einem neuen Rekordniveau. In der Praxis bedeutet das, dass das Unternehmen über eine größere Zahl an planbaren Absatz- und Lieferbausteinen verfügt, die den Übergang zwischen Bau-, Inbetriebnahme- und Betriebsphase glätten können. Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant Linde die Inbetriebnahme von mehr als 20 Projekten; das Investitionsvolumen dafür beziffert das Unternehmen auf rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Um dieses Wachstum und die laufende Anlageninstandhaltung zu finanzieren, hob Linde die geplanten Investitionsausgaben für das Gesamtjahr auf 5,5 bis 6,0 Milliarden US-Dollar an, zuvor waren 5,0 bis 5,5 Milliarden US-Dollar avisiert. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von „Abwarten“ hin zu „Skalieren“, auch wenn die kurzfristige Wirkung auf die Margen jederzeit durch Baukosten, Projektverzögerungen oder Energie- und Logistikpreise überlagert werden kann.
Die Börsenreaktion fällt dennoch verhalten aus. Obwohl die angehobene Prognose und die verbesserten Kennzahlen das Fundament untermauern, zeigte sich die Aktie zuletzt zurückhaltend: Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier 8,31 Prozent. Der Schlusskurs am gestrigen Freitag lag bei 423,80 Euro, womit das Unternehmen rund 11,67 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch notiert. Am 3. August passten Analysten ihre Einschätzungen nach Vorlage der Quartalsberichte an: UBS senkte das Kursziel von 622 auf 612 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Buy“. Citigroup reduzierte das Kursziel leicht von 600 auf 580 US-Dollar und bestätigte ebenfalls eine Kaufempfehlung. Aus dem Marktumfeld heißt es dabei, dass Investoren besonders auf die Margenentwicklung achten und Homecare-Themen stärker beobachten, während die moderat angehobenen kurzfristigen Ausblicke offenbar nicht als „Überraschung“ genug interpretiert wurden.
Unabhängig vom Kursgeschehen setzt Linde seine Strategie der Kapitalrückführung fort. Im zweiten Quartal flossen 1,59 Milliarden US-Dollar an Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurück. Das Board of Directors erklärte zudem am 28. Juli eine Quartalsdividende von 1,60 US-Dollar je Aktie, die am 17. September ausgezahlt werden soll. Stichtag für den Erhalt ist der 3. September. Solche Ausschüttungsmechaniken wirken im Industriegase-Sektor oft als Stabilitätsanker: Sie senden ein Signal, dass der Konzern auch in Phasen mit Margendruck Investitionen und Rückflüsse in einen konsistenten Rahmen bringt. Für das Umfeld bedeutet das häufig eine stärkere Nachfrage durch langfristige Investoren, selbst wenn kurzfristige Sentiments schwanken.
Daneben nennt Linde einen technologischen Erfolg außerhalb klassischer Finanzkennzahlen. Der Konzern unterstützte die Artemis II-Mission der NASA am Kennedy Space Center mit der Lieferung von 200.000 Gallonen flüssigem Sauerstoff sowie dem Einsatz mobiler Stickstofftanker. Solche Einsätze sind in der Luft- und Raumfahrtbranche besonders anspruchsvoll, weil sie eine enge Kopplung von Logistik, Reinheitsanforderungen, Terminplanung und Sicherheitsprozessen verlangen. Für das Unternehmen unterstreicht das die Position als Partner in spezialisierten Anwendungen, in denen Zuverlässigkeit und Prozessbeherrschung einen hohen Stellenwert haben. Parallel dazu berichteten Medien in den vergangenen 90 Tagen über signifikante Insider-Verkäufe durch Führungskräfte; ob und wie sich das auf die weitere Kursentwicklung auswirkt, ist jedoch eher ein Sentiment-Thema und keine operationale Kenngröße für den Konzern.
In Summe verbindet Linde ein verbessertes operatives Bild mit mehr Sichtbarkeit über den Projekt- und Gasverkaufsbestand. Für Unternehmen, die in der Wertschöpfungskette von Industriegase-Logistik und Anlagenbau arbeiten, ist die Botschaft klar: Steigende Investitionsausgaben und eine größere Projektanzahl erhöhen die Planungsreichweite und schaffen mehr Gelegenheiten entlang von Engineering, Anlageninstandhaltung und Supply-Chain-Betrieb. Gleichzeitig zeigt die gemischte Marktreaktion, dass der Kapitalmarkt kurzfristige Erwartungen weiterhin eng an Margen- und Homecare-Diskussionen koppelt. Wer die nächsten Quartale einordnet, sollte daher weniger nur auf EPS-Spannen achten, sondern auch darauf, wie sich der erhöhte Capex in realen Inbetriebnahmen und in der weiteren Marge-Kurve niederschlägt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Linde erhöht 2026-Prognose: 11 Mrd. USD Auftragsbestand und mehr Capex" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Linde erhöht 2026-Prognose: 11 Mrd. USD Auftragsbestand und mehr Capex" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Linde erhöht 2026-Prognose: 11 Mrd. USD Auftragsbestand und mehr Capex« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!