MARSEILLE / LONDON (IT BOLTWISE) – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Facebook wegen eines umstrittenen Videos scharf kritisiert. Das Video, das einen angeblichen Staatsstreich in Frankreich zeigt, wurde trotz mehrfacher Aufforderungen des Élysée-Palasts nicht entfernt. Macron fordert nun strengere Gesetze auf nationaler und europäischer Ebene, um die Verbreitung von Falschinformationen zu verhindern.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in Marseille deutliche Worte gegen Facebook gefunden. Anlass war ein Video, das einen angeblichen Staatsstreich in Frankreich zeigt und bereits zwölf Millionen Mal angesehen wurde. Trotz der Bitte des Élysée-Palasts, das Video zu entfernen, weigerte sich das soziale Netzwerk mit der Begründung, dass es nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoße.
Macron betonte, dass solche Inhalte die öffentliche Debatte gefährden und die Souveränität der Demokratien untergraben. Er forderte eine Gesetzgebung auf französischer und europäischer Ebene, um offensichtlich falsche Inhalte, die eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, schneller entfernen zu können.
Besonders besorgt zeigte sich Macron über die Reaktionen aus dem Ausland. Ein afrikanischer Staatschef habe ihn kontaktiert und seine Besorgnis über die Lage in Frankreich geäußert. Dies verdeutlicht, wie weitreichend die Auswirkungen solcher Falschinformationen sein können.
Darüber hinaus forderte Macron, dass soziale Plattformen sicherstellen müssen, dass hinter jedem Konto eine natürliche Person steht. Fake-Konten und Trolle verfälschen die öffentliche Meinung und müssen schneller gelöscht werden. Transparenz über die Algorithmen der Plattformen sei ebenfalls notwendig, um Manipulationen zu verhindern.
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