CALIFORNIA / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Deep-Space-Station 23 (DSS-23) mit einer 34-Meter-Radiofrequenz-Antenne geht am Goldstone-Komplex bei Barstow in den Betrieb. NASA und Jet Propulsion Laboratory nutzen die DSS-23 als Teil des Aperture Enhancement Project, das seit 2009 moderne multifrequente Beam-Waveguide-Antennen ergänzt. Nach einem Testzeitraum von Mai bis Juli nahm die Anlage am 3. August den Betrieb auf und zeichnet seitdem unter anderem die Chandra-Röntgenobservatoriumsmission mit. Die Erweiterung soll die Kommunikationsbasis für zukünftige Missionen im äußeren Sonnensystem und darüber hinaus absichern.

Wenn eine Raumfahrtagentur ihre Funksysteme modernisiert, wirkt das oft leise im Hintergrund. Im Fall des Deep Space Network (DSN) zeigt die jüngste Ergänzung jedoch sehr konkret, wie stark auch Infrastruktur-Updates über Erfolg oder Verzögerung von Missionen entscheiden. Am Goldstone Deep Space Communications Complex nahe Barstow in Kalifornien nimmt die Deep-Space-Station 23 (DSS-23) den Betrieb auf: Eine 34-Meter-Antenne, deren Durchmesser in den Angaben als 114 Fuß beschrieben wird, ergänzt die bislang dort genutzten Anlagen für die Kommunikation und Navigation tiefer im All. Das DSN selbst ist auf global verteilte Standorte ausgelegt, damit Funksignale zu Raumfahrzeugen unabhängig von Erdrotation und Sichtfenstern zuverlässig erreichbar bleiben.
Technisch betrachtet geht es bei DSS-23 nicht nur um „mehr Empfang“, sondern um ein Bündel aus Radiofrequenz-Kompetenz, präziser Kalibrierung und einem Antennenkonzept, das Wartbarkeit verbessert. Die DSS-23 ist Teil des Aperture Enhancement Project, das 2009 gestartet wurde und insgesamt sechs neue 34-Meter multifrequente Beam-Waveguide-Antennen hinzufügen soll. Diese Bauart ist laut Beschreibung so ausgelegt, dass die Signale nicht im bewegten, schweren Antennenkopf an empfindlicher Elektronik „vorbeigeleitet“ werden müssen, sondern in Richtung eines stabilen, klimatisierten unterirdischen Raums geführt werden. Für den Betrieb heißt das: weniger mechanisch belastete Hochpräzisionskomponenten am drehenden Aufbau, dafür bessere Bedingungen für die HF-Kette und für spätere Upgrades am Boden.
Die DSS-23 folgt dabei einem größeren Architekturprinzip innerhalb des Netzwerks. Goldstone wird bereits durch drei 34-Meter-Antennen sowie eine 70-Meter-Anlage geprägt; mit DSS-23 wird die fünfzehnte bzw. fünfte 34-Meter-„Verstärkung“ im Standortkontext eingeordnet. Insgesamt bestehen DSN-Komplexe in Goldstone (Kalifornien), Madrid (Spanien) und Canberra (Australien). Die 34-Meter-Antennen sollen sich außerdem als Array betreiben lassen: Durch das Zusammenführen und gemeinsame Betreiben mehrerer 34-Meter-Systeme soll auf jeder Anlage ein Funktionsäquivalent als Kommunikations-Backup entstehen, das die jeweilige Einzelrolle der 70-Meter-Antenne unterstützt. Diese 70-Meter-Systeme laufen seit mehr als 50 Jahren nahezu kontinuierlich und werden laut Quelle zunehmend kostenintensiver in Wartung und Reparatur.
Entscheidend ist der Weg vom Bau zur belastbaren Einsatzfähigkeit. Der Aufbau von DSS-23 begann im Februar 2020; erst im Dezember 2024 wurde der 133-Tonnen schwere Metall-Reflektorrahmen auf dem Pedestal montiert und verschraubt. Danach folgte die Installation der Panels, die eingehende und ausgehende Radiofrequenzsignale gegenüber Raumfahrzeugen reflektieren sollen. Anschließend arbeiteten Ingenieurteams eine Kalibrierphase ab, in der die Antenne so abgestimmt wird, dass sie „im Konzert“ mit dem restlichen Netzwerk funktioniert. In den Worten des Projektrahmens ist genau das der Kern: Ein Asset gilt erst dann als mission-ready, wenn mechanische, elektrische, Software- und Radiofrequenz-Komponenten integriert, kalibriert und mit außergewöhnlicher Präzision verifiziert sind.
Mit dem Start der Betriebseignung zeigt die DSS-23 zudem, wie schnell ein neues Hardwareelement in den Echtbetrieb eingebunden werden muss. Nach einer Testkampagne von Mai bis Juli begann DSS-23 am 3. August mit dem Tracking des Chandra X-ray Observatory. Seitdem kommuniziert die Antenne laut Bericht bereits mit Dutzenden Missionen, darunter etwa der Mars Reconnaissance Orbiter, Psyche, Juno sowie Voyager 1, ergänzt um weitere robotische Raumfahrzeuge im Deep Space. Dass diese Liste konkrete Namen enthält, ist für Technikentscheider besonders relevant: Es dokumentiert, dass die Antenne nicht nur „einmal“ getestet, sondern in den laufenden Missionstakt integriert wurde.
Auch die Projektarchitektur zielt auf eine langfristig modernisierte DSN-Landschaft, die bis in die nächsten Jahre reicht. Das Aperture Enhancement Project soll sich demnach erst dann schließen, wenn die sechste Enhancement-Projektantenne, Deep Space Station 33, 2029 am Canberra-Standort online geht. Dann erhöht sich die Zahl der 34-Meter-Antennen im Netzwerk auf insgesamt 13. Für Entwickler und Betreiber bedeutet das: Das DSN bleibt nicht auf eine einzelne Antennenklasse festgenagelt, sondern kann Missionsprofile über mehrere Frequenzen und Zeitslots hinweg elastischer abdecken. Damit steigt die Resilienz des Netzwerks gegenüber Wartungsfenstern und Komponentenalterung, während parallel neue Anlagen ihren Beitrag zur Systempräzision leisten.
Organisatorisch ist DSS-23 über bekannte Rollen in der NASA-Ökologie eingebettet: Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) verwaltet das DSN für die NASA, dabei mit Aufsicht des SCaN-Programms (Space Communications and Navigation) innerhalb der Research and Technology Mission Directorate. Laut Quelle stützen sich mehr als 100 NASA- und nicht-NASA-Missionen auf das DSN sowie das Near Space Network. Damit wird klar, warum eine „Antenne“ in dieser Betrachtung eigentlich ein Systemupgrade ist: Daten- und Telemetriepfade, Frequenzarbeit, Kalibrierlogik, Betriebs- und Wartungsprozesse greifen ineinander. Der Schritt zur DSS-23 ist damit nicht nur ein Baufortschritt, sondern ein Baustein dafür, dass zukünftige Missionen – von Erdbeobachtung über Mond- und Artemis-nahe Aufgaben bis hin zum weiten Sonnensystem – auf eine belastbare Kommunikationsinfrastruktur setzen können.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Neue 34-Meter-Antenne stärkt Nasa Deep Space Network in Goldstone" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Neue 34-Meter-Antenne stärkt Nasa Deep Space Network in Goldstone" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Neue 34-Meter-Antenne stärkt Nasa Deep Space Network in Goldstone« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!