LONDON (IT BOLTWISE) – Sicherheitsforscher beschreiben den Android-Trojaner Manic, der Daten auch ohne aktive Internetverbindung abziehen kann. Besonders kritisch: Der Angriff zielt auf Bankdaten und 2FA-Codes, die direkt auf dem Gerät kompromittiert werden. Die gestohlenen Informationen sollen anschließend über ein Wi‑Fi- und Bluetooth-Relay-System in der Umgebung weitergereicht werden, bis ein Gerät mit Internetzugang den Abfluss fortsetzt. Damit wird der typische Nachweis per Online-Verbindung deutlich schwieriger.

Manic-Trojaner: Android-Diebstahl auch offline über Relay-Übertragung
Manic-Trojaner: Android-Diebstahl auch offline über Relay-Übertragung (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Der neue Android-Trojaner Manic wird in der Sicherheitsanalyse vor allem wegen seiner Fähigkeit eingeordnet, nicht nur online zu stehlen, sondern auch in Umgebungen ohne aktive Internetverbindung. Das ändert den klassischen Erwartungsmodus bei mobilen Angriffen: Wer sich darauf verlässt, dass ein Gerät offline weniger verwundbar ist, bekommt mit Manic ein Szenario vor Augen, in dem der Datenabfluss bereits auf dem infizierten Endgerät beginnt. Im Zentrum stehen dabei sensible Informationen, darunter Zugangsdaten sowie Bankdaten und Codes zur Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Technisch brisant ist vor allem der Zugriff auf 2FA-Codes direkt auf dem Android-Gerät. Zwei-Faktor-Authentifizierung gilt im Alltag zwar als Schutzmaßnahme gegen reine Passwortdiebstähle, aber bei Trojanern liegt das Problem weniger im „zweiten Faktor“, sondern im Zeitpunkt und Ort der Kompromittierung: Gelangen Angreifer an die 2FA-Codes noch bevor die Verifizierung überhaupt startet, wird aus der zusätzlichen Barriere praktisch ein Durchleitungsproblem. Damit verschiebt sich das Risiko in Richtung „Kontenübernahme mit gültigen Verifikationsdaten“, und zwar ohne dass der Angreifer zwingend live auf die Online-Session angewiesen ist.

Ein zweiter Schwerpunkt der Beschreibung betrifft die Fernsteuerung der betroffenen Geräte. Laut der Auswertung der Sicherheitsforscher ermöglicht der Trojaner nicht nur das Sammeln von Daten, sondern auch eine vollständige Remotecontrolle über das Endgerät. Für Verteidiger bedeutet das: Selbst wenn ein konkreter Datenabfluss im Netzwerkverkehr zunächst nicht auffällt, können Command- und Control-Funktionen sowie Hintergrundprozesse weiterhin aktiv sein. In der Praxis erhöht diese Kombination aus Datendiebstahl und Steuerbarkeit die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzeraktionen (z. B. Login-Vorgänge in Banking-Apps) in einen ohnehin „fertigen“ Angriffspfad eingebettet werden.

Der eigentliche Unterschied zu vielen herkömmlichen Trojanern liegt jedoch im Übertragungsweg: Manic soll ein Mesh-ähnliches Relay-System nutzen, bei dem die Daten nicht direkt über das Internet zum Angreifer gelangen müssen. Stattdessen sollen die Informationen über Wi‑Fi- und Bluetooth-Schnittstellen an andere Geräte in der Umgebung weitergereicht werden. Im Bericht wird dabei beschrieben, dass eine Kette von mehreren Relay-Geräten möglich ist, bis die Daten schließlich ein Smartphone oder Tablet mit Internetzugang erreicht, das den Abfluss nach außen fortsetzt. Genau dadurch wird das Erkennen des Datenabflusses schwieriger, weil infizierte Geräte selbst ohne Mobilfunk- oder WLAN-Zugang zur „Brücke“ in der Angriffskette werden können.

Aus Marktsicht ist außerdem relevant, wie der Trojaner verbreitet wird. Die Sicherheitsanalyse ordnet Manic einem klaren Muster zu: Er soll ausschließlich über inoffizielle Quellen verteilt werden, während er im offiziellen Google Play Store bislang nicht nachgewiesen worden sei. Als typischer Infektionsweg werden damit vor allem das manuelle Installieren von Anwendungen aus unsicheren Web-Portalen oder Drittanbieter-Marktplätzen genannt. Für Unternehmen und IT-Abteilungen heißt das: Mobile Sicherheitsrichtlinien lassen sich nicht nur über „App-Store-Nutzung“ kommunizieren, sondern müssen auch den organisatorischen Prozess zur Freigabe von Apps, das Incident-Reporting und die Benutzerführung bei Sicherheitswarnungen mit abdecken.

Geografisch wird der Fokus auf Europa gelegt: Insgesamt sollen 14 europäische Länder betroffen sein, namentlich werden unter anderem Deutschland, das Vereinigte Königreich und Russland genannt. Diese Auswahl wirkt nicht wie eine rein zufällige Streuung, sondern wie eine gezielte Anpassung an Kommunikations- oder Nutzungsprofile in bestimmten Regionen. In der technischen Bewertung zählt dabei weniger, ob ein einzelnes Land sofort als „Hotspot“ gilt, sondern dass die Angriffskette auf die Verfügbarkeit geeigneter Zielgeräte und die realistische Wahrscheinlichkeit einer relevanten Umgebungs-Nachbarschaft setzt. Gerade das Relay-Konzept macht dann Sinn, wenn sich in der Nähe viele Geräte befinden, die potenziell als Zwischenstation dienen können.

Die Bedrohungslage wird in der Einschätzung der Sicherheitsforscher vor allem aufgrund der Offline-Fähigkeit und der Fernsteuerung als erheblich beschrieben. Entscheidend ist dabei die Konsequenz für die Praxis: Patchen und Updates allein reichen nicht, wenn gleichzeitig die Installationsroute über Drittquellen die Eintrittspforte öffnet. Für Nutzer bleibt daher als Kernstrategie, die Installation von Apps auf offizielle Plattformen zu beschränken und bei Berechtigungsanfragen oder ungewöhnlichen App-Verhaltensweisen konsequent zu reagieren. Außerdem ist davon auszugehen, dass sich Sicherheitslösungen fortlaufend an die spezifischen Kommunikationsmuster der Bluetooth- und Wi‑Fi-Weiterleitung anpassen müssen, weil genau diese Verhaltenssignale den Unterschied zwischen „lokalem Gerät“ und „vernetzter Angriffskette“ markieren.

Für Organisationen mit vielen mobilen Endgeräten lohnt sich darüber hinaus eine zweite Blickrichtung: Wenn ein Angriff über Relay auch ohne direkte Internetverbindung in der Anfangsphase funktionieren kann, verschiebt sich die Detektion stärker hin zu Endpoint-Signalen. Dazu gehören etwa ungewöhnliche App-Integritätsänderungen, auffällige Hintergrundaktivitäten und das systematische Monitoring von Netzwerk- und Funkverhalten auf Endgerät-Ebene. Der Fall Manic zeigt damit ein Muster, das künftig häufiger auftreten dürfte: Nicht nur die Cloud- oder Session-Komponente entscheidet über die Angriffsfläche, sondern auch die lokale Funk- und Kommunikationslogik zwischen Geräten.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Manic-Trojaner: Android-Diebstahl auch offline über Relay-Übertragung - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Manic-Trojaner: Android-Diebstahl auch offline über Relay-Übertragung".
Stichwörter AI Android Artificial Intelligence Bankdaten Bluetooth Datendiebstahl Fernsteuerung Google-play KI Künstliche Intelligenz Malware Offline Relay Trojaner WLAN Zwei-Faktor-Authentifizierung
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Manic-Trojaner: Android-Diebstahl auch offline über Relay-Übertragung" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Manic-Trojaner: Android-Diebstahl auch offline über Relay-Übertragung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Manic-Trojaner: Android-Diebstahl auch offline über Relay-Übertragung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    475 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs