MENLO PARK / LONDON (IT BOLTWISE) – Meta hat beschlossen, sein Programm zur Bereitstellung des Horizon OS für Drittanbieter vorübergehend einzustellen. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung eigener VR-Hardware, um den Markt voranzutreiben. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Meta seine Prioritäten zunehmend auf KI-Technologien verlagert.

Meta hat kürzlich angekündigt, dass es sein Programm zur Bereitstellung des Horizon OS für Drittanbieter pausiert. Dieses Betriebssystem, das die Quest-Headsets von Meta antreibt, sollte ursprünglich auch anderen Herstellern zur Verfügung gestellt werden, um eine breitere Hardware-Ökosystem zu schaffen. Die Entscheidung, das Programm zu pausieren, kommt in einer Phase, in der Meta seine strategischen Prioritäten neu ausrichtet.
Ein Sprecher von Meta erklärte, dass das Unternehmen sich nun darauf konzentrieren möchte, erstklassige eigene Hardware und Software zu entwickeln, um den VR-Markt weiter voranzubringen. Diese Entscheidung spiegelt Metas langfristiges Engagement wider, obwohl das Unternehmen in der Zukunft möglicherweise wieder Partnerschaften mit Drittanbietern in Betracht ziehen könnte, wenn sich der Markt weiterentwickelt.
Im April des vergangenen Jahres hatte Meta angekündigt, das Horizon OS für Drittanbieter zu öffnen. Zu den potenziellen Partnern gehörten namhafte Unternehmen wie Asus, Microsofts Xbox und Lenovo. Ziel war es, eine neue Generation von Hardware zu schaffen, die auf einer gemeinsamen Plattform basiert, ähnlich wie es in der PC- und Smartphone-Industrie der Fall ist.
Seit der Ankündigung des Partnerprogramms gab es jedoch nur wenige Updates. Auf der Connect-Veranstaltung im September bestätigte ein Sprecher von Meta, dass das Unternehmen weiterhin mit seinen Geschäftspartnern zusammenarbeitet, um Horizon OS auf mehr Geräte zu bringen. Doch die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass Meta seine Prioritäten verschiebt.
Horizon OS wurde entwickelt, um Mixed-Reality-Erlebnisse zu bieten und soziale Präsenz durch Technologien wie Hand-, Körper-, Augen- und Gesichtserkennung zu vermitteln. Diese Entwicklungen fanden in einer Zeit statt, als Mark Zuckerberg noch die Metaverse als die Zukunft seines Unternehmens propagierte. Doch in jüngster Zeit scheint das Interesse an der Metaverse bei Meta abzunehmen, während der Fokus zunehmend auf KI-Technologien liegt.
Bloomberg berichtete kürzlich, dass die Metaverse-Gruppe innerhalb von Reality Labs, Metas Einheit für VR- und AR-Hardware, mit Budgetkürzungen von bis zu 30 % konfrontiert sein könnte. Meta bestätigte daraufhin, dass es plant, einige Investitionen von der Metaverse-Entwicklung hin zu KI-Brillen und Wearables zu verlagern, da diese Bereiche derzeit mehr Dynamik zeigen.
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