DONOSTIA / LONDON (IT BOLTWISE) – Multiverse Computing zielt bei seiner aktuellen Finanzierungsrunde auf 500 Millionen Euro bei einer Post-Money-Bewertung von 2 Milliarden Euro. Das Startup will mit CompactifAI den Rechenbedarf großer KI-Modelle deutlich senken und dabei nur wenig Genauigkeit verlieren. Im Kern verspricht das Unternehmen KI-Inferenz sogar ohne Anbindung an Cloud-Infrastruktur – etwa direkt auf Endgeräten oder in „souveränen“ Rechenzentren. Damit rücken Kosten, Latenz und Datenhoheit in ein neues Verhältnis zueinander.

Multiverse Computing: €500 Mio. Series C für KI-Modell-Kompression bis auf Smartphone-Niveau
Multiverse Computing: €500 Mio. Series C für KI-Modell-Kompression bis auf Smartphone-Niveau (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Multiverse Computing will den Engpass vieler KI-Programme verschieben: nicht die Modellidee, sondern die Infrastrukturkosten. Das spanische Startup mit Hauptsitz in Donostia meldet, dass es eine Series-C-Runde über 500 Millionen Euro anstrebt – bei einer Post-Money-Bewertung von 2 Milliarden Euro. Die Runde bleibt noch offen und gehört laut den vorliegenden Angaben zu den größten Fundraises, die jemals von einer spanischen Private-Tech-Firma eingeworben wurden. Co-Leads sind Forgepoint Capital, Bullhound Capital und der climate-fokussierte Solar Impulse Venture Fund (SIVF) der französischen BNP Paribas. Mit einem solchen Volumen wird das Thema Effizienz nicht als Nischenoptimierung behandelt, sondern als strategische Grundlage für den Skalierungsweg von KI-Anwendungen.

Die technische Stoßrichtung ist dabei ungewöhnlich klar formuliert: Multiverse arbeitet an einer Technologie namens CompactifAI, die große KI-Modelle so komprimieren soll, dass sie wesentlich weniger Rechenressourcen benötigen. Das Unternehmen sagt, CompactifAI könne die Modellgröße von Large-Language-Modellen wie den öffentlich bekannten Modellen des US-Anbieters OpenAI um bis zu 95% reduzieren, ohne nennenswerten Genauigkeitsverlust. Der Effekt ist mehr als „leichter“ – er adressiert die Frage, wie viel GPU-Cluster-Ressourcen ein Kunde für Training oder Inferenz tatsächlich einkaufen muss. Aus Unternehmenssicht folgt daraus, dass Multiverse-Kunden nicht zwangsläufig auf die großen, global verteilten Hyperscaler-Infrastrukturen angewiesen sind. In der Praxis bedeutet das: Wenn KI-Workloads kleiner und schneller laufen, wird das Modell-Deployment stärker von dedizierten Umgebungen, Edge-Setups oder lokalen Plattformen getrieben – und weniger von kurzfristig verfügbaren Cloud-Kontingenten.

Diese These lässt sich als Gegenentwurf zu einer lange etablierten Annahme in der KI-Industrie lesen: dass Leistungsfähigkeit zwangsläufig an teure Infrastruktur gebunden ist. Genau diesen Punkt griff der Mitgründer und CEO Enrique Lizaso in einer Stellungnahme auf: „The AI industry has accepted a false constraint for years – that powerful models require expensive infrastructure, “ und ergänzte: „That constraint is gone.“ Weiter sagt Lizaso: „We have proven that AI can run at full performance on a smartphone, inside a sovereign data center, on a factory floor with no cloud connection.“ Entscheidend ist, dass der Claim nicht nur „GPU sparen“ bedeutet, sondern die Architektur eines Systems verändert: Modelle sollen dort laufen, wo Daten entstehen oder wo Entscheidungen in Echtzeit benötigt werden – etwa in Produktionsumgebungen oder in Kommunikations- und Sicherheitsinfrastrukturen. Multiverse nennt als Einsatzfelder unter anderem Drohnen, Kameras, Satelliten, Fahrzeuge und Telekommunikations-Infrastruktur. Auch das klingt nach einer Zielgruppe, die mit hohen Latenzanforderungen und restriktiven Betriebsbedingungen lebt.

Während die Finanzierung den Wachstumsschub ermöglichen soll, ist die Produktstrategie ebenfalls auf Umsetzung im Betrieb ausgerichtet. Multiverse baut zusätzlich eine Plattform, die Kunden dabei helfen soll, für jeden Workload das „richtige“ Modell effizient auszuwählen und bereitzustellen. Dazu kombiniert das Unternehmen nach eigenen Angaben mehrere Komponenten: Modell-Kompression, GPU-Management, KI-Services und Control-Systeme. Das ist bemerkenswert, weil Modellkompression allein noch keine Ende-zu-Ende-Lösung ist: In der Realität entscheidet oft das Zusammenspiel aus Deployment-Pipeline, Ressourcensteuerung, Monitoring und Sicherheits-/Steuerungslogik über Betriebskosten und Stabilität. Für Unternehmen heißt das konkret: Nicht nur die Modellarchitektur zählt, sondern wie reproduzierbar und kontrollierbar KI-Entscheidungen im Produktivsystem werden. In einem Umfeld, in dem Inferenzkosten, Spitzenlasten und Service-Qualität eng gekoppelt sind, kann eine solche Plattform die Hürde senken, überhaupt mit komprimierten Varianten zu starten, statt komplett auf neuere, größere Modelle zu migrieren.

Finanziell fügt sich die Runde in eine bereits beschleunigte Entwicklung ein. Multiverse berichtet, das neue Kapital solle helfen, die Bibliothek komprimierter Modelle auszubauen und zugleich Forschung und Entwicklung (R&D) zu beschleunigen. Insgesamt käme Multiverse damit auf mehr als 700 Millionen Euro, die bis dato eingeworben wurden. Gleichzeitig wird die zeitliche Nähe zum letzten großen Schritt betont: Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das Startup eine Series B über 215 Millionen US-Dollar, entsprechend rund 190 Millionen Euro, erhalten. Laut den vorliegenden Angaben zählt Multiverse aktuell mehr als 100 Kunden in Europa und Nordamerika – in Bereichen wie Manufacturing, Finance, Energy, Aerospace, Cybersecurity, Defence sowie Life Sciences. Als Beispiele werden unter anderem der Bank of Canada genannt, außerdem Bosch, Telefónica sowie Allianz. Diese Mischung ist auch strategisch zu verstehen: Wenn Kunden aus regulierten oder sicherheitsnahen Branchen kommen, wird häufig besonders stark darauf geachtet, wo Daten verarbeitet werden und wie gut sich Systeme unter Kontrollanforderungen betreiben lassen.

Über die KI-Technologie hinaus liefert die Runde auch einen Hinweis darauf, wie stark sich der Wettbewerb in Richtung KI-Effizienz-Infrastruktur verschiebt. Multiverse positioniert sich dabei gegen das Modell, bei dem sich viele Organisationen auf große, zentrale Rechenzentren verlassen müssen, um LLM-Fähigkeiten bereitzustellen. Genau hier treffen sich mehrere Trends: Edge-Computing gewinnt an Bedeutung, „sovereign“ beziehungsweise lokal kontrollierte Umgebungen werden für bestimmte Workloads attraktiver, und Unternehmen wollen gleichzeitig Skalierung und Kostenkontrolle. Die Liste der geplanten Beteiligungen wirkt wie ein Signal, dass solche Effizienz-orientierten Ansätze nicht nur bei Technologiefreunden, sondern auch bei finanzstarken Akteuren und strategischen Investoren Rückenwind bekommen. Die Runde integriert unter anderem Zusagen des EIC-Funds, des staatseigenen spanischen Investors SETT, des Qatar Development Bank sowie NAVentures, der Corporate-Venture-Sparte der National Bank of Canada. Darüber hinaus werden Santander Alternative Investments, HP Inc und Orange Ventures als Unterstützer genannt; demnach befindet sich die Runde in finalen Stadien, bleibt aber offen für zusätzliche strategische Investoren.

Für die nächsten Monate dürfte besonders interessant sein, wie sich der Übergang von Kompression zu Betriebserfolg gestaltet. Multiverse nennt als Ziel, 2026 jährlich wiederkehrende Umsätze in Höhe von 200 Millionen Euro zu erreichen. Gleichzeitig verweist das Unternehmen darauf, dass die annualisierte Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als zehnfach gewachsen sei. Kapital in dieser Größenordnung schafft dafür nicht automatisch Produktreife – aber es gibt dem Team die Möglichkeit, die Modelle schneller iterieren zu lassen, mehr Varianten für unterschiedliche Hardware-Profile zu unterstützen und die Plattformfähigkeiten im Zusammenspiel mit Kunden-Deployments zu schärfen. Zudem will Multiverse in AI-Infrastruktur investieren und die Präsenz in Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika ausbauen. Ob sich der „Smartphone- oder Factory-Floor“-Anspruch in der Breite bewahrheitet, wird vor allem davon abhängen, wie stabil die komprimierten Modelle in unterschiedlichen Daten- und Latenzprofilen bleiben und wie gut die GPU- und Kontrollschicht die tatsächlichen Betriebsbedingungen abbildet.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Multiverse Computing: €500 Mio. Series C für KI-Modell-Kompression bis auf Smartphone-Niveau - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Multiverse Computing: €500 Mio. Series C für KI-Modell-Kompression bis auf Smartphone-Niveau".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Automation Data Center Deployment Edge Computing GPU Inference KI Künstliche Intelligenz Llm Model Compression Platform Security Sovereign
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Multiverse Computing: €500 Mio. Series C für KI-Modell-Kompression bis auf Smartphone-Niveau" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Multiverse Computing: €500 Mio. Series C für KI-Modell-Kompression bis auf Smartphone-Niveau" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Multiverse Computing: €500 Mio. Series C für KI-Modell-Kompression bis auf Smartphone-Niveau« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.118 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs