KENNEDY SPACE CENTER / LONDON (IT BOLTWISE) – Die NASA schickte die Raumsonde Psyche am 13. Oktober 2023 mit einer SpaceX Falcon Heavy ins All, um einen metallreichen Asteroiden im Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu untersuchen. Die Sonde startet ihre rund zweijährige Hauptmission im August 2029, wenn sie den Asteroiden umkreist. Ziel ist es, Bilder und Messdaten zu liefern, um die Zusammensetzung des rund 280 Kilometer breiten Objekts zu klären. Besonders spannend ist dabei die Frage, ob Psyche Teile des eisenreichen Kerns eines früheren Planetesimals enthält.

Die Raumfahrt schaut bei der NASA-Mission Psyche diesmal nicht auf einen „normalen“ Felsbrocken, sondern auf einen Himmelskörper, der nach bisherigen Messungen ungewöhnlich viel Metall enthalten könnte. Der Asteroid Psyche befindet sich im Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und soll Aufschluss darüber geben, wie eisenreiche Bausteine aus der Frühzeit des Sonnensystems entstanden sind. Die Mission ist dabei zugleich ein historischer Schritt: Laut Missionsübersicht der NASA ist Psyche die erste NASA-Studie, die gezielt einen Asteroiden mit mehr Metall als Gestein oder Eis untersuchen will.
Technisch beginnt die Reise bereits im Startfenster: Am 13. Oktober 2023 hob Psyche um 10:19 Uhr EDT vom Kennedy Space Center ab, und zwar von der Launch Pad 39A aus. Als Träger diente eine SpaceX Falcon Heavy. Etwa eine Stunde nach dem Start trennte sich die Sonde vom Raketenstapel, und rund 90 Minuten nach dem Abflug nahm sie den Zwei-Wege-Kontakt zum Deep Space Network-Komplex in Canberra, Australien, auf. Von dort aus wird die Kommunikation typischerweise so koordiniert, dass die Funkfenster zu den Missionphasen passen und die Raumsonde ihre Messdaten zuverlässig zur Erde zurückspielen kann.
Im August 2029 startet dann die „prime mission“ am Asteroiden selbst. Die Sonde soll etwa zwei Jahre lang den Asteroiden umkreisen, um ihn zu fotografieren, die Oberfläche zu kartieren und Daten zu sammeln, die auf die Zusammensetzung schließen lassen. Das Raumschiff wirkt dabei erstaunlich kompakt: Sein Rumpf entspricht laut Übersicht ungefähr der Größe eines kleinen Vans. Als Energiequelle nutzt Psyche eine solar-elektrische Antriebstechnologie, also eine Kombination aus Solarstromgewinnung und elektrischem Schub, die gerade bei langen Interplanetarmissionen Vorteile hat. Für die wissenschaftliche Auswertung ist das Instrumentenpaket entsprechend breit aufgestellt: Ein Magnetometer, ein Gamma-Ray- und Neutron-Spektrometer sowie ein multispektraler Imager sollen in der Summe Hinweise auf Materialzusammensetzung und physikalische Eigenschaften liefern.
Die Mission zielt auf eine Kernfrage, die man nicht allein aus Fernbeobachtung beantworten kann. Asteroid Psyche ist etwa 173 Meilen (280 Kilometer) im größten Durchmesser, die Oberfläche wird mit rund 64.000 Quadratmeilen (165.800 Quadratkilometern) angegeben. Die Masse bzw. Dichte wird grob auf etwa 212 bis 256 Pfund pro Kubikfuß (3.400 bis 4.100 Kilogramm pro Kubikmeter) geschätzt. Gleichzeitig ist die Gravitation auf Psyche deutlich geringer als auf der Erde, sogar weniger als auf dem Erdmond, was die geringe Anziehungskraft des Körpers widerspiegelt. Wissenschaftlich interessant ist außerdem das Datenbild aus Radar- und optischen Beobachtungen: Durch die Kombination von Radar-Signaturen und der thermischen Trägheit, also wie schnell der Körper Wärme aufnimmt und wieder abstrahlt, existiert bereits ein 3D-Modell. Dieses deutet auf zwei graben- oder beckenartige Vertiefungen hin und legt nahe, dass es erhebliche Unterschiede in Metallgehalt und Farbe über die Oberfläche geben könnte.
Was bedeutet das im Kontext der Entstehung von Planeten? Die Missionsübersicht formuliert als mögliche Erklärung, dass Psyche aus erheblichen Metallanteilen des Kerns eines Planetesimals bestehen könnte. Sollte der Asteroid tatsächlich ein Überbleibsel sein, dann bekämen Forschende einen seltenen Blick in das „Innenleben“ terrestrischer Planeten wie der Erde – denn ein Bohren in einen Metallkern ist natürlich nicht möglich. Psyche wäre dann weniger ein Laborobjekt im klassischen Sinn, sondern ein geologisches Archiv: Die Mission könnte zeigen, wie Kollisionen und Akkretionsprozesse das Material verschiedener Himmelsbereiche so umsortierten, dass am Ende ein eisenreicher Kern entstehen konnte. Gleichzeitig hält die NASA ausdrücklich auch Alternativen offen: Denkbar wäre, dass Psyche ein Restkörper eines anderen eisenreichen Materials ist, das irgendwo im Sonnensystem entstand. Genau hier liegt der Mehrwert der Naherkundung, weil erst der direkte Blick und die Messungen aus der Umlaufphase die entscheidenden Signale liefern können.
Ein zusätzlicher historischer Rahmen hilft beim Einordnen, warum gerade dieser Körper als Kandidat durchgeht. Psyche wurde 1852 vom italienischen Astronomen Annibale de Gasparis entdeckt und ist als 16. Asteroid seiner Art bekannt; daher die Bezeichnung „16 Psyche“. Der Name stammt aus der antiken griechischen Mythologie, benannt nach der Göttin der Seele. Auch die Bahngeometrie macht die Beobachtungsplanung anspruchsvoll: Psyche umkreist die Sonne im äußeren Bereich des Hauptasteroidengürtels und liegt ungefähr dreimal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Weil sich Umlaufgeschwindigkeiten unterscheiden, schwankt die Distanz zwischen Erde und Psyche – in der Übersicht genannt von weniger als 186 Millionen Meilen bis zu mehr als 372 Millionen Meilen. Für die Mission heißt das: Funklaufzeiten, Instrumentenbedarfe und die Abfolge der Datenrückläufe müssen über Jahre hinweg sorgfältig zusammenpassen.
Für Unternehmen und Entwickler in der Raumfahrt- und Datenbranche ergibt sich daraus ein realistisches Nutzungsszenario, das über das pure „Weltraum-Storytelling“ hinausgeht: Wenn Psyche bereits beginnt, Bilder zur Erde zu senden, sobald der Asteroid gesichtet wird, entsteht ein kontinuierlicher Datenstrom, der geordnet, qualitätsgeprüft und auswertbar gemacht werden muss. Das betrifft sowohl die Pipeline für Bildverarbeitung als auch die Verknüpfung von Spektraldaten mit geodätischen Modellen des Asteroiden. Selbst ohne dass in der Mission KI als eigener Betriebsbestandteil genannt wird, sind die Anforderungen an Mustererkennung, Geometriedetektion und Datenreduktion typisch für Projekte dieser Größenordnung. In der Praxis können solche Missionen damit auch als Testumgebung für robuste Softwarearchitekturen dienen, etwa für Telemetrie-Parsing, Metadaten-Standards und wiederholbare Analyseworkflows.
Bis zum Erreichen des Ziels im August 2029 bleibt die wichtigste Phase vor allem planungs- und operationsgetrieben: Psyche nimmt eine Spiralbahn zum Asteroiden, und während der Prime Mission sollen die Instrumente gezielt die Zusammensetzung und Oberflächenstrukturen erfassen, die in Radar- und thermischen Beobachtungen nur indirekt erkennbar sind. Die Wissenschaft gewinnt dabei nicht nur eine bessere „optische“ Vorstellung, sondern vor allem belastbarere Antworten darauf, ob Psyche eher ein Kernfragment ist oder ein anderer eisenreicher Restkörper. Genau diese Spannbreite macht die Mission so relevant: Sie kann ein lang diskutiertes Szenario entweder stützen oder auf neue Materialpfade in der Planetenentstehung hinauslaufen lassen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "NASA-Psyche-Mission: Studie eines metallreichen Asteroiden ab 2029" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "NASA-Psyche-Mission: Studie eines metallreichen Asteroiden ab 2029" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »NASA-Psyche-Mission: Studie eines metallreichen Asteroiden ab 2029« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!