MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Technische Universität München und NEURA Robotics haben ein ehrgeiziges Projekt gestartet: das weltweit größte Forschungs- und Trainingszentrum für humanoide Roboter. Ziel ist es, Roboter für den Alltag fit zu machen und die Sicherheit im Umgang mit Menschen zu gewährleisten.

In München entsteht derzeit ein bedeutendes Zentrum für die Entwicklung und das Training humanoider Roboter. Die Technische Universität München (TUM) und NEURA Robotics haben sich zusammengeschlossen, um das weltweit größte Forschungs- und Trainingszentrum für Robotik zu errichten. Dieses Projekt zielt darauf ab, Roboter für alltägliche Anwendungsfälle weiterzuentwickeln und sie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu trainieren. Damit soll ein Gegengewicht zu den Entwicklungen in China und den USA geschaffen werden.
Das neue Zentrum, das im TUM Convergence Center am Münchner Flughafen entsteht, wird von den MIRMI-Professoren Lorenzo Masia und Achim Lilienthal geleitet. NEURA Robotics investiert den Großteil der 17 Millionen Euro, die für die Beschaffung und Wartung der Roboterhardware benötigt werden. Diese Investition ermöglicht es NEURA Robotics, an der Forschung der TUM zu partizipieren. TUM-Präsident Thomas Hofmann ist überzeugt, dass humanoide Roboter bald ein fester Bestandteil unseres Alltags sein werden und Menschen bei vielen Aufgaben unterstützen können.
Ein zentrales Element des Projekts ist das RoboGym, in dem Roboter allgemeine Fertigkeiten erlernen sollen, die sie dann selbstständig auf verschiedene Aufgaben anwenden können. Anders als bei großen Sprachmodellen, die auf nahezu unerschöpfliche Datenquellen im Internet zurückgreifen können, sind für das Training von Robotern spezifische Daten erforderlich. Diese müssen von menschlichen Trainern erstellt und mit den Robotern durchgearbeitet werden. Dies umfasst Aufgaben wie das Falten von Schachteln oder das Zusammenstecken von Teilen.
Mit einer Fläche von 2300 Quadratmetern wird das Robotikzentrum eines der größten seiner Art weltweit sein. Die beim Training generierten Daten sollen der Robotik-Community in einem offenen Ökosystem zur Verfügung gestellt werden. Dies könnte die Entwicklung von Robotern beschleunigen und deren Sicherheit im Umgang mit Menschen gewährleisten. Die Initiative zeigt, wie wichtig es ist, in der Robotikforschung voranzuschreiten, um mit internationalen Wettbewerbern Schritt zu halten und gleichzeitig die Sicherheit und Effizienz der Roboter zu verbessern.
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