LONDON (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Windows-Systeme in Unternehmen häufiger von Abstürzen und Hängern betroffen sind als MacOS-Geräte. Diese Instabilitäten beeinträchtigen die Produktivität erheblich, da Mitarbeiter nach Unterbrechungen durchschnittlich 24 Minuten benötigen, um ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Der Bericht hebt zudem die Herausforderungen bei der Wartung und Sicherheit von Windows-Geräten hervor.

Die Zuverlässigkeit von Betriebssystemen ist ein entscheidender Faktor für die Produktivität in Unternehmen. Eine aktuelle Untersuchung des Management-Spezialisten Omnissa zeigt, dass Windows-Systeme im Vergleich zu MacOS-Geräten eine deutlich höhere Fehlerquote aufweisen. Diese Erkenntnisse stammen aus dem Digital Employee Experience Report, der anonymisierte Telemetriedaten von Millionen Endgeräten aus dem Jahr 2025 analysiert hat.
Die Studie verdeutlicht, dass technische Probleme erhebliche Auswirkungen auf die Produktivität haben. Nach einer Arbeitsunterbrechung benötigen Mitarbeiter im Schnitt rund 24 Minuten, um wieder vollständig in ihre Aufgaben zurückzufinden. Besonders auffällig ist, dass Windows-Systeme signifikant häufiger von erzwungenen Systemabschaltungen betroffen sind. Die Rate dieser Abschaltungen ist 3,1-mal höher als bei MacOS-Geräten. Auch bei Anwendungsabstürzen zeigt sich ein deutlicher Unterschied, mit einem Faktor von 2,2 zugunsten von MacOS.
Ein besonders gravierender Unterschied zeigt sich bei Programmstillständen, den sogenannten „Hängern“. Diese treten unter Windows 7,5-mal häufiger auf als auf Apple-Hardware. Diese Instabilitäten sind nicht nur ein technisches Problem, sondern haben auch weitreichende Auswirkungen auf die Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Trotz der Ankündigungen von Microsoft, spezifische Fehler bis 2026 zu beheben, bleibt der aktuelle Zustand laut den Telemetriedaten problematisch.
Parallel zur technischen Instabilität identifiziert der Bericht erhebliche Wartungsrückstände. In regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen hinken mehr als 50 Prozent der Windows- und Android-Geräte fünf großen Betriebssystem-Updates hinterher. Auch im Bildungssektor bestehen Sicherheitsdefizite, da dort über die Hälfte der Desktop- und Mobilgeräte unverschlüsselt betrieben werden. Diese Wartungsrückstände stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und erfordern dringende Maßnahmen.
Ein weiterer Aspekt der Untersuchung betrifft den Einsatz von KI-Werkzeugen auf mobilen Endgeräten. Microsofts Copilot ist auf 97,5 Prozent der verwalteten mobilen Unternehmensgeräte installiert. Dennoch nutzen Mitarbeiter häufig parallel Lösungen anderer Anbieter, wie ChatGPT auf iOS-Geräten und Googles Gemini auf Android-Plattformen. Diese parallele Nutzung zeigt, dass die Vorinstallation von Copilot nicht zu einer exklusiven Nutzung im Arbeitsalltag führt.
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