SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – OpenAI steht unter Beschuss, nachdem das Unternehmen angeblich versäumt hat, kanadische Behörden über potenzielle Bedrohungen durch einen Nutzer zu informieren. Diese Versäumnisse führten zu einer der tödlichsten Schießereien in der Geschichte Kanadas. Die Familien der Opfer haben nun Klage gegen das Unternehmen eingereicht.

OpenAI sieht sich derzeit mit schweren Vorwürfen konfrontiert, nachdem das Unternehmen angeblich nicht rechtzeitig auf Warnungen seiner Mitarbeiter reagiert hat. Diese hatten bereits Monate vor einer verheerenden Schießerei in Kanada auf die potenzielle Gefahr hingewiesen, die von einem Nutzer der ChatGPT-Plattform ausging. Die Familien der Opfer haben nun Klage gegen OpenAI und dessen CEO Sam Altman eingereicht, da sie der Ansicht sind, dass das Unternehmen die Behörden hätte informieren müssen.
Der Vorfall ereignete sich in einer Schule in British Columbia, wo der 18-jährige Jesse Van Rootselaar am 10. Februar mit einem modifizierten Gewehr das Feuer eröffnete. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben, darunter auch der Täter selbst, der sich nach der Tat das Leben nahm. Die Klagen werfen OpenAI vor, dass das Unternehmen trotz interner Warnungen keine Maßnahmen ergriffen hat, um die kanadischen Behörden zu alarmieren.
Die Klagen gegen OpenAI sind Teil einer wachsenden Zahl von rechtlichen Auseinandersetzungen, die sich mit der Rolle von KI-Unternehmen bei der Förderung von Gewalt und psychischen Krisen befassen. In der Vergangenheit wurden ähnliche Vorwürfe gegen andere Tech-Giganten erhoben, die beschuldigt wurden, nicht ausreichend gegen die missbräuchliche Nutzung ihrer Plattformen vorzugehen.
OpenAI hat in einer Stellungnahme betont, dass das Unternehmen bereits Maßnahmen ergriffen hat, um die Sicherheit seiner Plattform zu verbessern. Dazu gehören unter anderem die Stärkung der Erkennung von Bedrohungen und die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden. Dennoch bleibt die Frage, ob diese Maßnahmen ausreichen, um zukünftige Tragödien zu verhindern.
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