LONDON (IT BOLTWISE) – Signify erweitert das Philips-Hue-Portfolio um mehrere neue Funktionen für mehr Automatisierung im Alltag und mehr Entertainment-Realismus im Wohnzimmer. Mit „Custom AI Behaviours“ steuert ein KI-Assistent Beleuchtungsideen künftig per Chat oder Sprachbefehl. Für den TV-Bereich kommt neben „Screen Sync“ auch die Play HDMI Sync Box 4K als günstigere Alternative mit 4K bei 60 Bildern pro Sekunde. Zusätzlich vereinfacht ein Backup & Restore-Update das Sichern und Wiederherstellen von Lichtszenen über die Hue Bridge Pro.

Wer Entertainment- und Smart-Home-Funktionen in einem durchgängigen System bündeln will, bekommt mit der aktuellen Philips-Hue-Offensive gleich mehrere Ansatzpunkte. Signify stellt dabei nicht nur neue Leuchten für Innen- und Außenbereiche in den Vordergrund, sondern koppelt das Ökosystem deutlich stärker an „KI-gestützte“ Steuerung und an TV- bzw. Medieninhalte. Genau diese Kombination ist für viele Hue-Besitzer der wichtigste Hebel: Sobald Licht nicht mehr nur nach Zeitplänen läuft, sondern Ereignisse im Raum und auf dem Bildschirm „lesen“ oder zumindest sinnvoll interpretieren kann, steigt der Nutzen im Alltag.
Technisch zentral ist die neue Software-Funktion „Custom AI Behaviours“ für die Hue Bridge Pro. Laut Ankündigung ermöglicht das Update, Beleuchtungswünsche an einen integrierten KI-Assistenten per Chat oder Sprachbefehl zu übermitteln. Aus diesen Eingaben werden anschließend Automatisierungen, wobei der Assistent die gewünschten Auslöser, Umgebungsbedingungen sowie Zeiteinstellungen berücksichtigt. Damit rückt Hue weg von strikt vorgegebenen Automationslogiken hin zu einer sprach- bzw. dialogbasierten Konfiguration, die der Nutzer deutlich schneller anpassen kann, ohne jede Regel Schritt für Schritt manuell aufzubauen. Für den Betrieb ist außerdem „Backup & Restore“ relevant: Lichtszenen und Einstellungen sollen sich in der Hue-Cloud sichern und anschließend über die Hue Bridge Pro wiederherstellen lassen, was vor allem bei Systemwechseln oder Fehlerbehebung die typische Neuaufbauarbeit reduzieren dürfte.
Für den Entertainment-Bereich liefert Signify zwei Produktstränge: „Screen Sync“ als eigenständiges Kamerasystem und eine neue, preiswertere HDMI-Variante. „Screen Sync“ bringt eine oberhalb des Bildschirms montierte Fisheye-Kamera ins Spiel, die den Bildschirminhalt in Echtzeit analysiert und die Raumbeleuchtung unabhängig vom jeweiligen Zuspieler oder der genutzten TV-App anpassen soll. Die Leuchten reagieren dabei im gleichen Grundprinzip wie andere Hue-Sync-Lösungen: Es werden Farben und Helligkeit genutzt, um die Stimmung an das Geschehen anzulehnen. Die Sync-Idee wird in der Produktbeschreibung sehr konkret: Bei Actionfilmen sollen blaue und rote Lichtanteile bei Verfolgungsjagden Polizeisirenen visuell unterstützen; beim Fußballspiel sollen Bereiche unten grün und weiter oben Tribüneneffekte nachstellen. Gerade für Unternehmen oder Technik-Enthusiasten ist das ein Hinweis auf die Zielsetzung, möglichst app-unabhängig zu bleiben, statt sich auf nur einen Szenen-Stream zu verlassen.
Daneben setzt Signify mit der Philips Hue Play HDMI Sync Box 4K auf eine klassische HDMI-Quelle – und adressiert damit Nutzer, die lieber zentral und eindeutig am Zuspieler arbeiten. Als Alternative zur 8K-Variante nennt Signify eine 4K-Option mit 60 Bildern pro Sekunde. Wer zudem auf Full HD herunterrunterskaliert, soll sogar 120 FPS erreichen können. Praktisch bedeutet das: Die Sync-Box analysiert das Bildsignal, anschließend werden kompatible Hue-Leuchten genutzt, um das Licht zu optimieren und damit die Immersion zu erhöhen. Auch für den Alltag ist die HDMI-Integration ein Plus, weil sie die Lichtsteuerung an ein definiertes Signal koppelt und damit weniger von wechselnden App-Implementierungen abhängt. Zudem erweitert Signify die Flexibilität bei der Kopplung von TV-Lightstrips wie dem neuen Play Gradient Lightstrip: Diese Kopplung soll künftig auch direkt über Bluetooth erfolgen können, ohne dass eine zwischengeschaltete Hue Bridge notwendig ist.
Ökosystem-seitig baut Signify die Anschlussfähigkeit weiter aus. Bei der Kooperation mit Nanoleaf geht es darum, dass sich die LED-Panelreihen „Nanoleaf Shapes“ (Hexagon, Triangle und Mini Triangle) über ein neues Wandleuchtenmodul in das Hue-Ökosystem einbinden lassen. Dadurch sollen sich die Panels in Szenen oder TV-Synchronisationen integrieren lassen. Auch der Leuchten-Stack wird erweitert: Neu im Angebot sind unter anderem der flexible „Liane 360°“-Lichtschlauch mit OmniGlow-Technologie sowie neue Modelle der Signe-Reihe und zusätzliche Festavia-Lichterketten einschließlich zuschneidbarer Outdoor-Lightstrips. Wer bereits mehrere Hersteller im Smart-Home nutzt, profitiert hier vor allem davon, dass die Steuer- und Szenenlogik weniger fragmentiert bleibt und sich neue Hardware schneller in bestehende Abläufe einfügen lässt.
Außerdem rückt Signify die Integration von Audio- und Lichtsteuerung in den Fokus: In Zukunft sollen sich Audiosysteme von Sonos direkt über Tasten und Drehregler des Philips Hue Tap Dial Switch steuern lassen. Das ist insbesondere für Nutzer relevant, die die Bedienung bewusst „haptisch“ halten wollen, statt jedes Mal über App oder Sprachassistent zu gehen. Für den Markt stellt die Paketlogik eine klare Botschaft dar: Hue positioniert sich nicht nur als Lichtsystem, sondern als Steuerzentrale, die TV, Audio und Smart-Home-Regeln enger miteinander verzahnt. Die Preis- und Timing-Details unterstreichen dabei, dass Signify bewusst unterschiedliche Budgets bedient: Die Play HDMI Sync Box 4K soll ab 149,99 Euro verfügbar sein, „Screen Sync“ ab 119,99 Euro, das Wandleuchtenmodul für Nanoleaf Shapes ab 39,99 Euro. Der Liane-Lichtschlauch startet ab 399,99 Euro und Festavia-Erweiterungen ab 229,99 Euro. Verfügbarkeit: Die Hardware-Neuheiten sollen ab dem 3. September 2026 bestell- und einsatzbereit sein; die Software-Updates für die KI-Funktionen kommen Anfang Oktober 2026 für die Hue Bridge Pro, während die neue Sonos-Integration Ende des Jahres folgen soll.
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