LONDON (IT BOLTWISE) – Polar startet im Herbst 2026 eine kostenlose Webinarreihe zur Herzfrequenzmessung und Trainingssteuerung. In drei Live-Sessions zeigen Indrei Live-Sessions Olympionikin Dr. Laura Hottenrott und Sportwissenschaftler Prof. Dr. Kuno Hottenrott, wie sich Herzfrequenzdaten vom Grundlagen-Setup bis zur Auswertung im Trainingsalltag nutzen lassen. Dabei geht es auch um die Unterschiede optischer Messung am Handgelenk versus Brustgurt, um Regeneration und um typische Missverständnisse rund um Laktat. Die Termine beginnen am 30.09.2026, jede Session dauert 60 Minuten – danach bleibt Zeit für Fragen.

Herzfrequenzdaten sind für viele Läuferinnen und Läufer längst mehr als nur eine bequeme Zahl am Handgelenk. Polar bringt dieses Thema im Herbst 2026 in eine kostenlose Webinarreihe und setzt dabei konsequent auf einen durchgängigen Praxisbogen: von der Frage, was die Herzfrequenz als objektiven Parameter für Trainingsbelastung eigentlich leistet, bis hin zur konkreten Auswertung von Einheiten in Polar Flow. Die Serie startet am 30.09.2026 um 18:30 Uhr mit einem Einstiegswebinar, gefolgt von zwei weiteren Live-Sessions am 14.10.2026 und 21.10.2026 – jeweils ebenfalls um 18:30 Uhr und mit jeweils 60 Minuten Programmdauer plus anschließender Q&A-Phase.
Besonders interessant ist die didaktische Aufteilung: Dr. Laura Hottenrott und Prof. Dr. Kuno Hottenrott führen nicht nur in Grundlagen ein, sondern greifen typische Probleme auf, die in Trainingsplänen immer wieder auftauchen. In der ersten Session wird die Rolle der Herzfrequenz als Belastungsindikator in den Mittelpunkt gestellt – also die Frage, warum der Wert im Training überhaupt als Steuergröße taugt. Daraus leitet die Reihe direkt die Praxis für die Zonearbeit ab: Die Teilnehmer sollen lernen, Herzfrequenz-Trainingszonen präzise festzulegen und einzuordnen, warum Zonen zwischen Frauen und Männern unterschiedlich ausfallen können. Diese Perspektive ist für viele Zielgruppen relevant, weil die Zonen-Einstellungen häufig entweder pauschal übernommen oder ohne den nötigen Abgleich in den Alltag integriert werden.
Technisch wird die Webinarreihe dann an den Stellen greifbar, an denen Messsysteme im Alltag auseinanderlaufen: Ein wiederkehrendes Thema ist die Vergleichbarkeit von Brustgurtmessung und optischer Messung am Handgelenk. Während der Brustgurt über einen direkten elektrischen Kontakt typischerweise ein anderes Signal liefert als eine photopletysmografische Messung (PPG), hängt die optische Messung in der Praxis stärker von Bewegung, Hautkontakt und Messbedingungen ab. Genau diese Unterschiede sollen laut Programm nicht nur erwähnt, sondern in ihren Vor- und Nachteilen verständlich gemacht werden – damit Trainingssteuerung nicht auf Annahmen beruht, sondern auf dem, was das jeweilige Messprinzip im eigenen Setup tatsächlich hergibt.
Inhaltlich baut die Webinarreihe auch eine Brücke zur Erholung, die in vielen Trainingsdokumentationen untergeht. Im weiteren Verlauf steht Regeneration im Fokus, inklusive der Aussagekraft von Morgenmessungen sowie der Erholungsherzfrequenz als Kennzahl. Gerade Morgenwerte werden häufig als „Beweis“ interpretiert, obwohl sie in Wirklichkeit nur ein Baustein im Gesamtbild sind. Indem die Hottenrott-Experten das Thema Erholung explizit adressieren, wird klar: Wer Herzfrequenzdaten sinnvoll nutzt, braucht nicht nur eine gute Messung, sondern auch Regeln dafür, wie man aus Variation in den Daten Handlung ableitet – und wann man gerade nicht überreagiert.
Die dritte Session setzt dann auf Trainingssteuerung und Auswertung mit Polar-typischen Kennzahlen. Dazu gehören Cardio Load (genannt werden Strain und Tolerance), der Cardio Load Status sowie die Analyse und der Vergleich von Einheiten in Polar Flow. Das ist für ambitionierte Läuferinnen und Läufer besonders relevant, weil Belastung nicht nur „in der Einheit“ stattfindet, sondern sich als Muster in den Trainingsdaten abbildet: Welche Intensität dominiert, wie sich die Gesamtbelastung über Tage entwickelt und wie sich Einheiten relativ zueinander einordnen lassen. Ergänzend wird Laura Hottenrott Einblicke in ihre Wettkampfvorbereitung im Marathon und Trailrunning geben – mit echten Daten und Beispielen aus der Praxis, die zeigen sollen, wie sich Periodisierung und Detailsteuerung im Trainingsalltag umsetzen lassen, ohne den Blick für das große Ganze zu verlieren.
Für die Zielgruppe hat das auch eine unmittelbare Markt- und Implementationsdimension: Kostenloser Zugang zu einer abgestimmten Lernstrecke senkt die Hürde, Trainingssoftware nicht nur „anzuschauen“, sondern systematisch zu nutzen. Wer bereits ein Setup mit Polar Flow und Herzfrequenzmessung im Einsatz hat, kann in den drei Terminen konkret nachvollziehen, wie man Zonen, Messqualität und Auswertung zusammenführt. Für Teams, Vereine oder Gesundheitssportler ist die Reihe zudem ein niedrigschwelliger Einstieg, weil die Webinare sowohl die Motivation hinter dem Messen als auch die praktischen Schritte zur Auswertung abdecken. Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Datenerfassung hin zur Trainingsstrategie – und genau dort entscheiden sich oft Effektivität und langfristige Verträglichkeit.
Die Termine im Überblick: Mittwoch, 30.09.2026, 18:30 Uhr (Webinar 1: „Wie profitiere ich von der Herzfrequenz-Messung?“), Mittwoch, 14.10.2026, 18:30 Uhr (Webinar 2: „Wie trainiere ich als Fitness- und Gesundheitssportler langfristig gesund und effektiv?“) sowie Mittwoch, 21.10.2026, 18:30 Uhr (Webinar 3: „Wie steuere und analysiere ich mein Training?“). Wer teilnehmen möchte, kann sich laut Ankündigung kostenlos anmelden; danach lohnt sich die Vorbereitung mit den eigenen Messgewohnheiten, damit Fragen im Live-Format nicht im Abstrakten hängen bleiben. Denn am Ende entscheidet sich die Qualität der Trainingssteuerung daran, ob Messung, Interpretation und Handlung in denselben Rahmen passen.
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