BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigt: 25 Prozent der Beschäftigten berichten von problematischem Suchtmittelkonsum unter Kollegen. Besonders häufig wird das Risiko in Verkehr und Logistik sowie im Sozialwesen wahrgenommen. Gleichzeitig sagt nur ein Teil der Befragten, interne Regeln zu kennen und offen darüber zu sprechen. Die Meldung macht deutlich, dass Prävention in Unternehmen nicht nur Human-Ressources-Aufgabe ist, sondern direkt mit Arbeitssicherheit und Ausfallrisiken zusammenhängt.

Problematischer Suchtmittelkonsum ist in vielen Betrieben noch immer ein blinder Fleck: Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) berichten 25 Prozent der Beschäftigten innerhalb der letzten zwei Jahre von Fällen problematischen Konsums unter Kolleginnen und Kollegen. Das betrifft nicht nur das Wohlbefinden einzelner Personen, sondern wirkt unmittelbar auf die betriebliche Sicherheitslage. Besonders auffällig ist die Wahrnehmung in verkehrsnahen und sicherheitskritischen Rollen, weil hier Konzentration, Reaktionszeit und Koordination die zentrale Betriebsgröße sind. Damit verschiebt sich das Thema von einer rein individuellen Gesundheitsperspektive hin zu einem messbaren Unternehmensrisiko.
Die Umfrage macht außerdem sichtbar, wie sich das Risiko über Substanzarten verteilt. Am häufigsten wird Alkohol genannt: 21 Prozent der Befragten verweisen auf entsprechenden Konsum im Arbeitsumfeld. Cannabis und Nikotin folgen mit jeweils 5 Prozent, während illegale Drogen oder Missbrauch von Medikamenten bei 4 Prozent der Befragten auftauchen. Für Unternehmen ist diese Verteilung relevant, weil sie unterschiedliche Präventionsbausteine erfordert: Schulungen und Gesprächsleitfäden müssen zum Beispiel stärker auf erkennbare Muster im Arbeitsalltag ausgerichtet werden, während arbeitsmedizinische Angebote und Beratung passgenau für unterschiedliche Konsumkontexte geplant werden sollten. So entsteht eine Präventionsstrategie, die nicht nur „im Prinzip“ funktioniert, sondern im Tagesgeschäft.
Besonders viele Meldungen kommen aus Branchen, in denen Fehler statistisch schneller sichtbar werden. Verkehr und Logistik nennen 35 Prozent, Sozialwesen 32 Prozent, öffentliche Verwaltung 31 Prozent und das verarbeitende Gewerbe 30 Prozent. Die DGUV betont dabei vor allem den Zusammenhang zwischen Gesundheitsgefährdung, Sicherheitsbeeinträchtigung und erhöhtem Unfallrisiko. Technisch betrachtet ist das ein klassischer Fall von „unsicherer Eingabe“ in einen ansonsten stabilen Prozess: Wenn Aufmerksamkeit oder Verhaltensmuster schwanken, geraten Systeme aus Abläufen, Maschinenbedienung und Teamkommunikation aus dem Toleranzbereich. Für die betriebliche Praxis heißt das, Prävention als Teil des Sicherheitsmanagements zu verankern und nicht als Randthema der HR-Abteilung zu behandeln.
Ein weiterer Engpass liegt nicht im Fehlen von Regeln, sondern in der Bekanntheit und gelebten Gesprächskultur. Nur 54 Prozent der Befragten geben an, interne Richtlinien zu kennen; lediglich 28 Prozent erleben eine offene Gesprächskultur. Diese Lücke ist für Unternehmen besonders teuer, weil sie die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass problematische Situationen zu spät erkannt und zu langsam adressiert werden. In vielen Organisationen konkurrieren Suchtprävention und andere Compliance-Themen um Aufmerksamkeit, Budget und Trainingskapazitäten. Als Gegenmodell setzen einige Arbeitgeber auf externe Strukturen wie Employee Assistance Programs (EAP) von spezialisierten Anbietern wie ComPsych, die niedrigschwellige Beratung und Kommunikationsleitfäden ergänzen. Wichtig ist dabei: Externe Angebote ersetzen keine betrieblichen Sicherheitsprozesse, können aber die Kontaktaufnahme für Betroffene deutlich vereinfachen.
DGUV-Geschäftsführer Stephan Fasshauer formuliert den Kern des Problems deutlich: In vielen Betrieben werde problematischer Konsum zwar wahrgenommen, aber häufig nicht offen angesprochen. Für wirksame Prävention, so die Kernaussage, müsse man Risiken früh erkennen, Gespräche ermöglichen und Betroffene unterstützen, bevor aus Einzelfällen Krisen werden. Diese Perspektive ist auch aus Datenschutz- und Compliance-Sicht entscheidend, denn die Grenze zwischen Unterstützung und Überwachung ist in der Praxis schnell erreicht. Unternehmen sollten daher auf organisatorische Maßnahmen setzen, etwa klaren Eskalationswegen, Anonymisierung in Auswertungen von Meldedaten und strikter Zweckbindung, statt mit pauschalen Kontrollmechanismen zu arbeiten.
Aus technischer Sicht lässt sich das Thema in moderne Sicherheits- und Compliance-Workflows übersetzen. Während viele Firmen weiterhin vor allem auf Papierunterweisungen setzen, gewinnen systematische Trainingspfade, dokumentierte Gesprächsleitfäden und revisionssichere Nachweise an Bedeutung. In einer Cloud-nativen Architektur kann das zum Beispiel als regelbasierte „Policy-as-Code“-Logik umgesetzt werden: HR-Workflows lösen automatisch verpflichtende Schulungsbausteine aus, sobald Rollen in sicherheitskritischen Bereichen geändert werden, und speichern dabei nur die für Nachweiszwecke notwendigen Metadaten. Ein enger Abgleich mit dem Betriebsrat und die konsequente minimale Datenerhebung reduzieren Risiken. Damit entsteht eine Skalierung, die nicht an Einzelpersonen hängt, sondern Prozesse robust macht.
Der Markt bewegt sich insgesamt in Richtung integrierter Prävention: Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit und psychische Belastungen werden zunehmend als zusammenhängende Risiko-Faktoren betrachtet. Unternehmen, die das jetzt ignorieren, treffen künftige Entscheidungen unter verschärftem Druck: Fachkräftemangel macht Standortattraktivität zum Wettbewerbsfaktor, und steigende Anforderungen an Sicherheitsnachweise erhöhen den Handlungsbedarf. Für die nächsten Monate ist zu erwarten, dass viele Arbeitgeber verstärkt in Schulungen, klare Kommunikationswege und belastbare Unterstützungsangebote investieren werden. Praktisch bedeutet das für die KI- und Software-nahe Enterprise-Welt vor allem: Präventions- und Compliance-Tools müssen erklärbar bleiben, Daten minimieren und Sicherheitsprozesse unterstützen, damit Unterstützung nicht zu Kontrollillusionen wird.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Problematischer Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz: DGUV-Umfrage warnt Unternehmen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Problematischer Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz: DGUV-Umfrage warnt Unternehmen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Problematischer Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz: DGUV-Umfrage warnt Unternehmen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!