SCHLESWIG-HOLSTEIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Sozialverband Schleswig-Holstein setzt auf ein Schulungsprogramm mit ehrenamtlichen Helfern: In Dithmarschen und Kiel wurden bereits rund 300 Senioren im Umgang mit Smartphones und Tablets gecoacht. Im Fokus stehen Messengerdienste wie WhatsApp, Bildtelefonie sowie der sichere Alltag mit Apps und Systemeinstellungen. Gleichzeitig adressieren die Helfer konkrete Sorgen vor Abo-Fallen und digitalen Betrugsmaschen. Ab Herbst soll das Konzept landesweit ausgerollt werden – und dafür bekommt das Ehrenamt zusätzliche Unterstützung.

Wer im Alter zum ersten Mal ein Smartphone bedienen soll, trifft selten auf „die Technik“ als abstraktes Thema, sondern auf eine Vielzahl kleiner Stolperstellen: Passwortabfragen, App-Berechtigungen, Textblasen bei Messengerdiensten und die Frage, warum ein Kontakt plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Genau an dieser Alltagsebene setzt das Projekt „Digitale Gesandte“ des Sozialverbands Schleswig-Holstein an. Der Verband berichtet von einer ersten Zwischenbilanz nach rund einem halben Jahr Einsatz: In den Pilotregionen Dithmarschen und Kiel wurden bereits etwa 300 Senioren geschult. Ziel ist dabei nicht nur das Erlernen einzelner Klickfolgen, sondern die digitale Teilhabe als Grundlage für soziale Kontakte, etwa zu Angehörigen und Freunden.
Technisch betrachtet ist die Schulung deshalb weniger ein Unterricht über „Digitalisierung“ als vielmehr eine strukturierte Begleitung bei typischen Interaktionen. Die Beratungen orientieren sich an praktischen Bedürfnissen und gehen bewusst dorthin, wo Kommunikation konkret stattfindet: Der Einsatz von Messengerdiensten wie WhatsApp wird ebenso behandelt wie die Einführung in Bildtelefonie. Gerade bei der Videokommunikation zeigt sich schnell, ob Menschen die Schritte von der Kontaktliste bis zum Mikrofon- und Kamera-Check verstanden haben. Darüber hinaus gehören auch App-Anwendungen aus dem Alltag dazu, etwa Supermarkt-Apps, sowie das grundlegende Verständnis von Systemeinstellungen auf Smartphone und Tablet. So entsteht ein Kompetenzmix, der sich an wiederkehrenden Situationen orientiert statt an theoretischen Begriffen.
Daneben rückt der Verband einen zweiten Schwerpunkt in den Vordergrund: Prävention und Aufklärung. Viele ältere Nutzer äußern demnach Bedenken hinsichtlich möglicher Abofallen oder anderer digitaler Betrugsmaschen. In der Praxis bedeutet das für die Helfer vor allem, Risiken greifbar zu machen, ohne die Technik generell als gefährlich darzustellen. Wenn Teilnehmende lernen, welche Hinweise auf Abzocke hindeuten können, wie man innerhalb von Apps sicher vorgeht und welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind, sinkt die Hemmschwelle, digitale Dienste überhaupt auszuprobieren. Der Ansatz zielt damit auf Souveränität: nicht „angstfrei durch die Technik“, sondern sicher genug, um das Gerät im Alltag selbstbestimmt einzusetzen.
Für die Umsetzung spielt das Ehrenamt eine zentrale Rolle, weil die Hürden selten gleichmäßig verteilt sind. Das Programm stützt sich aktuell auf 80 ehrenamtliche Kräfte, die gezielt darauf vorbereitet wurden, technische Sachverhalte so zu vermitteln, dass sie wirklich ankommen. Entscheidend ist dabei die Fähigkeit, individuell auf Rückfragen einzugehen und Erklärungen in mehreren Schwierigkeitsgraden anzubieten. Der Verband plant bereits eine Kapazitätserweiterung: In Kürze sollen 18 weitere ehrenamtliche Helfer ihre Tätigkeit aufnehmen, um die Reichweite des Projekts zu erhöhen. Damit reagiert das Konzept auf einen typischen Engpass digitaler Qualifizierung, nämlich nicht die „Nachfrage“ an sich, sondern die begrenzte Zahl an Personen, die im persönlichen Austausch unterstützen können.
Ein Blick auf die genannten Fachbegriffe zeigt, warum diese Personalität so wichtig ist. Begriffe wie AirDrop, iCloud oder iOS können als Einstieg in die digitale Welt abschreckend wirken, weil sie je nach Nutzererfahrung entweder wie Technikjargon oder wie schwer entwirrbare Funktionsräume erscheinen. Genau deshalb lässt sich die Schulung auch als Übersetzungsarbeit verstehen: Helfer müssen erklären, was diese Begriffe im Alltag bedeuten, wo sie auftauchen und welche Optionen die Nutzer wirklich benötigen. Das Projekt adressiert diese Einstiegshürde nicht zuletzt über anschauliche Vermittlung, sodass aus dem Begriff „Speicherort in der Cloud“ eine konkrete Erwartung wird: Welche Inhalte sind verfügbar, wie lassen sie sich finden und was passiert bei einem Wechsel zwischen Geräten?
Der Zeitplan verdeutlicht zugleich, wie schnell aus einem regionalen Pilot ein flächendeckendes Angebot werden soll. Nach den Erfahrungen der ersten sechs Monate in Dithmarschen und Kiel strebt der Sozialverband eine Ausweitung auf ganz Schleswig-Holstein an. Eine finale Entscheidung, welche Standorte als Nächstes erschlossen werden, soll im Herbst 2026 fallen. Schon jetzt wird klar, warum der Herbst als Taktgeber gewählt ist: Das Projekt muss nicht nur organisatorisch wachsen, sondern auch didaktisch konsistent bleiben, damit Teilnehmende in späteren Regionen die gleiche Qualität der Unterstützung erhalten. Für den Verband ist außerdem die Resonanz der bisherigen Teilnehmer ein wichtiger Bestätigungspunkt für die Annahme, dass der Bedarf wiederkehrend und breit genug ist.
Mit dem Projekt reagiert der Sozialverband außerdem auf eine breitere Entwicklung: Dienstleistungen wandern zunehmend in den digitalen Raum. Einkäufe über Applikationen und die Kommunikation mit Institutionen sind Beispiele, die im Alltag immer häufiger vorkommen. Für Senioren kann das bedeuten, dass digitale Kompetenzen nicht „nice to have“ sind, sondern eine Voraussetzung, um Isolation zu vermeiden und im Alter handlungsfähig zu bleiben. Im Kern geht es daher um soziale Teilhabe und Selbstständigkeit – und das nicht als abstraktes Leitmotiv, sondern als konkrete Fähigkeit, Termine zu koordinieren, Nachrichten zu verstehen und sich im digitalen Alltag zurechtzufinden. Genau hier kann ein ehrenamtlich getragenes Schulungsmodell seine Stärke ausspielen: Es verbindet Technikvermittlung mit menschlicher Begleitung, und genau diese Kombination entscheidet häufig darüber, ob aus einmaligem Ausprobieren dauerhaftes Vertrauen wird.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Projekt „Digitale Gesandte“: 300 Senioren in Schleswig-Holstein geschult" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Projekt „Digitale Gesandte“: 300 Senioren in Schleswig-Holstein geschult" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Projekt „Digitale Gesandte“: 300 Senioren in Schleswig-Holstein geschult« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!