LONDON (IT BOLTWISE) – StarkWare und Avihu Levy haben nach eigenen Angaben eine quantenresistente Bitcoin-Transaktion direkt auf dem Mainnet umgesetzt. Die Technik nutzt Signature Grinding, um im Zeitraum der Bestätigung im Mempool die Exposition von kryptografischem Material zu reduzieren. Damit soll Bitcoin auch dann abgesichert bleiben, wenn ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer Shor-klassische Angriffe auf die üblichen Annahmen plötzlich praktisch macht. Entscheidend ist dabei, dass die Transaktion in einem nicht standardkonformen Format über einen speziellen Miner-Zugang eingebracht wurde.

Statt auf eine sofortige Bitcoin-Änderung zu warten, demonstriert StarkWare mit einer Mainnet-Transaktion einen anderen Weg: Bitcoin kann nach dem Konzept von Avihu Levy schon jetzt eine Art „zweiten Schlossmechanismus“ gegen Quantenangriffe erhalten, ohne die bestehende Kryptografie per Soft Fork umzubauen. Konkret geht es um einen Moment im Transaktionslebenszyklus, der bisher eher als gegeben betrachtet wurde: Während eine Transaktion im Mempool wartet und auf Bestätigung durch Miner hofft, bleibt ein Teil der Ableitbarkeit öffentlich nachvollziehbar. Levy setzt genau hier an, indem er die Signaturerzeugung so verändert, dass das angreifbare Material in der Wartephase weniger leicht ausnutzbar ist.
Technisch basiert der Ansatz auf „Signature Grinding“. Klassische Annahmen gehen davon aus, dass die mathematischen Aufgaben, die Bitcoin-Validierung und -Signierung absichern, durch Quantenalgorithmen wie Shor nicht in sinnvoller Zeit umgegangen werden können. Levy beschreibt allerdings einen Zusatz-Mechanismus: Nicht die erste gültige Signatur wird akzeptiert, sondern es werden Kandidaten mehrfach erzeugt, bis eine Signaturform vorliegt, die der Angreiferin zwar den Validierungsnachweis liefert, aber beim Zeitpunkt „Transaktion liegt im Mempool“ weniger Information preisgibt. Das Grinding ist damit ein bewusst teurer Brute-Force-Suchprozess; der Quantencomputer soll keine Abkürzung haben, weil ihm in der konkreten Signaturdarstellung der verwertbare Weg fehlt. In der Darstellung aus der StarkWare-Umgebung braucht eine einzelne Transaktion „Stunden“ Rechenzeit, um den gewünschten Kandidaten zu treffen – ein Trade-off aus Zeitaufwand gegen zusätzliche Sicherheit.
Der Praxisweg unterscheidet sich allerdings von „einfach broadcasten“. Bitcoin-Node-Implementationen relaysieren Transaktionen normalerweise nur im standardisierten Format, das sie kennen. Levy nutzt für die Demonstration ein nicht standardkonformes Transaktionsformat, weshalb die Transaktion laut Bericht nicht den üblichen Weg über das Netzwerk nehmen konnte, sondern „direkt“ über MARA’s Slipstream Service eingereicht werden musste. Slipstream funktioniert damit als gezielter Einbringkanal für Miner, die solche Spezialformate akzeptieren. Entsprechend wurde die Transaktion von MARA gemined; auf der Blockchain ist sie anschließend nachvollziehbar, etwa über „https: //mempool.space/tx/305a24ffea912b9cf428f29ebf952321c96dab5bab284fc0d0801562f5abab07“. Für Unternehmen und Entwickler ist vor allem diese Lücke interessant: Selbst wenn eine Sicherheitsidee kryptografisch „innerhalb“ von Bitcoin bleibt, entscheidet die Netzwerk- und Relay-Schicht darüber, wie schnell und wie breit sich die Technik tatsächlich einsetzen lässt.
Der Markt- und Strategie-Nachhall fällt deshalb mehrschichtig aus. StarkWare ordnet die Arbeit gleichzeitig als Sicherheitsnetz und als Etappe auf dem Weg zu einer langfristigen, protocol-level Lösung ein. Der CEO Eli Ben-Sasson verbindet das mit einer aktiven Kommunikationslinie zur Soft-Fork-Debatte: „A soft fork should happen, and I believe it will. But Avihu’s breakthrough is important because it gives the psychological reassurance which we need and which the asset itself needs. Namely, methods exist to secure Bitcoin.“ In einer weiteren Passage vergleicht er die Lage mit dem Bild von „lifeboats“ und betont, dass das Vorhandensein von Rettungsbooten keine Entwarnung bedeutet: „What Avihu has illustrated is that there are lifeboats. That is not a reason to relax. It is a reason to build more of them, and to build them now.“ Diese Rhetorik adressiert eine typische Wirkungskette: Wenn Sicherheitsmaßnahmen kurzfristig demonstrierbar sind, wächst intern und extern die Bereitschaft, auch komplexere Protokolländerungen weiterzuverfolgen.
Auch die Entstehungsgeschichte, die Levy selbst beschreibt, zeigt, wie nah Forschungsarbeit und Engineering im Alltag für solche Projekte zusammenrücken. In einem Interview erzählte er, dass der entscheidende Denkimpuls „in the shower“ entstanden sei. Wörtlich berichtet Levy: „Like it clicked and I just… went and wrote the whole thing.“ Dass er außerdem öffentlich macht, wie er den Machbarkeitscheck formuliert hat, unterstreicht den Charakter als Systemidee: „I was asking can I actually make it a Quantum Safe Bitcoin transaction? And then it turned out I was saying ‘I think I can.’“ Diese Art von „von der Idee zur Demonstration“-Narrativ ist für die Community deshalb relevant, weil es das zentrale Risiko reduziert: Post-Quantum-Strategien scheitern in der Praxis oft nicht an der Theorie, sondern an Implementierungs- und Integrationsdetails. Hier ist Integration sogar der Hauptgrund, warum Slipstream und ein Miner-Partner überhaupt ins Spiel kommen.
Für die Einordnung lohnt sich außerdem der Abgleich mit StarkWare-eigenen Post-Quantum-Schwerpunkten. Das QSB-Verfahren verwendet laut Beschreibung keine STARKs, also nicht den Kernbaustein von StarkWare. Trotzdem taucht das Thema im „Roadmap“-Kontext auf: StarkWare arbeitet parallel an STARKs als post-quantenresistente Komponente und beschreibt zudem, wie ein Plan zur Quantum-Sicherheit von Starknet laufen soll. Der Schritt zu quantenresistenten Brückentechnologien für „starkBTC“ wird in der gleichen Argumentationslinie genannt: Wenn eine Bitcoin-Soft-Fork noch nicht da ist, müssen Brücken zwischen Netzwerken trotzdem Sicherheitsanforderungen erfüllen. Für Entscheider in Krypto-Ökosystemen bedeutet das: Ein Protokoll-Upgrade mag mittelfristig kommen, kurzfristig aber entstehen Sicherheitsinseln, die entweder (a) als temporäre Absicherung dienen oder (b) als Übergangsarchitektur bereits Produktreife erreichen.
Interessant ist bei allem die konkrete Konsequenz für die nächsten Entwicklungszyklen. Levy macht den Code öffentlich verfügbar und stellt damit die Grundlage bereit, um die Methode nachzurechnen, zu optimieren und in Tools zu integrieren. Gleichzeitig bleibt ein klarer Engineering-Engpass bestehen: Die Nicht-Standardformatigkeit und die damit verbundene Abhängigkeit von akzeptierenden Minern zeigen, dass „quantensicher“ nicht nur ein Kryptografieversprechen ist, sondern auch ein Netzwerk- und Betriebsversprechen. Wenn künftige Soft-Forks weiter vorankommen, kann Signature Grinding entweder in ein breiteres Protokoll einfließen oder als ergänzender Layer weitergenutzt werden. Genau diese Kombination aus kurzfristiger Absicherung, überprüfbarer Demonstration und laufender Protokollstrategie ist es, die die Debatte über Quantenrisiken im Bitcoin-Kontext spürbar verschiebt.
Leserinnen und Leser sollten die Meldung daher weniger als fertige Endlösung verstehen, sondern als Beleg, dass Quantenresistenz nicht zwingend bei Null beginnt. Die „exponierte Phase“ der Mempool-Wartezeit ist ein gut definierter Moment, an dem ein zusätzlicher Mechanismus systematisch ansetzen kann. Wer Quantenrisiken in Treasury-Planungen oder Infrastruktur-Designs adressiert, bekommt damit einen neuen Baustein: nicht nur „warten auf die große Protokolländerung“, sondern auch „lokale, transaktionsnahe Schutzmechanismen“ einführen, wo der Betrieb das zulässt. Die eigentliche Herausforderung wird dann weniger kryptografisch als organisatorisch: Wie schnell sich ein solcher Schutz in Praxisabläufe überführen lässt, und wie gut er in eine spätere, protocol-level Lösung übertragbar bleibt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Quantum-resistente Bitcoin-Transaktion ohne Soft Fork: StarkWare zeigt Signature Grinding auf dem Mainnet" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Quantum-resistente Bitcoin-Transaktion ohne Soft Fork: StarkWare zeigt Signature Grinding auf dem Mainnet" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Quantum-resistente Bitcoin-Transaktion ohne Soft Fork: StarkWare zeigt Signature Grinding auf dem Mainnet« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!