LONDON (IT BOLTWISE) – Der REMS-Ultraschall stimmt in einer Studie nur zu 64 Prozent mit der DXA-Messung überein. Damit eignet sich die Ultraschallmethode offenbar nicht als vollständiger Ersatz für die gängige Knochendichte-Diagnostik. Besonders für die Therapiekontrolle sehen die Studienautoren klare Grenzen. Für die Praxis bleibt es entscheidend, neben der Dichtemessung auch klinische Risikofaktoren und Sturzursachen zu bewerten.

Bei der Osteoporose-Diagnostik prallen zwei Perspektiven aufeinander: Die Knochendichte liefert wichtige Hinweise, ersetzt aber nicht die gesamte klinische Risikoanalyse. Genau deshalb wird in aktuellen Ratgebern die Interpretation von Kennwerten wie T- und Z-Wert so prominent behandelt. Hintergrund ist, dass die Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA) international als Referenzmethode gilt, während alternative Verfahren wie REMS-Ultraschall (Radiofrequency Echographic Multi Spectrometry) eher als ergänzende Bausteine diskutiert werden. Wer Diagnostik und Therapieplanung zusammen denkt, muss deshalb verstehen, was eine einzelne Messung wirklich abbildet – und was nicht.
Technisch betrachtet vergleicht DXA die Knochendichte an definierten Arealen wie Lendenwirbelsäule und Hüfte. Für Erwachsene erfolgt die Einordnung über den T-Wert, der das Ergebnis mit der Knochenmasse junger, gesunder Erwachsener ins Verhältnis setzt: Werte von -1,0 oder höher gelten als normale Knochenmasse, der Bereich zwischen -1,0 und -2,5 beschreibt Osteopenie, und ab -2,5 liegt definitionsgemäß Osteoporose vor. Für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene sowie Frauen vor der Menopause greift dagegen der Z-Wert, der die gemessene Knochendichte mit der durchschnittlichen Knochenmasse gleichaltriger Personen gleichen Geschlechts und mit identischer Körpergröße vergleicht. Ein Z-Wert ab 0 entspricht dem Zielbereich, Werte darunter liegen unter dem altersbezogenen Durchschnitt.
Doch selbst eine „passende“ Knochendichte erklärt das Frakturrisiko nur teilweise. Der Grund liegt in der Knochenqualität: Stabilität hängt nicht nur von der Menge an Knochenmineral ab, sondern auch von Struktur und Materialeigenschaften. Zudem verläuft Osteoporose häufig schmerzfrei; Wirbelbrüche bleiben dadurch mitunter lange unbemerkt und zeigen sich erst später etwa durch einen zunehmenden Größenverlust oder einen Rundrücken. Auch Laborwerte können keine vollständige Entwarnung liefern: Ein normaler Kalzium- und Vitamin-D-Status schließt Osteoporose nicht aus. Für eine erweiterte Abklärung nennen medizinische Darstellungen daher je nach Fragestellung Parameter wie Parathormon (PTH), Schilddrüsenwerte sowie Knochenumsatzmarker. Dazu gehören Marker der Knochenformation wie P1NP, knochenspezifische alkalische Phosphatase und Osteocalcin, während Resorptionsmarker wie Beta-CrossLaps (CTX) und NTX im Urin Hinweise auf den Abbau liefern können.
Aus methodischer Sicht ist dabei relevant, dass bildgebende Auffälligkeiten nicht automatisch eine eindeutige Diagnose bedeuten. Wenn beispielsweise bei einer Beurteilung der Femurdichte ein ungewöhnliches Muster auffällt, kann das neben Osteoporose ebenso auf andere Ursachen wie Osteomyelitis, Knochentumoren oder einen Hyperparathyreoidismus hindeuten. Dann braucht es weiterführende Untersuchungen, etwa per Magnetresonanztomographie oder Computertomographie, um die Ursache sauber einzuordnen. Genau an dieser Schnittstelle wird auch verständlich, warum die Frage nach der Vergleichbarkeit neuerer Verfahren so wichtig ist.
Für REMS-Ultraschall liefert eine 12-monatige Studie mit 25 Frauen im Alter von 49 bis 88 Jahren (mittleres Alter rund 72 Jahre) einen konkreten Benchmark: Im Vergleich zur DXA ergab sich eine diagnostische Übereinstimmung von 64 Prozent. Der in der Auswertung genannte Cohen’s kappa-Wert von 0,28 deutet auf nur eine begrenzte Übereinstimmung hin. Bei einer Sensitivität von 0,63 und einer Spezifität von 0,64 kamen die Studienautoren zu dem Schluss, dass REMS keinen vollwertigen Ersatz für DXA darstellt, und vor allem nicht für die Therapiekontrolle taugt. Daneben betonen die Darstellungen auch einen zweiten Praxispunkt: Eine isolierte Dichtemessung kann funktionelle Sturzauslöser nicht abbilden, etwa eingeschränktes Nachtsehen, Schwindel, Gangunsicherheit oder orthostatische Hypotonie. Das Frakturrisiko kann dadurch steigen, obwohl die Knochendichte unverändert bleibt.
Für die Versorgungspraxis bedeutet das: Knochendichte ist ein Schlüssel für die Diagnose und Verlaufskontrolle, aber nicht der alleinige Kompass. Entsprechend liegt der Schwerpunkt ergänzender Programme auf dem aktiven Erhalt der körperlichen Stabilität, also auf Beinkraft, Mobilität und Gleichgewicht – flankiert durch die Prüfung von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln, die Benommenheit oder Sehstörungen fördern können. Auch Screening-Empfehlungen ordnen sich hier ein: Die US Preventive Services Task Force empfiehlt ein allgemeines Knochendichte-Screening für Frauen ab 65 Jahren; für jüngere Frauen rücken zusätzliche Risikofaktoren wie Untergewicht oder vorangegangene Niedrigenergiefrakturen stärker in den Vordergrund. Unterm Strich wird damit klar, warum eine reine Gegenüberstellung von REMS und DXA zu kurz greift: Entscheidend ist die Kombination aus Messung, klinischem Kontext und dem Management konkreter Sturz- und Funktionsrisiken.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "REMS-Ultraschall in der Osteoporose-Diagnostik: Übereinstimmung mit DXA nur 64 %" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "REMS-Ultraschall in der Osteoporose-Diagnostik: Übereinstimmung mit DXA nur 64 %" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »REMS-Ultraschall in der Osteoporose-Diagnostik: Übereinstimmung mit DXA nur 64 %« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!