LONDON (IT BOLTWISE) – Rigetti meldet steigende operative Kosten und weitet damit den Quartalsverlust aus. Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Umsatz zwar auf 5,1 Millionen US-Dollar, doch die Aufwendungen stiegen um 48 Prozent auf 30,3 Millionen US-Dollar. Damit wächst der operative Verlust von 19,9 auf 28,1 Millionen US-Dollar. Entscheidend bleibt jetzt, ob der Technologievorsprung die Lücke zu wiederkehrenden kommerziellen Erlösen in den nächsten Quartalen schließen kann.

Rund um den nächsten Zahlenblock dürfte sich bei Rigetti die Diskussion weiter zuspitzen: Nicht die Frage, ob die Technologie Fortschritte macht, steht im Vordergrund, sondern ob die kommerzielle Tragfähigkeit Schritt hält. Zum Wochenend-Schluss geriet die Aktie erneut unter Druck und gab am Freitag um 6,6 Prozent nach, bevor das Papier bei 10,50 Euro aus dem Handel ging. Damit liegt der Kurs nur noch 5,9 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 9,92 Euro – ein Signal, dass Anleger das Tempo der KI- und Quanten-Entwicklung zwar verfolgen, die finanzielle Übersetzung aber zunehmend kritisch bewerten.
Operativ zeigt sich der belastende Teil der Gleichung sehr direkt: Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 5,1 Millionen US-Dollar nach 1,8 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Doch diese Steigerung reichte nicht aus, um die laufenden Kosten für Entwicklung und Betrieb zu decken. Die operativen Aufwendungen kletterten im gleichen Zeitraum um 48 Prozent auf 30,3 Millionen US-Dollar, wodurch der operative Quartalsverlust von 19,9 Millionen auf 28,1 Millionen US-Dollar ausweitete. Gerade für Unternehmen mit stark investiver Forschungsphase ist das Muster vertraut – neu ist hier vor allem die Geschwindigkeit, mit der die Kosten nach oben durchschlagen.
Auch die Zusammensetzung der Erlöse liefert Stoff für Skepsis. Laut der Darstellung aus dem Marktumfeld stammen die Einnahmen zu einem erheblichen Teil aus befristeten Regierungsprojekten sowie aus Hardwareverkäufen des Modells Novera. Wiederkehrende kommerzielle Software- und Cloud-Erträge kommen dagegen bislang deutlich langsamer in Fahrt. Das ist mehr als eine Buchhaltungsfrage: Wenn ein Geschäftsmodell in frühen Phasen stark von Förderlogik und einzelnen Projektzielen abhängt, schwankt nicht nur der Umsatzrhythmus, sondern auch die Planbarkeit von Margen und Ressourcenallokation. Für die Bewertung der nächsten Quartale bedeutet das: Entscheidend ist weniger die reine Wachstumsrate, sondern der Anteil jener Cashflows, die sich nicht jedes Mal neu verhandeln lassen.
Gleichzeitig bleibt die Liquiditätslage kurzfristig vergleichsweise stabil. Zum 30. Juni 2026 verfügte Rigetti über liquide Mittel und kurzfristige Anlagen in Höhe von rund 541 Millionen US-Dollar und wies keine Verschuldung aus. Ende 2025 lag der Bestand noch bei knapp 590 Millionen US-Dollar – der Rückgang zeigt zwar, dass das Unternehmen Mittel verbraucht, wirkt aber im Kontext der Verlustentwicklung nicht existenzbedrohend. Zusätzliche Unterstützung kommt aus der US-Förderlandschaft: Im Rahmen des CHIPS Act vereinbarte das US-Handelsministerium eine Förderung von bis zu 100 Millionen US-Dollar für drei Forschungsprojekte. Im Gegenzug erhält der Staat eine nicht kontrollierende Minderheitsbeteiligung, wobei die Auszahlungen an das Erreichen definierter technischer Meilensteine gebunden sind.
Während die Finanzkennzahlen also Druck aufbauen, läuft die Technikarbeit im Hintergrund mit hoher Taktung weiter. Rigetti stellte zuletzt das System Cepheus-1-108Q bereit, das auf einer Architektur aus zwölf Neun-Qubit-Chiplets basiert. Der Prozessor soll auf Plattformen wie Amazon Braket und Microsoft Azure Quantum zugänglich gemacht werden – damit wandert der Schwerpunkt stärker auf das Zusammenspiel zwischen Hardware und Nutzerzugang. Zusätzlich soll über die kürzlich vorgestellte Qrisp-Integration von Open Quantum die Ausführung von Programmen in höheren Programmiersprachen auf den 108-Qubit-Prozessoren möglich sein. Für Unternehmen, die später Pilotprojekte in Produktion überführen wollen, ist genau diese „Brücke“ wichtig: Sie entscheidet mit darüber, wie schnell Entwickler vom Labor-Experiment zur wiederholbaren Workload-Integration gelangen.
Im Management-Fokus steht ein klarer Roadmap-Ansatz: Ziel ist es, innerhalb von rund drei Jahren ein System mit rund 1.000 Qubits zu entwickeln, gekoppelt an eine Zwei-Qubit-Gattertreue von 99,9 Prozent. Bis Ende 2026 sollen mehr als 150 Qubits erreicht werden. Ob diese Meilensteine ausreichen, um Investoren dauerhaft zu überzeugen, hängt jedoch maßgeblich vom Nachweis ab, dass aus technologischen Etappensiegen belastbare Kundenverträge werden – also der Übergang von öffentlich finanzierter Forschung zu profitablen, wiederholbaren kommerziellen Vereinbarungen. Bis zu den für den 10. November erwarteten Zahlen des dritten Quartals bleibt die Aktie daher besonders anfällig für jede Enttäuschung bei Umsatzqualität und Kostenverlauf, selbst wenn die Hardware-Entwicklung weiter wie geplant läuft.
Hinzu kommt eine praktische Erwartungshaltung: Analysten prognostizieren für das dritte Quartal einen Nettoverlust von 0,05 US-Dollar je Aktie bei Einnahmen von 3,89 Millionen US-Dollar, während die Einstufung laut Zacks unverändert auf „Hold“ bleibt. In der Marktlogik ist das ein Spannungsfeld – konservativ bewertet wird typischerweise nicht die technische Vision, sondern die zeitliche Lücke zwischen Fortschritt und skalierbarer Monetarisierung. Für Entscheider in Unternehmen mit Quanteninteresse heißt das: Wer sich mit der Implementierung von Quanten-Workloads beschäftigt, muss die Reife der Plattform sowie die Verfügbarkeit vertraglicher Rahmenbedingungen parallel betrachten, nicht nur die Quantenanzahl auf dem Datenblatt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Rigetti: Operativer Verlust steigt deutlich – Technologie, aber wackelige Einnahmen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Rigetti: Operativer Verlust steigt deutlich – Technologie, aber wackelige Einnahmen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Rigetti: Operativer Verlust steigt deutlich – Technologie, aber wackelige Einnahmen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!