PARIS / LONDON (IT BOLTWISE) – Der First Sea Lord der Royal Navy, Gen. Gwyn Jenkins, fordert mehr Einsatzbereitschaft, um den Atlantik offen zu halten und Seewege, Unterseekabel sowie Energieinfrastruktur zu schützen. Er ordnet die Sicherheitslage als Bedrohungen ein, die nach Angaben des Offiziers seit dem Kalten Krieg ähnlich wirken. Kernargument ist, dass der Schutz der maritimen „Infrastruktur-Lagen“ nicht mit bemannten Schiffen allein gelingt, sondern stärker über integrierte Netzwerke mit Drohnen, Sensorik und Daten erfolgen muss. Zusätzlich will das Vereinigte Königreich die Zusammenarbeit in den „Northern Navies“ vorantreiben, um daraus eine dauerhaft vernetzte maritime Einsatzkraft zu formen.

Die Debatte um britische Sicherheitspolitik bekommt in dieser Woche einen klaren maritimen Zuschnitt: Der First Sea Lord der Royal Navy, Gen. Gwyn Jenkins, stellt den Atlantik als sicherheitspolitisches Fundament in den Mittelpunkt und verbindet das mit einer konkreten Forderung nach höherer Einsatzbereitschaft. In seiner Rede im historischen Admiralty House in zentralem London macht er deutlich, dass es nicht um einen abstrakten „Welthandel auf See“ geht, sondern um die physische Infrastruktur, die die Inselnation Tag für Tag am Laufen hält. Fast der gesamte britische Handel bewege sich laut Jenkins auf dem Seeweg, und ebenso liefen zentrale Bereiche wie Energie, Nahrung, Rohstoffe und Exporte über maritime Routen. Genau deshalb, so die Logik der Rede, wächst der Bedarf an früher Erkennung, stabilen Schutzkonzepten und einer robusten Abschreckung gegen Akteure, die Seewege und kritische Tiefsee-Assets in den Fokus nehmen.
Technisch betrachtet setzt die Argumentation auf den Unterschied zwischen „sehen, was passiert“ und „dominieren, was passiert“. Jenkins warnt davor, dass der Atlantik in der öffentlichen Wahrnehmung unsichtbar geworden ist, obwohl seine Bedeutung für das Land eher gestiegen sei. Daraus leitet er eine Art Lagebild-Pflicht ab: Man müsse wissen, was im Atlantik geschieht, die jeweils relevanten Elemente schützen und zugleich gegenüber möglichen Gegnern kommunizieren, dass die Kosten von Druckausübung oder Aggression höher wären als ein kurzfristiger Nutzen. In dieser Logik tauchen auch Unterseekabel und Energieinfrastruktur als Schutzobjekte auf, weil sie nicht nur logistische Engpässe darstellen, sondern im Ernstfall Kommunikations- und Steuerungswege ebenso betreffen wie Versorgungsketten. Der technische Kern liegt damit weniger in einzelnen Plattformen als in der Kombination aus Aufklärung, Schutzwirkung und der Fähigkeit, Ereignisse in einem großen Operationsraum zuverlässig zu verfolgen.
Der Sicherheitsraum, den Jenkins skizziert, reicht dabei über den „klassischen“ Ozean hinaus bis in nördliche Annäherungswege. Er verknüpft Kontrolle im Sinne von Seeraum-Sicherheit mit dem, was im Umfeld strategisch entscheidet: In der historischen Darstellung führt er die Niederlage Norwegens im Zweiten Weltkrieg an, weil sich dadurch Bedrohungen auf alliierte Schifffahrtsrouten ausweiten konnten. Außerdem ordnet er den Zeitraum des Kalten Krieges über die Bedeutung der Greenland-Iceland-UK-Lücke ein. Heute, so die Fortsetzung, seien der Norwegische See, die Arktis und nördliche Zugänge keine entfernten Nebenschauplätze, sondern sie „formen“ gewissermaßen eine offene Seegrenze gegenüber Russland. Damit verschiebt sich der Fokus vom Atlantik als Linie auf der Karte hin zu einem mehrschichtigen Grenz- und Annäherungsraum, in dem alliierte Kräfte dauerhaft präsent sein und nicht nur punktuell reagieren dürfen.
Im gleichen Atemzug wird klar, warum Jenkins die Joint Expeditionary Force (JEF) stärker hervorhebt und eine weiter integrierte Zusammenarbeit anstrebt. Die Rede benennt die JEF als zunehmend wichtig für diesen Raum; dazu gehören demnach fünf nordische Länder, die drei baltischen Staaten sowie die Niederlande. Für dieses Jahr nennt Jenkins als Ziel, dass die zehn JEF-Staaten eine Vereinbarung zu „Northern Navies“ finalisieren sollen, um über episodische Aktivitäten hinauszugehen. Der strategische Effekt soll eine persistent verfügbare, integrierte maritime Einsatzkraft sein – eine Antwort auf die Sicherheitsbedrohung, die aus Sicht des Offiziers von Russland ausgeht. Zentral sind dabei die Fähigkeiten des Gegners, die das traditionelle Muster „bemannt rausfahren, schauen, reagieren“ unter Druck setzen: Jenkins verweist auf fortgeschrittene, schwieriger zu verfolgende U-Boote, auf Waffen mit langer Reichweite und hoher Präzision sowie auf spezialisierte Systeme für große Wassertiefen. Wenn der Gegner zudem „probing, testing and mapping“ betreibt, steigt der Anspruch an Sensorabdeckung und Datenflüsse.
Genau hier setzt Jenkins’ Konzept einer „hybrid Navy“ an. Er argumentiert, dass zukünftiger Vorteil aus integrierten Netzwerken entsteht, die bemannte Einheiten, Drohnen, Sensoren und Daten verbinden. Der Punkt ist dabei nicht nur die zusätzliche Reichweite unbemannter Systeme, sondern ihre Rolle als Teil eines Gesamtkommandos: Eine einzelne „Plattform“ könne im bestrittenen, großen Seegebiet verwundbar sein, doch ein Verbund, der als Netzwerk operiert, verändert das Risiko- und Reaktionsprofil. Jenkins formuliert die Notwendigkeit, Altes und Neues zu „blenden“ – bemannte und unbemannte Systeme gemeinsam. Für Unternehmen und Entwickler ist das interessant, weil sich die Beschaffungslogik vieler Marinen in Richtung Architekturverständnis verschiebt: Statt isolierter Sensoren oder Einzelplattformen werden künftig Schnittstellen, Datenmodelle, Lagebild-Aggregation und vor allem robuste Automatisierungspfade für Assistenzfunktionen entscheidend, um im Zeitdruck überhaupt zu handeln.
Als konkrete Einsatzlogik nennt Jenkins außerdem, dass die Royal Navy für das Monitoring russischer Schiffe wöchentlich im Schnitt zwei britische Kriegsschiffe einsetzt. Das ist zwar keine Zahl, die die Gesamtfähigkeit abschließend beschreibt, aber sie macht den operativen Aufwand sichtbar, den permanentes Beobachten im maritimen Umfeld erfordert. Gleichzeitig diskutiert Jenkins eine Skepsis in der Umsetzung: Die Grundidee einer hybriden Flotte sei nicht optional, auch wenn es Kritiker gebe. Die Rede verbindet diese Haltung mit einer strategischen Konsequenz: Ein vastes, umkämpftes Seegebiet lasse sich nicht allein mit bemannten Kriegsschiffen verteidigen. Für die nächsten Schritte bedeutet das in der Praxis, dass Teilsysteme wie autonome Sensorträger, drohnenbasierte Aufklärung und Daten-Workflows enger zusammenwachsen müssen, damit der Übergang von Erkennung zu Entscheidung und schließlich zu Wirkung nicht an Medienbrüchen oder langsamen Informationsketten scheitert.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Royal Navy fordert „hybride“ Flotte: Netzwerke aus Schiffen, Drohnen und Sensoren für den Atlantik" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Royal Navy fordert „hybride“ Flotte: Netzwerke aus Schiffen, Drohnen und Sensoren für den Atlantik" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Royal Navy fordert „hybride“ Flotte: Netzwerke aus Schiffen, Drohnen und Sensoren für den Atlantik« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!