ROM / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein russischer Hacker hat sich schuldig bekannt, US-Unternehmen gehackt und den Zugang an Ransomware-Gruppen verkauft zu haben. Aleksei Olegovich Volkov, bekannt als chubaka.kor, agierte als Initial Access Broker für die Yanluowang-Ransomware. Zwischen Juli 2021 und November 2022 verkaufte er regelmäßig Zugänge, die später für Ransomware-Angriffe genutzt wurden.

Ein russischer Staatsbürger, Aleksei Olegovich Volkov, hat sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt, in die Netzwerke mehrerer US-Unternehmen eingedrungen zu sein und den Zugang an kriminelle Gruppen verkauft zu haben. Unter dem Pseudonym chubaka.kor agierte Volkov als Initial Access Broker (IAB) für die Yanluowang-Ransomware, eine Rolle, die es ihm ermöglichte, durch den Verkauf von Zugangsdaten an andere Cyberkriminelle erhebliche Gewinne zu erzielen.
Volkov nutzte verschiedene Techniken, um die Konten von Unternehmensmitarbeitern zu kompromittieren und sich Zugang zu den Netzwerken der Unternehmen zu verschaffen. Zwischen Juli 2021 und November 2022 verkaufte er regelmäßig diese Zugänge an Personen, die später die Yanluowang-Ransomware einsetzten. Ermittler konnten Volkov mit Einbrüchen und anschließenden Ransomware-Angriffen auf sieben US-Unternehmen in Verbindung bringen, darunter eine Bank, ein Telekommunikationsunternehmen und ein Ingenieurbüro.
Besonders bemerkenswert ist, dass zwei der betroffenen Unternehmen Lösegeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar in Bitcoin zahlten, von denen Volkov ebenfalls einen Anteil erhielt. Obwohl die Gerichtsunterlagen dies nicht explizit erwähnen, wurde Volkov kurz nach einem Angriff auf Cisco im Mai 2022 angeklagt. Es bleibt unklar, ob dieser Angriff eine Rolle bei seiner Verhaftung spielte, aber die Entscheidung, ein so prominentes Unternehmen anzugreifen, könnte ein Fehler gewesen sein.
Die Yanluowang-Ransomware-Gruppe stellte im November 2022 ihren Betrieb ein, nachdem sie selbst gehackt wurde und interne Chats sowie der Quellcode online geleakt wurden. Volkov wurde schließlich 2024 in Rom verhaftet, wohin er vermutlich geflüchtet war, um den Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und der zunehmenden militärischen Einberufung zu entgehen. Er wurde noch im selben Jahr in die USA ausgeliefert und sieht sich nun einer möglichen Haftstrafe von bis zu 50 Jahren und einer Geldstrafe von bis zu einer Million US-Dollar gegenüber.
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