HYDERABAD / LONDON (IT BOLTWISE) – Skyroot Aerospace hat sich als erstes indisches Space-Tech-Startup mit einer Milliardenbewertung etabliert. Das Unternehmen bereitet sich auf den ersten orbitalen Start seiner Vikram-1-Rakete vor, der in den kommenden Wochen stattfinden soll. Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Schritt für Indiens aufstrebenden privaten Raumfahrtsektor.

Skyroot Aerospace hat sich als erstes indisches Space-Tech-Startup mit einer Milliardenbewertung etabliert. Das Unternehmen hat kürzlich 60 Millionen US-Dollar in einer neuen Finanzierungsrunde erhalten, die von Sherpalo Ventures und GIC angeführt wurde. Diese Investition erfolgt kurz vor dem geplanten ersten orbitalen Start der Vikram-1-Rakete, die in den kommenden Wochen stattfinden soll.
Die Bewertung des in Hyderabad ansässigen Startups stieg auf 1,1 Milliarden US-Dollar, was das Vertrauen der Investoren in Indiens aufstrebenden privaten Raumfahrtsektor widerspiegelt. Die Finanzierungsrunde umfasste 50 Millionen US-Dollar in primärem Eigenkapital und 10 Millionen US-Dollar in strukturierten Schulden, die von BlackRock verwaltet werden. Diese Mittel sollen verwendet werden, um die Produktion zu skalieren und die Startfrequenz der Vikram-1-Missionen zu erhöhen.
Skyroot wurde 2018 von ehemaligen Ingenieuren der Indian Space Research Organization (ISRO) gegründet und entwickelt kleine Satellitenstart-Raketen, die mit denen von US-Unternehmen wie Rocket Lab vergleichbar sind. Die Vikram-1-Rakete ist darauf ausgelegt, Nutzlasten von bis zu 350 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn zu transportieren. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt für die indische Raumfahrtindustrie dar, die zunehmend auf private Akteure setzt.
Die Nachfrage nach dedizierten Starts für kleine Satellitenbetreiber ist stark, wobei etwa ein Drittel der erwarteten Nachfrage aus Indien und der Rest von internationalen Kunden stammt. Skyroot plant, die neuen Mittel auch für die Entwicklung der Vikram-2-Rakete zu verwenden, die als schwerere Trägerrakete konzipiert ist und 2027 debütieren soll. Diese Rakete wird mit einer kryogenen Stufe ausgestattet sein, um komplexere Satellitenmissionen zu unterstützen.
Indien strebt an, seinen Anteil am globalen Raumfahrtmarkt zu erhöhen, der bis 2033 auf 44 Milliarden US-Dollar anwachsen soll. Die Reformen seit 2020 haben es privaten Unternehmen ermöglicht, ISRO-Einrichtungen zu nutzen und an umfassenden Raumfahrtaktivitäten teilzunehmen. Dies hat zur Entstehung zahlreicher Startups im Bereich der Startsysteme, Satelliten und Antriebstechnologien geführt.
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