LONDON / LONDON (IT BOLTWISE) – Smart Communications erweitert seine KI-gestützten Migrationsfunktionen für die Konsolidierung von Kundenkommunikationssystemen in regulierten Branchen. Die Lösung analysiert bestehende Dokumente, erkennt Duplikate und erstellt daraus ein priorisiertes Migrationskonzept, bevor eine KI-Konvertierungs-Engine Vorlagen in moderne Formate überführt. Laut Anbieter sollen Unternehmen damit Altsystemkosten senken, die Abhängigkeit von veralteten Kommunikationswegen reduzieren und gleichzeitig menschliche Kontrolle sowie Validierung im Prozess beibehalten.

Smart Communications positioniert seine neue KI-gestützte Migrationsfunktion als Antwort auf ein typisches Dilemma in Versicherungen, Finanzdienstleistungen, im Gesundheitswesen sowie in der öffentlichen Verwaltung: Dort sind viele Kommunikations- und Content-Systeme über Jahre hinweg gewachsen und zusätzlich durch Übernahmen weiter „aufgebläht“ worden. Die Folge ist weniger nur technische Komplexität, sondern auch ein hoher Aufwand bei Modernisierungsvorhaben. Während veraltete Plattformen oft weiterlaufen, steigt zugleich das Kommunikationsvolumen. In den Angaben des Unternehmens wird dafür eine IDC-Schätzung herangezogen: 57 % der Unternehmen setzen bei der Erstellung, Verwaltung und Bereitstellung von Kundenkommunikation weiterhin auf veraltete Technologien, während 64 % mindestens 20 % mehr Kommunikationsinhalte produzieren als noch vor einem Jahr.
Technisch greift die Erweiterung an einer Stelle an, die bei Migrationsprojekten häufig unterschätzt wird: an der „Dokumentenrealität“ im Betrieb. Zuerst soll die KI die bestehende Kundenkommunikation eines Unternehmens analysieren und dabei Duplikate sowie Konsolidierungspotenziale in Tausenden von Dokumenten identifizieren. Aus diesem Befund entsteht laut Anbieter ein Migrationskonzept, also ein klar priorisierter Plan für die Modernisierung. Erst danach folgt die eigentliche Transformation: Eine KI-Konvertierungs-Engine wandelt ältere Dokumente in moderne, wiederverwendbare Vorlagen um. Damit verlagert sich ein Teil der bisherigen Handarbeit weg von manuellen Nacharbeiten hin zu einem systematischen, automatisierten Konvertierungsprozess.
Für regulierte Umgebungen ist dabei entscheidend, wie der „KI-Anteil“ im Workflow organisiert wird. Smart Communications beschreibt ausdrücklich, dass Kunden während des gesamten Prozesses die Kontrolle behalten und eng mit Migrations-Experten zusammenarbeiten. Jede Konvertierung werde geprüft und validiert, und die Entscheidung darüber, welche Daten tatsächlich migriert werden und für die Bereitstellung freigegeben sind, liegt beim Kunden. Gerade in Branchen, in denen Kommunikationsinhalte nachvollziehbar, konsistent und kontrollierbar sein müssen, ist dieses Modell ein pragmatischer Ansatz: KI übernimmt den Vorlauf und reduziert Durchlaufzeiten, aber die Freigabe bleibt an menschliche Validierung gekoppelt. Genau diese Balance versucht die Firma in ihren Aussagen zu adressieren – inklusive der Idee, dass Modernisierung damit nicht erst „nächstes Jahr“ planbar wird, sondern bereits im laufenden Kalender umsetzbar sein soll.
Auch die Marktlogik dahinter ist nicht nur eine Produktgeschichte. Migration gilt in vielen IT-Programmen seit jeher als Kostentreiber, weil sie häufig gleichzeitig mehrere Risiken trägt: Betriebsunterbrechungen, Projektverzögerungen, und hohe Wechselkosten durch die Abhängigkeit von etablierten Kommunikationswegen. Die Erweiterung zielt nach Unternehmensangaben daher auf einen Hebel, der bis in den Wettbewerb hineinwirkt: Wenn die Rekonstruktion von Vorlagen Migrationszeiträume verkürzt, sinken die Wechselkosten. Das kann gerade für Käufer entscheidend sein, weil es den „Switching-Burden“ reduziert, der lange Zeit als Marktschutz für etablierte Anbieter wirkte. Gleichzeitig wird die Konsolidierung als Grundlage für den skalierten KI-Einsatz beschrieben: Eine zentrale, regulierte Quelle für vertrauenswürdige Kommunikation soll es ermöglichen, KI kontrollierter und im größeren Maßstab für personalisierte, automatisierte Kundenerlebnisse einzusetzen.
IDC wird in der Mitteilung als weiteres Gewicht für diese Einordnung genutzt. Amy Machado, Research Director bei IDC, sagt dazu: „Migration ist mittlerweile eine Chance und nicht mehr nur ein Kostenfaktor, wenn Unternehmen den Anbieter wechseln“. In derselben Logik argumentiert die Veröffentlichung auch mit den Auswirkungen auf das Beratungs- und Implementierungsumfeld: Wenn KI-gestützte Rekonstruktion die Zeit bis zur Modernisierung verkürzt, wird der Übergang für Unternehmen wahrscheinlicher – und damit auch für Anbieter anderer Plattformen wettbewerbsfähiger. Ergänzend liefert die Mitteilung eine konkrete Referenz auf das IDC MarketScape Vendor Assessment, das der Veröffentlichung als Kontext dient: IDC MarketScape: Worldwide Intelligent Customer Communication Management 2026 Vendor Assessment, #US5413162.
Konkrete Umsetzungsberichte untermauern den Anspruch mit einem Zeitachsen-Versprechen. Smart Communications verweist auf „Hunderten“ von Großunternehmen, die komplexe Kommunikationsumgebungen modernisiert haben sollen. Als Beispiel nennt die Mitteilung Aptia: Anna Hewer, Business Improvement Manager bei Aptia, wird mit den Worten zitiert: „Wir hatten einen ehrgeizigen Zeitplan für eine komplexe Implementierung. Das Team von Smart Communications hat uns dabei unterstützt, sie innerhalb weniger Monate umzusetzen“. Im Anschluss heißt es: „Es war eine echte Partnerschaft, die uns dabei geholfen hat, unsere Ziele zu erreichen.“ Der weitere Kontext im Text stellt die Plattform als Kombination aus Datenerfassung, Kundenkommunikation, Kundenreisemanagement, vertrauenswürdiger KI und Informationsmanagement dar. Gleichzeitig werden Kennzahlen genannt: Mehr als 700 Unternehmen weltweit, darunter Zurich Insurance, Priority Health, The Pacific Financial Group und The Bancorp, nutzen das Angebot. Zudem nennt die Veröffentlichung mehr als 30 vorgefertigte Integrationen zu Plattformen wie Salesforce, AWS, Guidewire, Duck Creek, OneSpan und Pega; pro Jahr sollen so mehr als 60 Milliarden geschäftskritische Kundeninteraktionen ermöglicht werden.
Für IT-Entscheider in regulierten Umfeldern liegt der praktische Nutzen der Erweiterung weniger in einem „Black-Box“-Versprechen, sondern in der Strukturierung des Migrationsprozesses: Analyse und Konsolidierung als Einstieg, Priorisierung als Planungsgrundlage, Konvertierung als Automationskern und Validierung als Gate. Genau diese Kette adressiert einen Kernkonflikt bei Altsystemmigrationen: Unternehmen wollen Modernisierung vorantreiben, aber ohne unkontrollierte Änderungen an kundenrelevanten Inhalten. Wenn die KI-Konvertierung zudem in wiederverwendbare Vorlagen überführt wird, verbessert das nicht nur die Migration selbst, sondern auch die künftige Betriebsfähigkeit. In einer Landschaft, in der immer mehr Unternehmen parallel mehr Inhalte produzieren, ist das ein Signal dafür, dass KI-gestützte Migrationsfunktionen zunehmend als Wegbereiter für skalierte Kommunikation statt als reines Projektkosten-Thema betrachtet werden.
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