LONDON (IT BOLTWISE) – Atomathic, ein Unternehmen für Radartechnologie, behauptet, dass die Sicherheitslücken bei großen Fahrzeugen nicht auf Hardware-, sondern auf Softwareprobleme zurückzuführen sind. Durch einen physikalischen Ansatz zur Lösung der Radarprobleme hat das Unternehmen eine Software entwickelt, die schwache Objekte wie Fußgänger neben großen Metallfahrzeugen erkennen kann.

Atomathic, ein auf Radartechnologie spezialisiertes Unternehmen, hat kürzlich eine bedeutende Entdeckung gemacht, die die Sicherheitslücken bei großen Fahrzeugen betrifft. Diese Lücken, so das Unternehmen, sind weniger ein Problem der Hardware als vielmehr der Software. Durch einen physikalischen Ansatz zur Lösung der Radarprobleme hat Atomathic eine Software entwickelt, die schwache Objekte wie Fußgänger erkennen kann, selbst wenn sie sich neben großen Metallfahrzeugen befinden.
Bei einer Präsentation und Live-Demo für die Presse im Vorfeld der Consumer Electronics Show erklärte Dr. Behrooz Rezvani, CEO und Gründer von Atomathic, dass das Unternehmen ein physikbasiertes Radarverarbeitungssystem entwickelt hat. Dieses System kann schwache Signale von Objekten wie Fußgängern erkennen, auch wenn sie von großen reflektierenden Objekten wie Lastwagen überlagert werden. Herkömmliche Radarsysteme haben oft Schwierigkeiten, solche Szenarien zu bewältigen.
Radar wird seit Jahrzehnten in Fahrzeugen eingesetzt und funktioniert gut bei Regen, Schnee und Dunkelheit. Doch mit der zunehmenden Integration in fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen wurden die Grenzen der Technologie deutlicher. Große reflektierende Objekte können den Sensor überwältigen und Geisterziele erzeugen oder kleinere Objekte vollständig verdecken.
Atomathic argumentiert, dass heutige Radarsysteme zu sehr auf einzelne “Schnappschüsse” von Daten und aggressive Filterung setzen, um Fehlalarme zu unterdrücken. Dies kann jedoch auch echte, aber schwächere Ziele auslöschen. Ihr Ansatz generiert stattdessen mehrere Hypothesen aus jedem Radarbild und testet diese über die Zeit hinweg mit physikbasierten Modellen. Das Ergebnis ist ein Radarsystem, das einen Fußgänger neben einem Lastwagen bei Nacht sehen kann, selbst wenn das Signal des Fußgängers zehntausendmal schwächer ist als das des Lastwagens.
In direkten Vergleichen zeigte das Unternehmen, dass ein herkömmliches Radarsystem einen Fußgänger erst erkennt, wenn es zu spät ist, während ihre Software eine stabile Verfolgung aufrechterhält, obwohl der nahegelegene Lastwagen die Szene dominiert. Die Technologie ist softwarebasiert und soll auf bestehender Radarhardware laufen, sofern Automobilhersteller den Zugang zu Rohsensordaten ermöglichen.
Für den Lkw-Verkehr könnten die Auswirkungen erheblich sein. Große Lastwagen stellen einige der herausforderndsten Umgebungen für Radar dar, insbesondere in städtischen Gebieten, in denen Fußgänger und Radfahrer in der Nähe von reflektierenden Anhängern und Kabinen operieren. Die Technologie adressiert auch die Komplexität der Radarerkennung von Objekten wie E-Bikes.
Das Unternehmen warnt jedoch, dass die Technologie noch in einem frühen Stadium ist und noch nicht für die Produktion optimiert wurde. Sollte sich die Behauptung in weiteren Tests bestätigen, könnte Radar, das lange als unterstützender Sensor angesehen wurde, wieder an Bedeutung als primäres Sicherheitsinstrument bei Nutzfahrzeugen gewinnen.
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