SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – Salesforce hat nach starken Quartalszahlen Ende August deutlich zugelegt und damit die These ins Wanken gebracht, KI mache klassische Software überflüssig. Entscheidender Treiber sind steigende Auftragsbestände und neue Jahresaufträge auf dem höchsten Stand seit vier Jahren. Auch ServiceNow, Workday, CrowdStrike und der SAP-Konzern profitierten in derselben Phase, während Anleger auf den nächsten Signalpunkt rund um die Dreamforce-Konferenz im September achten. Für viele Investoren rückt damit vor allem die Frage in den Fokus, wer KI-fähige Plattformen bereitstellt und gleichzeitig höhere Budgets abschöpft.

Ende August drehte sich der Ton an der Börse spürbar: Aus der Sorge, Künstliche Intelligenz würde den Bedarf an klassischer Unternehmenssoftware drastisch senken, wurde eine deutlich differenziertere Betrachtung. Konkret sprang die Salesforce-Aktie an der NYSE um knapp 23 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen sein Ergebnis für das zweite Geschäftsquartal veröffentlicht hatte. Hinter der Kursreaktion steht laut den im Text genannten Eckdaten vor allem das Zahlenwerk zu zukünftigen Verpflichtungen: Die künftigen Auftragsbestände stiegen im Jahresvergleich um 14 Prozent, und die neu abgeschlossenen Jahresauftragswerte erreichten den höchsten Stand seit vier Jahren. Damit wirkt die Story weniger wie ein kurzfristiger „Good-news-Print“, sondern eher wie ein Beleg dafür, dass Kunden nicht pauschal sparen, sondern Budgets in Richtung funktional hochwertigerer Software lenken.
Technisch lässt sich die Reaktion so einordnen, dass KI in vielen Unternehmen nicht als Ersatz für Software-Lizenzen auftaucht, sondern als zusätzlicher Wertstrom innerhalb bestehender Plattformen. Salesforce und insbesondere der Fokus auf Service sowie Slack werden im Text als Gegenargument zu einer verbreiteten Verdrängungsannahme beschrieben: Statt sinkender Software-Lizenzen seien im Jahresvergleich Service und Slack gewachsen. Das ist aus Produktsicht plausibel, weil KI-Funktionen meist in bestehende Workflows eingebettet werden und Integrationen, Datenaufbereitung, Governance und Betriebsprozesse eine Plattform brauchen, statt nur einzelne Modellaufrufe zu ersetzen. Für Investoren bedeutet das: Wer KI-Funktionen als Teil eines Systems liefert, kann trotz KI-gestützter Produktivität weiter steigende Nutzungs- oder Paketumsätze erwarten, solange Kunden die Technologie als Wettbewerbsvorteil betrachten.
Der Umbruch blieb laut Bericht nicht auf einen Einzeltitel beschränkt, sondern zeigte sich Ende August auch bei weiteren Softwarewerten. Workday legte an der NASDAQ um rund 6 Prozent zu, nachdem das Unternehmen für Personal- und Finanzsoftware stärker als erwartet gestiegene Abo-Umsätze gemeldet hatte; das Management bezifferte den mit agentenbasierter KI erzielten Jahresumsatz auf fast 600 Millionen US-Dollar gegenüber 500 Millionen US-Dollar im Vorquartal. Genau diese Differenz ist für die Marktlogik entscheidend, weil sie die Diskussion von „KI ersetzt Software“ in Richtung „KI verändert die Umsatzkomponenten“ verschiebt. Auch CrowdStrike, ServiceNow und SAP sprangen in derselben Woche kräftig an: CrowdStrike verwies auf das beste Quartal der Firmengeschichte, getrieben durch die Nachfrage nach der Sicherheitsplattform Falcon im Umfeld wachsender Cyberbedrohungen durch KI; ServiceNow wird als schwer von KI zu kopierender Datenverwahrer für Firmenkunden beschrieben; und SAP profitierte in dem Bericht ebenfalls von der allgemeinen Aufhellung im Software-Segment.
Damit rückt ein zweiter Zusammenhang in den Vordergrund, den der Text explizit anspricht: Der Markt unterscheidet demnach inzwischen stärker zwischen einzelnen Geschäftsmodellen, statt ganze Branchen pauschal zu kaufen oder zu verkaufen. Nicholas Frasse, verantwortlich für thematische ETFs bei VanEck, wird im Bericht als Quelle genannt, dass nicht alle Softwarefirmen gleich verwundbar seien. Die Grundidee dahinter: Etablierte Anbieter verfügen über einen Datenschatz und Betriebszusammenhang, der nicht einfach durch ein generisches KI-Modell ersetzt werden kann. Daneben liefert Jordan Klein (Analyst am Handelsschalter von Mizuho) eine zweite Erklärungsschicht, die eher mit Positionierung zu tun hat als mit neuen Fundamentaldaten: Viele Hedgefonds und Wachstumsmanager hätten Software zuletzt strukturell untergewichtet, teils aus Sorge vor KI-Verdrängung, teils um Kapital für Chip- und KI-Hardware-Wetten freizusetzen. Diese Konstellation erzeugt bei positiven Signalen überproportionale Kursreaktionen, weil nach wie vor „leer“ gekaufte Exposure nachgebaut werden kann.
Für die weitere Entwicklung wird im Bericht daher eine Mischung aus technischer wie auch investorengetriebener Dynamik beschrieben. Klein erwartet, dass Softwarewerte bis in den Oktober hinein weiter zulegen könnten, und nennt als unmittelbaren Auslöser für den Salesforce-Kurswind die Dreamforce-Konferenz im September. Allerdings wird zugleich eine klare Grenze markiert: Die Rückschlüsse seien erst dann wirklich belastbar, wenn die Kundenstimmung rund um das Event sichtbar wird. Das macht auch aus Marktperspektive Sinn, denn nach einer kräftigen Rally sind Bewertungen im Softwaresektor spürbar gestiegen; damit steigt die Sensitivität gegenüber Enttäuschungen. Wenn sich die Positionierungsdynamik dreht oder ein künftiges Quartal die Euphorie dämpft, können bereits erwartete Risiken kurzfristig zu Rücksetzern führen. Gleichzeitig werden als bevorzugte Alternativen ServiceNow und Microsoft genannt, was darauf hindeutet, dass Anleger für „KI-nahe“ Software nun eher konkrete Plattformanbieter bevorzugen als nur generische Software-Benchmarks.
Im Vergleich wird besonders deutlich, wie unterschiedlich KI in den einzelnen Marktsegmenten als Produkt- und Erlöshebel verstanden wird. CrowdStrike adressiert als Sicherheitsanbieter vor allem den Bedarf an Schutzmechanismen im Umfeld von KI-getriebenen Cyberbedrohungen, was im Text mit einem Nachfragepeak und dem besten Quartal der Firmengeschichte untermauert wird. ServiceNow wird hingegen als Datenverwahrer positioniert, also als Ort, an dem unternehmensrelevante Informationen, Prozesse und Automationen zusammenlaufen. Workday liefert mit agentenbasierter KI ein weiteres Detailbild: Hier wird der durch KI erzeugte Umsatz als messbarer Anteil ausgewiesen, wodurch die Investorenwahrnehmung konkreter wird. In dieser Gemengelage steht SAP als deutscher Referenzwert für Enterprise-Software mit breiter Prozessabdeckung; auch wenn der Text keine ähnlich exakten Agenten-Zahlen nennt, ordnet er SAP in das gleiche Kursumfeld ein, das offenbar durch ein verbessertes Sentiment für KI-fähige Unternehmenssoftware entsteht.
Für Unternehmen und Entscheider außerhalb der Börse folgt aus der Entwicklung eine nüchterne Lehre: KI wirkt selten als „Alles-oder-nichts“-Ersatz. Stattdessen entscheidet die Kombination aus Plattformreife, Datenzugang, Integrationsfähigkeit und Betrieb über den monetären Effekt. Wenn Kunden bereit sind, teurere Softwarepakete zu upgraden, weil sie Zugang zu fortschrittlicher Technologie wollen, steigt der Druck auf IT-Organisationen, KI nicht als isoliertes Experiment zu betrachten. Auch im operativen Betrieb zeigen solche Marktbewegungen, dass „KI-Feature“ und „Software-Lifecycle“ zusammen gedacht werden müssen: von der Modellanbindung über Datenqualität bis hin zur Messbarkeit von Nutzen in Produktivität, Sicherheit oder Prozessautomatisierung. Genau diese Verbindung scheint die aktuelle Rally zu stützen – und macht die nächsten Wochen bis zum nächsten belastbaren Datenpunkt rund um Dreamforce zu einem Test dafür, ob die KI-Erzählung weiterhin als Budgettreiber funktioniert oder ob der Markt wieder in eine rein wirtschaftliche Abwägung zurückkippt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Software-Rally dank KI-Realität: Salesforce, ServiceNow, SAP & Co. bis Oktober im Blick" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Software-Rally dank KI-Realität: Salesforce, ServiceNow, SAP & Co. bis Oktober im Blick" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Software-Rally dank KI-Realität: Salesforce, ServiceNow, SAP & Co. bis Oktober im Blick« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!