DÜSSELDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – Am Düsseldorfer Flughafen startet ein innovatives Pilotprojekt: Zwei Shuttlebusse werden aus der Ferne gesteuert, um die Effizienz im öffentlichen Verkehr zu erhöhen. Diese Technologie könnte die Zukunft des Personentransports revolutionieren.

Am Düsseldorfer Flughafen wird ab Mai ein wegweisendes Pilotprojekt gestartet, bei dem zwei kleine Passagiertransporter aus der Ferne gesteuert werden. Diese Initiative, die von der Rheinmetall-Tochter Mira in Zusammenarbeit mit der Rheinbahn durchgeführt wird, zielt darauf ab, die sogenannte Teleoperationstechnologie unter realen Verkehrsbedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.
Die Transporter werden auf einer zweieinhalb Kilometer langen Strecke im öffentlichen Raum verkehren und auf Abruf über eine App verfügbar sein. Ein Sicherheitsfahrer bleibt an Bord, um im Notfall eingreifen zu können, obwohl die eigentliche Steuerung aus der Ferne erfolgt. Diese erfolgt über das Handynetz, wobei der Teleoperator mehrere Monitore nutzt, um die Echtzeitansicht des Fahrzeugs zu überwachen.
Das Projekt soll nicht nur die Akzeptanz bei den Fahrgästen testen, sondern auch die Stabilität und Wirtschaftlichkeit des Systems evaluieren. Durch die Teleoperation können Fahrer mehrere Fahrzeuge zeitversetzt steuern, was Personalressourcen effizienter nutzt. Dies ist besonders relevant angesichts der personellen und finanziellen Herausforderungen im öffentlichen Personennahverkehr.
Die Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe betont die Notwendigkeit, technologische Optionen zu prüfen, um die Zuverlässigkeit des Betriebs zu sichern. Mira-Firmenchef Win Neidlinger sieht in dem Projekt einen wichtigen Meilenstein zur Bewältigung des Personalmangels und zur Sicherung der Mobilitätsangebote. Die Betriebsgenehmigung basiert noch auf einem alten Regelwerk, das einen Sicherheitsfahrer vorschreibt, doch zukünftige Projekte könnten darauf verzichten.
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