LONDON (IT BOLTWISE) – Um 18 Uhr erklärt Torsten Maus im Live-Webinar die Trend-Surfer-Strategie für Anleger, die nicht das perfekte Timing suchen, sondern belastbare Regeln. Der Ansatz kombiniert klassische Trendfolge nach Nicolas Darvas mit einer aktiven Anpassung an die jeweilige Marktphase. In schwachen Phasen senkt Maus den Investitionsgrad, erhöht die Cash-Quote und sichert das Depot bei Bedarf ab. Zusätzlich zeigt er, wie neue Trends entstehen können – von eigenen Aktien-Scannern bis zur Auswertung von Google-Trends als Frühindikator.

Wer Trendfolge betreiben will, landet zwangsläufig bei derselben Frage: Wann ist eine Bewegung noch tragfähig – und wann kippt sie in Seitwärtsrauschen oder sogar in Abwärtsdynamik? Genau an diesem Punkt setzt die heute Abend live vorgestellte Trend-Surfer-Strategie an. Statt die zukünftige Richtung zu raten, liegt der Fokus auf dem Wechsel zwischen Marktphasen: Welche Signale zeigen an, dass ein Trend seine Kraft behält, und welche sprechen dafür, dass er bereits ausläuft? Im Webinar um 18 Uhr stellt der Gründer von Trend-Surfer und Rohstoffanalyst Torsten Maus seinen Ansatz vor, der Trendfolge systematisch mit Regeln für Kapitalerhalt und Risikobegrenzung verbindet.
Technisch betrachtet nimmt Maus damit den klassischen Kern der Trendfolge aus dem Regal „Backtest und Bauchgefühl“ heraus. Die Methode orientiert sich laut Beschreibung an der Trendfolge nach Nicolas Darvas, ergänzt aber einen zweiten Hebel: eine aktive Anpassung an die Marktphase. Im Mittelpunkt stehen Aktien, die relative Stärke zeigen und zugleich steigendes Handelsvolumen aufweisen – insbesondere dann, wenn neue Hochs erreicht werden. Diese Kombination ist aus Marktsicht plausibel, weil Volumen und relative Performance häufig zusammenhängen: Ein Kurs, der zwar steigt, aber ohne zunehmendes Volumen neue Hochs verteidigt, kann schneller „austrocknen“, während ein Anstieg bei anziehendem Volumen eher auf anhaltendes Interesse trifft.
Entscheidend ist jedoch, was der Ansatz im Gegenfall tut. In schwachen Börsenphasen wird der Investitionsgrad reduziert, die Cash-Quote erhöht und das Depot bei Bedarf zusätzlich abgesichert. Damit wird nicht versucht, jeden Preisrücksetzer auszuhalten, sondern der Strategie-Rahmen verschiebt sich, sobald die Marktbedingungen den Trendmodus verlassen. Für Anleger ist das vor allem dann relevant, wenn sie Trendfolge bisher als „immer investiert“ missverstanden haben. Maus’ Beschreibung stellt Kapitalerhalt als zentrales Ziel heraus und übersetzt damit Trendfolge in eine praktischere Portfolio-Logik: Trendfilter und Positionsgröße bestimmen zusammen, wie stark das Depot an einzelnen Phasen partizipiert.
Damit bleibt noch die Frage, wie Trends überhaupt identifiziert werden, bevor sie sich in den Kursen bereits vollständig niederschlagen. Maus verweist im Webinar auf einen Prozess, der über reine Chartmuster hinausgeht. Er sucht laut eigener Darstellung nach neuen Trends unter anderem mithilfe von Aktien-Scannern und durch die Auswertung von Google-Trends als möglichen Frühindikator. Genau diese Inter-Market- und Signal-Logik ist in der Praxis oft der Unterschied zwischen einem zufälligen Screening und einem wiederholbaren Auswahlprozess. Während der Markt einzelne Werte häufig erst dann „offiziell“ bestätigt, sobald Liquidität und Nachrichtenlage kippen, kann Such- und Aufmerksamkeitsdynamik frühere Hinweise liefern – nicht als alleinige Wahrheit, aber als Startsignal für ein weiteres Regelwerk.
Aus Markt- und Branchenperspektive passt das außerdem in eine Entwicklung, die man seit Jahren in der Trendfolge-Szene sieht: Strategien werden zunehmend als Kombination aus erkennbaren Mustern und „Bedingungslogik“ umgesetzt. Gerade in einem Umfeld, in dem Zinsen, Konjunktursignale, Währungen und Rohstoffpreise sich gegenseitig beeinflussen, reicht es nicht, nur auf einen Marktstreifen zu schauen. Die Strategie setzt deshalb auf Inter-Market-Analyse und Trendfolge als zusammenspielende Bausteine. Das klingt zunächst nach „noch ein Tool“, ist aber inhaltlich eine Entkopplung von Einzeltitel-Rauschen: Wenn mehrere Teilmärkte in eine ähnliche Richtung zeigen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend länger durchhält – und dass die Filter nicht nur historische Zufälle nachzeichnen.
Für die Umsetzung im Depot sind neben den Auswahlkriterien vor allem die Regeln zur Anpassung an die Marktphase relevant. Wenn Investitionsgrad und Cash-Quote aktiv gesteuert werden, verschiebt sich das Erwartungsbild: Trendfolge wird weniger als „durchgehend steigende Linie“ vermarktet, sondern als Ansatz, der in Trendphasen Chancen nimmt und in schwächeren Phasen die Schadenshöhe begrenzen will. Auch das Absichern bei Bedarf gehört in dieses Gesamtbild. Damit wird der Ansatz stärker an ein Risikomanagement gekoppelt, das viele professionelle Investoren bereits seit langem verwenden: nicht nur Renditeziel definieren, sondern auch kontrollieren, wie viel Volatilität, Drawdown und Zins-/Makrorisiko das Portfolio in unruhigen Phasen verkraften soll.
Der organisatorische Teil des Webinars macht den Ansatz zudem „erweiterbar“: Nach der Vorstellung der Strategie ist ein interaktiver Abschnitt geplant, in dem die Teilnehmer mitbestimmen, wie die aktuelle Marktsituation eingeordnet wird. Konkret geht es um Trends bei Indizes, Aktien und Rohstoffen sowie um die Einschätzung einzelner Werte, die die Zuschauer interessieren. Für Einsteiger ist das deshalb wertvoll, weil man den Regelgedanken vom Konzept bis zur Anwendung verfolgen kann – etwa wie die Frage „Ist gerade Trendmodus oder nicht?“ in konkrete Entscheidungen über Investitionsgrad und Cash-Quote übersetzt wird. Fortgeschrittene können dagegen prüfen, welche Teile des Prozesses auf ihre eigene Research-Logik passen, etwa beim Zusammenspiel von Chartsignalen, relativer Stärke und Zusatzindikatoren wie Suchinteressen.
Langfristig stellt sich Anlegern damit weniger die Frage, ob Trendfolge „funktioniert“, sondern welche Rahmenbedingungen sie stabil halten. Der Ansatz von Maus setzt genau darauf: Er definiert einen klaren Mechanismus, der Trendphasen erkennt, der in schwachen Phasen das Risiko reduziert und der die Trendfindung durch zusätzliche Signale ergänzt. Wer sich mit Trendfolge beschäftigt, erhält hier kein Versprechen auf dauernd steigende Renditen, sondern ein Modell, das Entscheidungen an beobachtbare Bedingungen koppelt. Und auch wenn nicht jeder Teilnehmer jede technische Komponente 1:1 übernimmt, kann die Prinzipienfrage entscheidend sein: Welche Regeln sollen künftig statt Intuition bestimmen, wann ein Depot Trenddynamik nutzt – und wann es sich rechtzeitig zurückzieht?
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