LONDON (IT BOLTWISE) – Die Ugreen-Dockingstation Revodok Pro unterstützt bis zu drei Monitore über zwei HDMI-Ports und einen DisplayPort und bündelt Zubehör wie Kartenleser, Audio und Netzwerk an einem Gerät. Für 42,99 Euro verspricht der Hersteller zudem bis zu 85 Watt Ladeleistung für das Notebook. Im Preisvergleich liegt die Dockingstation aktuell etwa 15 Euro unter dem Durchschnitt der letzten zwölf Monate. Entscheidend für die Planung im Büro: Die Multi-Display-Funktion wird laut Produktangaben vor allem unter Windows über MST bereitgestellt.

Wer vom Laptop-Setup im Homeoffice auf einen mehrmonitorigen Arbeitsplatz umsteigt, merkt schnell, wie viel Zeit das tägliche Anschließen kostet: Kabel für Display, Netzwerk, Eingabegeräte, Datenträger und Audio liegen dann nicht in einer Docking-„Routine“, sondern als lose Sammlung auf dem Schreibtisch. Genau an dieser Stelle setzt die Ugreen-Dockingstation Revodok Pro Triple Display an. Sie verbindet Laptop und Peripherie über ein einziges Dock-Kabel und soll damit das typische „Laptop aufklappen, HDMI/USB/Netzwerk suchen, neu ordnen“ spürbar reduzieren.
Im Kern zielt die Station auf ein Triple-Display-Setup: Zwei Monitore lassen sich über HDMI anschließen, ein dritter Display über DisplayPort. Unter Windows unterstützt die Dockingstation damit drei eigenständige Bildschirmansichten, sodass sich Arbeitsaufgaben besser trennen lassen, etwa wenn eine Tabelle auf dem einen Monitor steht, während auf den anderen beiden Videogespräch und E-Mails gleichzeitig laufen. Technisch ist das kein rein „hinter dem Laptop verschwundenes“ Mirroring, sondern die gewünschte Aufteilung auf mehrere Displays folgt dem, was die Produktbeschreibung als MST-Unterstützung für drei unabhängige Anzeigen unter Windows nennt.
Beim Zubehör bleibt die Idee der Bündelung konsequent: Für Eingabegeräte stellt die Dockingstation Anschlüsse für Maus und Tastatur bereit, außerdem gibt es einen Audioanschluss für Kopfhörer oder Lautsprecher. Speicherkarten können gleichzeitig über SD- und microSD-Kartenplätze ausgelesen werden – ein Detail, das in kreativen Workflows oder beim regelmäßigen Datentransfer von Kameras schnell relevant wird. Für die Datenübertragung nennt der Hersteller zwei USB-C-Anschlüsse mit Fokus auf schnelle Übertragung, geeignet etwa für große Dateien auf einer externen Festplatte.
Auch die Netzwerkanbindung ist integriert: Wer auf eine stabile Internetverbindung angewiesen ist, kann ein Netzwerkkabel direkt an die Dockingstation anschließen, statt auf WLAN-Aussetzer oder wechselnde Signalstärken angewiesen zu sein. Hinzu kommt die Stromversorgung. Laut Hersteller stellt die Station dem Laptop insgesamt bis zu 100 Watt Gesamtleistung bereit, davon bis zu 85 Watt für den Rechner. Damit kann das Notebook im Arbeitsalltag über das Dock betrieben und geladen werden – vorausgesetzt, das eigene Gerät unterstützt die entsprechend hohe Ladeleistung. Das Anschlusskabel ist mit 40 Zentimetern Länge ausgeführt, was in der Praxis hilft, den Laptop nicht zwingend exakt „neben“ das Dock zu positionieren.
Preislich wird das Modell aktuell besonders interessant präsentiert: Die Dockingstation kostet 42,99 Euro, während der Durchschnittspreis der letzten zwölf Monate bei rund 58 Euro lag. Im Vergleich ergibt sich dadurch eine Ersparnis von etwa 15 Euro. Für Käuferinnen und Käufer zählt dabei nicht nur der Tagesspot, sondern auch die Preisdynamik: Wer ohnehin ein Dock benötigt, bekommt hier eine klare Gelegenheit, ohne erst auf einen seltenen Tiefpunkt warten zu müssen. Wichtig ist dennoch, vor dem Kauf die typischen Voraussetzungen zu prüfen, weil nicht jede Anschlusslogik universell ist.
Genau hier liegen die Grenzen der Lösung. Laut Produktangaben gilt die Multi-Display-Funktion für drei getrennte Bildschirme über MST unter Windows. Außerdem sind die beiden USB-C-Ports zwar als schnelle Datenanschlüsse beschrieben, aber explizit nicht als Kombination aus Video-Übertragung und Laden ausgeführt: Sie dienen demnach ausschließlich zur Datenübertragung, übertragen also weder Videosignale noch laden sie Geräte. Das bedeutet: Wer zusätzlich über USB-C am Dock „irgendwie“ Display-Signale erwartet, sollte sich nicht auf diese Annahme verlassen, sondern das Monitor-Setup konsequent über HDMI und DisplayPort planen.
Für wen lohnt sich die Ugreen-Dockingstation konkret? Sie passt vor allem zu Arbeitsplätzen, an denen ein Laptop regelmäßig mit mehreren Geräten verbunden wird – also etwa bei Pendlern mit Büro- und Heimkonfiguration oder bei Teams, die feste Peripherie gemeinsam nutzen. Wer dagegen vor allem unter macOS mehrere externe Bildschirme nutzen will, sollte sich Alternativen genauer ansehen und im Vorfeld die Funktionsweise prüfen. Als Vergleich nennt der Anbieter etwa eine günstigere Ugreen-Variante mit zwei HDMI-, einem DisplayPort- und vier USB-Anschlüssen, die jedoch keinen Netzwerkanschluss sowie keinen Kartenleser oder Audioanschluss bietet und bei macOS externen Betrieb nur im Spiegelmodus zulässt. Eine weitere genannte Option mit mehr HDMI-Ports, zusätzlichem Kartenleser und stärkerer Netzwerkleistung arbeitet zwar mit höherer Ladeleistung, liegt preislich aber ebenfalls höher und erfordert vor dem Kauf eine Kompatibilitätsprüfung zum eigenen Laptop.
Aus IT-Sicht ist die Station damit vor allem eine „Schreibtisch-Ordnungskomponente“ mit klaren technischen Spielregeln: Sie reduziert das tägliche Kabel-Chaos, liefert über HDMI/DisplayPort ein strukturiertes Triple-Display-Setup und ergänzt Netzwerk, Kartenleser und Audio in einem Gerät. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass Dockingstationen nicht automatisch jede gewünschte Signalart über jeden Port abdecken. Wer das berücksichtigt, bekommt für 42,99 Euro eine praktikable Lösung, die im Büroalltag Zeit spart – und die verbleibende Komplexität verlagert sich auf die saubere Abstimmung zwischen Windows, Monitoranschlüssen und Ladeleistung.
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