MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – In einem bemerkenswerten Schritt zur Stärkung der KI-Infrastruktur in Deutschland haben die Deutsche Telekom und NVIDIA ein unterirdisches Rechenzentrum in München angekündigt. Dieses Projekt, das auch SAP und Perplexity einbezieht, soll mit einer Investition von einer Milliarde Euro die Grundlage für die Industrial AI Cloud bilden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2026 geplant.

Die Deutsche Telekom und NVIDIA haben ein ehrgeiziges Projekt zur Errichtung eines unterirdischen Rechenzentrums in München angekündigt, das die KI-Infrastruktur in Deutschland maßgeblich vorantreiben soll. Dieses Rechenzentrum, das Teil der Industrial AI Cloud ist, wird in Zusammenarbeit mit SAP und Perplexity entwickelt. Laut Telekom-Chef Tim Höttges wird das Zentrum drei bis vier Stockwerke unter der Erde liegen und mit 10.000 Hochleistungschips ausgestattet sein. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2026 geplant.
Die Investition von einer Milliarde Euro unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts für die Deutsche Telekom und ihre Partner. NVIDIA-Chef Jensen Huang bezeichnete es als eine der größten GPU-Bereitstellungen in Deutschland. Innerhalb von nur sechs Monaten wurde das gesamte Projekt auf die Beine gestellt, was die Entschlossenheit und Effizienz der beteiligten Unternehmen zeigt. Der Standort München wurde aufgrund seiner strategischen Bedeutung und der vorhandenen Infrastruktur gewählt.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger betonte die Bedeutung der Souveränität in der Technologieentwicklung und hob hervor, dass der deutsche Staat einer der Ankerkunden der Industrial AI Cloud sein wird. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für die nationale Technologiepolitik. Wildberger kündigte zudem an, dass europäische Gigafactories folgen werden, um die technologische Unabhängigkeit weiter zu stärken.
Das Rechenzentrum wird mit erneuerbarer Energie betrieben und nutzt Wasserkühlung, um den höchsten Sicherheitsanforderungen zu genügen. Auf der technischen Seite wird die Business Technology Plattform (BTP) von SAP eine zentrale Rolle spielen, die den Zugang zu verschiedenen generativen KI-Modellen ermöglicht. Dies bietet Unternehmen eine offene und flexible Plattform für die Entwicklung und Implementierung von KI-Anwendungen.
Insgesamt sind etwa zehn Unternehmen Teil des neuen KI-Ökosystems, darunter Siemens, Agile Robots und Wandelbots. Diese Zusammenarbeit zeigt das Potenzial für Innovation und Wachstum in der deutschen KI-Landschaft. Mit der Industrial AI Cloud könnte Deutschland einen wichtigen Schritt in Richtung technologischer Führerschaft in Europa machen.
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