WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Angesichts des anhaltenden Regierungsstillstands greift die US-Regierung auf Verteidigungsfonds zurück, um die Gehälter der Soldaten zu sichern. Insgesamt wurden 5,3 Milliarden US-Dollar aus verschiedenen Konten umgeschichtet, um die Löhne für die erste Oktoberhälfte zu decken. Diese Maßnahmen unterstreichen die Herausforderungen, die der Shutdown für die finanzielle Stabilität der Streitkräfte mit sich bringt.

Die US-Regierung hat angesichts des anhaltenden Regierungsstillstands beschlossen, auf Mittel aus verschiedenen Verteidigungsfonds zurückzugreifen, um die Gehälter der Soldaten sicherzustellen. Insgesamt wurden 5,3 Milliarden US-Dollar aus drei verschiedenen Konten des Verteidigungsministeriums umgeschichtet. Diese Maßnahme ist notwendig geworden, da der Shutdown die reguläre Auszahlung der Gehälter gefährdet.
Ein erheblicher Teil der Mittel stammt aus dem Forschung-, Entwicklungs-, Test- und Evaluierungskonto, das bereits zuvor genutzt wurde, um die Gehälter Mitte des Monats zu sichern. Zusätzlich wurden Gelder aus dem Beschaffungskonto sowie aus dem sogenannten One Big Beautiful Act umgeleitet, einem Gesetz, das ursprünglich zur Finanzierung von Wohnungsbeihilfen für Militärangehörige gedacht war.
Die Umverteilung dieser Mittel zeigt die Dringlichkeit der Situation, da die Regierung bestrebt ist, die finanzielle Stabilität der Streitkräfte zu gewährleisten. Elaine McCusker, eine ehemalige Pentagon-Kontrolleurin, betont, dass die identifizierten Mittel gerade ausreichen könnten, um die Gehälter für diesen Zeitraum zu decken. Sollte es dennoch zu Engpässen kommen, könnten bestimmte Zahlungen, wie etwa für Renten oder Sozialversicherungsbeiträge, vorübergehend aufgeschoben werden.
Der finanzielle Druck auf das Verteidigungsministerium wird durch eine Spende von 130 Millionen US-Dollar des Milliardärs Timothy Mellon etwas gemildert. Diese Spende soll ebenfalls zur Sicherung der Gehälter beitragen. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Unsicherheit bestehen, insbesondere wenn der Shutdown weiter anhält. Der Finanzminister hat bereits angedeutet, dass die Gehälter für den 15. November gefährdet sein könnten, sollte keine Lösung gefunden werden.
In der Zwischenzeit haben einige Banken, wie die Navy Federal Credit Union, Maßnahmen ergriffen, um ihre Mitglieder zu unterstützen. Sie bieten Programme an, die im Falle eines anhaltenden Shutdowns finanzielle Hilfe leisten. Diese Entwicklungen verdeutlichen die weitreichenden Auswirkungen des Regierungsstillstands auf die finanzielle Sicherheit der Militärangehörigen und die Notwendigkeit einer schnellen politischen Lösung.
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